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Aktuell
Doggenschutz Kaffeeklatsch 9Montag 22.Septemper.2008 12.15

Und hier nun ein paar Eindrücke von unserem Kaffeeklatsch am 21. September 2008 in Pülsen. Es war wirklich ein sehr, sehr schöner Nachmittag! 






















by webmaster E-Mail        

Aktuell
BARON BENFreitag 01.August.2008 14.59








Ich war das nicht!



Liebe Grüße Baron Ben




 


Erfahrung ist nicht das, was einem zustößt. Erfahrung ist, was du aus dem machst, was dir zustößt.

Aldous Huxley (1894-1963), britischer Kulturkritiker und Essayist (Schöne neue Welt)


März 2010


Der "urlaubsreife" Baron schickt liebe Grüße





 


Wir haben den jungen Boxerrüden Baron in einer aufwendigen Aktion aus Polen von der Kette geholt und ihn zunächst - aufgrund von Pflegestellenmangel - bei Birgit in ihrer Tierpension untergebracht. Hier war Baron erstmal in Sicherheit und konnte in Ruhe fressen, sich mit Artgenossen anfreunden und das kleine Einmaleins lernen - was ihm sehr schwer fiel...





Durch einen Kontakt zu Herrn Greve von Canis kam ich an die Schwester des jetzigen Pflegeherrchens von Baron. Ich danke Werner Bresching über alle Maßen, dass er sich dazu entschlossen hat, Baron Ben - wie der hübsche Rüde heute heisst - zunächst in Pflege zu nehmen und nun im April 2009 zum dem Entschluss gekommen - den nicht ganz einfachen Boxerrüden in Dauerpflege zu behalten.



BaronBen bleibt im Besitz des Doggenschutzes und der Doggenschutz wird für die Tierarztkosten aufkommen.


Danken möchte ich an dieser Stelle Werner Bresching für die in Pflegenahme von BaronBen  und seine Patin Heidi Jahn. Sie setzt sich im Doggenschutz sehr stark für die in Not geratenen Boxer ein und hat für BaronBen auch eine Patenschaft übernommen!


Baron hat in seinem kurzen Leben bereits mehrere Stationen durchlaufen. Wir wissen nicht, was dieser Hund auf seinem bisherigem, unruhigem Lebensweg alles erlebt hat und wie mit ihm umgegangen wurde. Sicher ist aber - dass er grosse Probleme hat - sich mit Menschen anzufreunden. Zu gross müssen die Verletzungen gewesen sein.

Erst einmal benötigt er Zeit, Zeit um anzukommen und um Vertrauen aufzubauen. Zunächst einmal geht es nun darum, durch sorgsamen, richtigen Umgang weitere negative Einflüsse und Erfahrungen zu verhindern. Das Sammeln von positiven Erlebnissen ist für Baron enorm wichtig, wichtiger als das Einüben von Kommandos.


Baron möchte wie jeder Hund am Leben seines Menschen teilhaben, um den Anschluss nicht zu verpassen hat er die Lösung gefunden: Baron ist wie du und ich ein Lebewesen mit Erfahrungen, Eigenheiten, Stärken und Schwächen.


Baron hat in der Zwischenzeit an Selbstbewusstsein gewonnen und ist 100%ig gut mit anderen Hunden verträglich. Sein Grundgehorsam wird ständig weiter ausgebaut. Er kann schon eine kurze Zeit alleine bleiben.


 

by Doggenschutz E-Mail        

Aktuell
ROSALIE lebt nicht mehrSamstag 12.Juli.2008 15.32


 


Rosalie lebt nicht mehr


> >


Rosali ist vor wenigen Tagen im Alter von zehn Jahren in den Armen ihres Frauchens, bei der sie in den letzten drei Jahren leben durfte, gestorben. Rosali ist eng mit mir und der Doggen-Nothilfe verbunden.


