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Aktuell
Gedanken zum Fest Montag 10.Dezember.2012 21.18
Gedanken zum "Fest des Friedens und der Liebe"

 



Die Weihnachtsgans für den festlichen Tisch,
das Huhn, die Ente, das Kälbchen, der Fisch,
der Truthahn, das Lamm...

und das arme Schwein

erleben für's Fest nur Folter und Pein.

Habt ihr Menschen darüber je nachgedacht,
was die Tiere Entsetzliches mitgemacht
bevor sie auf Euren Tellern landen
daß sie sich in Todesqualen wanden?

Für's FEST DER LIEBE - in engen Kisten
Müssen Millionen ihr Leben fristen.
Für's FEST DER FREUDE - gequält und geschunden,
für's FEST DES FRIEDENS - wer zählt ihre Wunden?

Doch das wollt ihr nicht hören, geschweige denn sehen,
wollt lieber verdrängen und nichts verstehen.
Wie könnt Ihr Anspruch auf Frieden erheben,
wenn Ihr so umgeht mit anderen Leben?

Während Ihr nun auf das Weihnachtsfest harrt,
werden die Tiere zum Schlachter gekarrt.
Mit blutigen Striemen ihr Leib übersät,
vergebens ihr Blick jetzt zum Himmel fleht.

Wie ist das nun in Einklang zu bringen,
töten - und fröhliche Lieder singen?
Oh, du selige Weihnachtszeit ...
Für Menschen der Friede - für Tiere das Leid!

Ihr wünscht Euch selber Gesundheit und Glück,
doch bei den Tieren schreckt Ihr vor nichts zurück.
Hauptsache ist, der Braten wird schmecken,
egal, wie auch immer die Tiere verrecken.

Bald werden in Kirchen Choräle dröhnen, doch das
Schrei'n der Geschöpfe kann es nicht übertönen!
"Freut Euch" - die heilige Nacht ist schon nah,
für die Tiere das Schlachtermesser - "HALLELUJA"!

( Von Herta Blihall )
by Doggenschutz E-Mail        

Aktuell
Offener BriefSamstag 17.November.2012 11.11

Offener Brief von einem Arbeitnehmer aus einer Perrera (Tötungsstation)






Ich glaube, unsere Gesellschaft braucht ein Weckruf. Als Leiter einer Perrera, werde ich was mit Euch teilen... ein Blick von "innen", wenn Ihr mir erlaubt.


Zunächst an alle Züchter und Verkäufer von Hunden, Ihr solltet zumindest einen Tag in einer Perrera arbeiten. Wenn Ihr vielleicht den traurigen, verlorenen Blick in den Augen der Hunde seht, würdet Ihr Eure Meinung ändern und nicht an Menschen verkaufen, die ihr gar nicht kennt. Gerade diese Welpen könnten am Ende in meiner Perrera landen, wenn er nicht mehr ein süßes Hundebaby ist. Wie würdet Ihr Euch fühlen, wenn Ihr wüsstet, dass eine 90%ige Chance besteht, dass dieser Hund nie mehr aus dem Zwinger kommt, wenn er erstmal hier landet? 50% der Hunde, die hier abgegeben werden oder verirrt rumlaufen, sind reinrassige Tiere.


Die häufigsten Ausreden die ich höre, sind:


"Wir sind umgezogen und ich kann unseren Hund / unsere Katze nicht mitnehmen." Wirklich? Wohin ziehen Sie denn und warum suchen Sie sich nicht eine Wohnung oder ein Haus, in dem sie mit ihrem Tier leben können?


"Der Hund wurde größer, als wir dachten." Und was dachten Sie denn, wie groß ein deutscher Schäferhund wird?


"Ich habe keine Zeit mehr für das Tier". Wirklich? Ich arbeite 10 oder 12 Stunden am Tag und ich habe immer noch Zeit für meine 6 Hunde.


"Er zerstört meinen ganzen Garten." Also, warum haben Sie ihn nicht im Haus mit der Familie?


Dann sagen sie immer: "Wir wollen nicht nerven und darauf beharren, dass Sie ihm ein gutes Zuhause suchen, denn wir wissen, dass sie ihn adoptieren werden, er ist nämlich ein guter Hund." Das Traurige daran ist, dass Dein Haustier nicht adoptiert wird und weißt Du, wie stressig es in einem Zwinger ist? Nun, lass es mich Dir mal erklären:


Dein Tier hat 72 Stunden Zeit, eine neue Familie zu finden. Manchmal ein wenig länger, wenn die Zwinger nicht so voll sind und er völlig gesund bleibt. Wenn Dein Tier sich erkältet, stirbt es.


Die Katzen sehen ihrem sicheren Tod entgegen.


Dein Haustier wird in einen kleinen Käfig eingesperrt, umgeben vom lauten Bellen und Schreien von 25 anderen Tieren.


Dein Haustier wird weinen und deprimiert sein und auf seine Familie warten, die ihn verlassen hat. Wenn Dein Tier Glück hat und es genügend Freiwillige gibt, könnte es sein, dass er mal ausgeführt wird. Wenn nicht, wird Dein Haustier keinerlei Aufmerksamkeit erhalten, abgesehen von einem Teller mit Essen, welcher unter die Zwingertür geschoben wird und eine Dusche mit Wasser, um die Exkremente raus zu spülen.


Wenn Dein Hund groß, schwarz oder einer Kampfhundrasse (Pit Bull, Dogge ...) angehört, hast Du ihn in den sicheren Tod geführt, in dem Augenblick, in dem Du mit ihm durch die Tür gekommen bist. Diese Hunde werden in der Regel nicht angenommen. Egal wie "süß" oder wie "trainiert" sie sind.


Wenn Dein Hund nicht in den 72 Stunden adoptiert wird und die Perrera voll ist, wird er sterben.


Wenn die Perrera nicht voll und Dein Hund attraktiv und süß ist, kann man möglicherweise seine Hinrichtung verzögern, aber nicht für lange.


Die meisten Hunde werden sofort umgebracht, wenn sie sich aggressiv zeigen, aber selbst der ruhigste Hund kann solch ein Verhalten zeigen, wenn er eingesperrt wird und die Veränderungen seines Umfeldes nicht verträgt.


Wenn Dein Hund sich mit Zwingerhusten infiziert (Canine infektiöse Tracheobronchitis) oder einer anderen Infektionen der Atemwege, wird er unverzüglich getötet, einfach weil wir keine Ressourcen haben, um Therapien in Höhe von € 150,- zu bezahlen.


Und nun möchte ich Euch was über die Euthanasie schreiben, für all die, die noch nie erlebt haben, wie ein vollkommen gesundes Tier umgebracht wird:


Als erstes werden die Hunde mit einer Leine aus ihrem Zwinger geholt, sie denken, dass sie spazieren gehen werden und wedeln mit dem Schwanz.


Bis wir in "den Raum" kommen, dort bremst jeder Hund ab. Ich bin davon überzeugt, dass sie den Tod und alle verlorenen Seelen riechen, die dort sterben mussten. Es ist seltsam, aber es passiert mit jedem von ihnen.


Dein Hund oder Deine Katze wird von 1-2 Menschen gehalten, je nachdem, wie nervös oder groß das Tier ist. Dann wird jemand von der Verwaltung oder ein Tierarzt den Sterbeprozess einleiten. Es wird eine Ader in ihrem Vorderbein gesucht eine Dosis einer "pinken Substanz" injiziert. Hoffentlich ist Dein Haustier nicht scheu, wenn es von mehreren gehalten wird. Ich habe Hunde gesehen, die sich die Kanüle raus gerissen und in ihrem Blut gebadet haben, begleitet von lauten Weinen und Schreien. Viele schlafen nicht einfach ein, sie krampfen und ringen nach Luft und koten sich ein.


Wenn alles fertig ist, wird Dein Tier wie ein Stück Holz gestapelt auf die anderen Hunde, die schon in der Gefriertruhe liegen, um darauf zu warten, wie Abfall abgeholt zu werden. Was passiert als nächstes? Wird es eingeäschert oder begraben? Wird es als Tierfutter verarbeitet? Du wirst es nicht erfahren, aber es war ja nur ein Tier und Du kannst Dir ja jederzeit ein Neues holen, richtig?


Ich hoffe, wenn Du bis hierher gelesen hast, dass sich Deine Augen getrübt haben und Dir die Bilder nicht aus dem Kopf gehen, denn ich sehe sie jeden Tag, wenn ich nach Hause komme von der Arbeit.


Ich hasse meinen Job, ich hasse es, dass es ihn überhaupt gibt und ich hasse es, zu wissen, dass es ihn weiterhin geben wird, wenn ihr Euch nicht ändert.


Zwischen 9 und 11 Millionen Tiere sterben weltweit jeden Tag in den Perreras und nur Du kannst das stoppen. Ich mache alles mögliche, um jedes Leben zu retten, aber die Tierheime sind immer voll und jeden Tag gibt es mehr Tiere, die rein kommen als die, die raus dürfen.


Bitte züchte oder kaufe nicht, solange Hunde in den Perreras sterben.


Hasse mich, wenn Du möchtest. Die Wahrheit tut immer weh und das ist nun mal die Realität. Ich hoffe nur, dass ich mit diesem Brief die Menschen erreichen kann, die züchten, ihre Tiere aussetzen oder wahllos kaufen.


Ich wünschte, jemand würde zu mir auf die Arbeit kommen und sagen: "Ich habe Ihren Brief gelesen und möchte ein Tier adoptieren". Dann hätte sich alles gelohnt.


Bitte, wenn Du möchtest, dass sich das ändert, verteile meinen Brief großzügig.


Jazz M. O.


Download der PDF-Datei


by Doggenschutz E-Mail        

Aktuell
Hundekampfopfer LOLOSamstag 17.November.2012 10.54

 


An dieser Stelle möchte ich auf die Tierschutzarbeit von Frau Anke Körner-Walkenhorst und ihrem Team aufmerksam machen:


Zuflucht für Notboxer / www.notboxer.de


& einen ihrer aktuellen Fälle: Das Hundekampfopfer LOLO.


Mal wieder so eine Geschichte... ( 25. Oktober 2012 )


Am Anfang dieser Woche wurde ich darüber informiert, dass ein 9-jähriger Boxerrüde namens Lolo aus dem Tierheim/Perrera zusammen mit einem Pittbullrüden und einem Boxermixrüden gestohlen wurden.


Leider ist das schon mehrfach passiert und nicht "freundlich" motiviert, sondern "böse", leider.


Diese Hunde werden genommen, um die armen, wirklich zum Kampf missbrauchten Hunde zu trainieren, sozusagen als Bit-Test-Dummy. Es gibt leider Menschen, die lieben nicht nur den Stierkampf sondern auch den Hahnenkampf und auch den Hundekampf. Dank zahlreicher Wetteinsätze geht es auch immer um viel, viel Geld... Das Leben der teilnehmenden Hunde ist dabei nichts wert.


In Kooperation mit der Vereinigung BOXERHILFE hatten wir den Oldie für uns reservieren lassen und wollten dem Opi hier in Deutschland auf eine Dauerpflegestelle einen schönen Lebensabend ermöglichen.


Wie wir schnell bemerkten ist dies nun notwendiger denn je. Lolo wurde wiedergefunden!


Sein physischer wie psychischer Zustand ist desolat. Lolo wurde in Sicherheit gebracht und lebt nun in einem Katzenhaus, um wieder auf die vier Pfoten zu kommen, denn der Kontakt mit anderen Hunde kann ihm noch nicht zugemutet werden und er soll auch in keinem Fall noch einmal gestohlen werden.




 


Zusammen mit Lolo wurde auch ein weißer Boxer gefunden, dieser ist so panisch, dass er sich nicht berühren lässt. Er besteht nur noch aus Angst und Menschen und Tiere stellen für ihn eine Gefahr dar. Er wurde Duke genannt. Auch diesem geschundenen, missbrauchten Boxer würden wir gerne helfen, ins Leben zurück zu finden.


Nun - liebe Leser, Boxerfreunde oder Tierfreunde - kommen Sie ins Spiel, wir wollen den beiden gerne ein anderes, lebenswertes Leben ermöglichen. Wir haben die Unterbringung für beide Boxer, für Lolo sogar eine dauerhafte Pflegestelle, eine Flugpatin, hoffentlich auch ca. Mitte November einen Flug von Barcelona nach Köln, aber leider fehlen - wie so oft - die monetären Mittel. Bitte helfen Sie uns!


Lassen Sie uns vorleben, dass auch Tiere - hier Boxer - eine Seele haben, einen Wert für uns Menschen darstellen und dass es niemals unnütz oder vergeblich ist, ihnen zu helfen, wo immer innerhalb von Europa ihnen Leid zugefügt wird oder ihr Leben in Gefahr ist!


NOTBOXER sind...


Freund, Partner, treuer Gefährte, Familienmitglied, Clown, Babysitter, Fitnesstrainer, Balljunkie, Bodyguard, Seelentröster, Wärmflasche, Couchpotatoe, "sechs richtige im Lotto", Held, Therapeut und das Licht im Dunkel ihrer Menschen.


NOTBOXER suchen DICH! NOTBOXER brauchen DICH!


Besteht der Wunsch den beiden zu helfen, können Sie gerne einen beliebigen Betrag auf folgendes Konto überweisen:


Inhaber: Zuflucht für NotBoxer e.V.
Konto: 10 35 85 20 02
Bankleitzahl: 290 500 00
Institut: Bremer Landesbank


Sie möchten online spenden? Dann bitte SPENDEN anklicken und mit PAYPAL spenden…


Tierschutz


Tierschutz, als unbequem bekannt,
wird lächelnd Spinnerei genannt.
Wen kümmert denn ein Hund der friert,
an kurzer Kette vegetiert?
Wen Katzen, die kaum produziert
Verkehr und Jäger dezimiert?


Was regt man sich unnötig auf
weil angeboten zum Verkauf
und Lockmittel für manches Kind
Tiermassen auf dem Markte sind,
die, wenn der Neuheit Reiz vorbei
man weitergibt, von Skrupel frei.


Wen stört's, wenn dann auf Inserate
ein Händler wieder Zugriff hatte
sich tarnt, er hätt' den besten Platz
für diesen süßen Katzenschatz
das Tier, nach qualvollem Transport,
ausliefert dem Versuchstiermord?


Was tut's, wenn für das Wohl der Menschen
Millionen Tiere schmerzvoll enden?
Warum nicht erst an Tieren testen
was wir nicht selbst erdulden möchten?
Wenn Menschenmord als Schwerverbrechen
geahndet wird, warum nicht rächen


an Wesen, die nur wehrlos zucken,
noch besser: Frei von Schuld begucken
wie man im Film ersticht, zertritt,
vom Tier zum Mensch - ein winz'ger Schritt!
Was macht es schon, wenn alles Vieh
jetzt produziert in Batterie


auf engstem Raum, wo's hingestellt,
nur für Profit und Nutzen zählt,
sich einmal frei bewegen kann
auf seinem letzten Schlachthofgang?
Man weiß zudem, das Glück der Erde
liegt auf dem Rücken unsrer Pferde.
Da Gnadenbrot sich nicht rentiert,
zum Schlachten man sie exportiert.


Ihr Jammer ist bestimmt vergessen
wenn wir Importsalami essen.
Auch weiß ein jeder ganz genau
bei uns zählt nur mit Pelz die Frau.
Was fragt man nach der Tiere Zahl
bei einem Nerz der ersten Wahl?


Was intressiert man sich so sehr
für Robbenmord im fernen Meer,
für Hunde auf den Phillipinen,
die totgequält zum Mahle dienen?
Für Stierkampf, dieses Volksvergnügen,
wo chancenlos die Tiere unterliegen?


Wer selbstlos für ein Tier tritt ein
muss irgendwo suspekt doch sein.
Sorgt erst für Menschen, hört man sagen.
Man ist versucht, zurück zu fragen,
was denn der Vorwurfsvolle tat,
wieviel er schon geholfen hat?


Man ist erfreut, dann zu erfahren
er spendet schon seit ein paar Jahren
zum guten Zweck ein Jahreslos.
Die Preise, die es gibt, sind groß.
Darauf wird kläglich er verstummen,
denn aktiv helfen nur die "Dummen".


Was da als Spinnerei verlacht
der Menschheit alle Ehre macht,
denn Tierschutz macht im kleinen gut,
was menschliche Zerstörungswut
an der Natur im großen schändet,
weil Menschheit, vom Verstand geblendet,
meint alles liegt nur ihr zu Füßen.
Vergisst, dass sie es selbst wird büßen!


(Sigrid Mayr-Gruber)



Die Gemeinschaft des Doggenschutzes unterstützt das Vorhaben von Frau Körner-Walkenhorst und ihrem Team finanziell. Bitte helfen auch Sie.


Anfang November 2012: LOLO ist in Deutschland in Sicherheit!


 


 


 


 


 

by Doggenschutz E-Mail        

Aktuell
SaukomischSamstag 17.November.2012 10.39

 


http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/38843/Saukomisch


 


Saukomisch


Für Schweine scheint es nichts Lustigeres zu geben, als geschlachtet zu werden. Oder was sollen uns die Schilder sagen, die Metzgereien und Restaurants so vor die Tür hängen?


Von Hilal Sezgin


Die Fleischerei ist ein fröhlicher Beruf. Als Laie macht man sich da oft falsche Vorstellungen. Man denkt, dass ein Fleischer bis über beide Ellenbogen in den Kampf mit der Kreatur versenkt sei. Doch bildliche Darstellungen aus dieser Berufsklasse beweisen: Tatsächlich bedeutet Fleischerei: Party, Lachen und Sonnenschein! Da tanzen die Messer, da sprudelt der Fluss des Lebens, da tragen Schweine von nah und fern ihre Koteletts und Würste herbei. Das Schwein – hier verführte der Biologie-Unterricht schon viele zu Irrtümern –, das Schwein besteht nämlich im Grunde aus Koteletts und Würsten. Der Fleischer befreit diese Koteletts und Würste aus dem Schwein und führt sie ihrer wahren Bestimmung zu. Nicht umsonst spricht man vom »Schlachtkörper«.

»Gegessen zu werden ist der Beruf der Schweine«, sagte einmal ein Metzger. Wie sehr er untertrieb. Nicht Beruf, sondern Berufung! Seine größte Erfüllung aber erfährt das Schwein, wenn es uns an der Fleischtheke seine besten Teile empfehlen oder sich gar selbst servieren darf. Man schaue nur, wie exquisit sich diese Kerlchen dann anziehen. Sie trippeln heran, mit Schürze und Mütze, blendend weiß und frisch gestärkt: Sieht das nicht famos aus auf der rosa Haut?

Jüngst habe ich die Psychologie des Schweins selbst in der Praxis erforscht. Bereits seit ich ein Foto des britischen Autors Alan Bennett mit seinem Hauschwein gesehen habe, war auch ich von dem Wunsch beseelt, einmal ein Schwein spazieren zu führen. Auf einem Gnadenhof in der Nähe der Nordsee fand ich ein Exemplar, das tauglich schien. Mit der Einschränkung freilich, dass es dort in maßloser Freiheit lebt und von Tierschützern verzogen wird. Es heißt Prinz (!) Lui. Die Bäuerin/Hofdame empfahl mir, eine Ananas mitzubringen, das werde ihren Prinzen vor dem Spaziergang gnädig stimmen. Gnädig, na ja. Das Tier zerstörte die Ananas freudig grunzend, legte den Strunk zur Seite und schleckte den Saft auf. Danach ließ es sich in der Tat herab, an die Leine genommen und in Richtung Meer geführt zu werden.

Ich sage »Richtung«. Ein elegantes Promenieren an der Nordsee, mit Schlachtkörper, war meine Vorstellung gewesen. Prinz Lui hingegen zog es (und mich) in ein kleines Wäldchen mitsamt Matschgrube. Deren Inhalt wurde gründlich mit Rüssel und Vorderfüßen geprüft, bevor das Schwein seinen Luxusleib unter behaglichem Geräkel tief in den nach Fäulnis duftenden Matsch versenkte. Oh arme Ananas, dachte ich. Aber du musst es ja nicht mehr miterleben.

Dem Schwein hingegen drohen noch zehn, zwanzig Jahre. Kurz vor unserem Abschied – von seiner Erdkruste geschützt, faulenzte es in der Nachmittagsonne – wagte ich, die Sprache darauf zu bringen. »Lui«, sagte ich. »Prinz«, korrigierte er mich. »Also Prinz Lui. Ist es für Eure Hoheit nicht sehr betrüblich, den Weg allen Fleisches gehen zu müssen wie wir Menschen? Staub zu Staub, keine blitzenden Messer und Würste, einfach nur der banale Tod?« – »Ja, ich werde wohl auf mein natürliches Ende warten müssen«, seufzte das Schwein. »Nie dürfen meine Koteletts und Würste das Glück von Pfanne und Grill erleben. Aber was soll ich machen? Wir müssen uns fügen in das, was der erhabene Schweinevater über den Wolken uns zugedacht hat – hast du noch was zu futtern?« Ich hatte noch und gab es ihm, mühsam meine Tränen unterdrückend. Gern hätte ich jetzt ein Messer zur Hand genommen und dem mampfenden Prinzen den Gnadenstoß gegeben. Ich gestehe, mir fehlte die Traute, und so überließ ich das Tier seinem Schicksal voll Sonne, Matsch und Ananas.

(Fotos: Heidemarie Niemann, Maximilian von Reumont, David E. Weekly, Robert Swanson)

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Aktuell
„Mein Herz bellt“Samstag 10.November.2012 12.02

Liebe Autoren und Mitwirkende,

die zweite Ausgabe von „Mein Herz bellt“ liegt nun vor Ihnen.
Das kostenlose online Magazin wird am 06.11.2012 veröffentlicht.
Wir freuen uns, wenn Sie ebenfalls ab diesem Zeitpunkt das online Magazin Ihren Kunden kostenlos zum Download zur Verfügung stellen.
Ob auf Ihrer Homepage, per Newsletter oder, sofern vorhanden auf Ihrer Facebook Fan Seite – je öfter das online Magazin veröffentlicht wird, desto mehr interessierte Leser erreichen wir.
Wie auch bereits bei der ersten Ausgabe gilt:
www.Tierversicherung.biz werden das Magazin nicht nur als Newsletter per E-Mail an ihre Kunden versenden, sondern auch auf www.hundemeldungen.de und der Fan Seite auf Facebook posten!
Für diese sehr erfolgreiche Zusammenarbeit möchte ich an dieser Stelle noch einmal recht herzlich Danke sagen.
Selbstverständlich danken wir auch allen weiteren Autoren und Mitwirkenden.
Durch Ihre Mitarbeit wird „Mein Herz bellt“ erst zu dem informativen und lesenswerten online Magazin.

Und noch ein weiteres Highlight:
„Mein Herz bellt“ wurde heute vom Haustierradio interviewt.
Das Interview können Sie sich unter
http://hundeimpressionen.de/meinHerzbellt/HTR_Specials_Mein_Herz_bellt.MP3
anhören
Also Öhrchen gespitzt J
Mein herzliches Danke schön für dieses Interview geht an Olli Sachse.
 
 
 
Mit herzlichen Grüßen aus der Grafschaft

Anja Kiefer
 
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