 


2005 ist es uns gelungen - nach fast fünfjährigem erfolglosen Bemühens- diese „Zuchthündin“ aus elenden Lebensbedingungen für eine sehr hohe Geldsumme freizukaufen. Rosali war damals eine kranke und biologisch früh gealterte Hündin ( siehe unser Bericht von 2005 ). Von diesem Tag ab durfte Rosalie, die nie zuvor ihren einsamen Käfig verlassen konnte, mit Menschen, die sie liebten, zusammenleben. Sie hat spielen gelernt, Kontakte zu anderen Hunden aufgebaut, viele Löcher im Garten gebuddelt und ist mit ihrem Menschen zu Spaziergängen unterwegs gewesen. Vor einem Jahr hat sie eine rechtzeitig erkannte Magendrehung (Operation) überstanden.


 


Nun ist Rosali tot. Sie stand und steht für die vielen anderen Doggen, die als „Zuchttiere“ ihr armseliges und eintöniges Leben fristen müssen in Zwingern, die Zuchtverbänden angehören oder bei sog. „Schwarz-Züchtern“. Für den dort so isolierten Hund sind die Unterschiede gering, wahrscheinlich eher unwesentliche, denn im Vordergrund steht das Erleiden von sozialer Ausgrenzung und Monotonie.


 


Vor 22 Jahren habe ich folgenden Text geschrieben, der immer noch gilt. Für Rosali und all die anderen Hunde in eintönigen Käfiganlagen, in Ställen und Schuppen und Kellern. Hinzufügen möchte ich diesen Überlegungen aber heute ( 2008 ), dass ich neben allen anderen Gefühlen eine immer tiefere Dankbarkeit empfinde für das Glück mit einer Dogge an meiner Seite leben zu dürfen.


 


Eva B.-Gorski/Doggen-Nothilfe


 


>„Ein Hund wird im Zwinger gehalten.“


 


Auf der Suche nach möglichen Erklärungsansätzen für das immer wieder gelegentlich auftretende Geschehen, dass Hunde Menschen schwer verletzen oder töten, gibt es sicher mehrere Faktoren, die einen Erklärungswert haben könnten.


 


Die in der vorliegenden Diskussion genannte „Zwingerhaltung“ scheint mir eine wesentliche Rolle in diesem Zusammenhang zu spielen. Deshalb möchte ich diese Überlegungen noch etwas weiter differenzieren. 


 


Vorweg sei gesagt, dass ich weder Verhaltensforscher noch Tierarzt bin, sondern Pädagogin mit biologischen Grundkenntnissen. Und ich möchte noch voran stellen, dass mir mein Leben, ohne meinen Hund an meiner Seite, unsagbar ärmer erschiene. 


 


„Zwinger-Leben“ bedeutet für ein so hoch organisiertes Säugetier, wie es ein Hund ist, lebenslange Isolierhaft. Ein Lebewesen mit einem äußerst differenzierten Nervensystem, geworden in jahrtausende langen phylogenetischen Erfahrungen und konstruiert, um soziale Beziehungen zu knüpfen und zu erwidern, um vielfältige Umwelt zu erforschen und um zu spielen, um neue Erfahrungen zu machen und Widerstände zu überwinden, um daraus zu lernen, ist nun begrenzt auf ein eingezäuntes Stückchen Land, in der Regel ohne Artgenossen.


 


Vielleicht ist von diesem Zwinger ein Blick auf das „Leben da draußen“ möglich, aber, so, wie ein junges menschliches Kind „Welt“ nicht nur sehen will, sondern unmittelbare sinnliche Erfahrungen und eigenes Tätigwerden braucht, so zieht auch die attraktivste Umwelt außerhalb des Zwingers für den darin lebenden Hund nahezu unverwertbar vorüber.


 


Es entspricht einer grundlegenden Entwicklungslogik hoch organisierter lebendiger Systeme, dass pathologische Lebensbedingungen Hirnsysteme ( und damit Verhaltenssysteme ) dazu zwingen, pathologisch zu funktionieren. So ist die Erscheinung des das menschliche Kind zerfleischenden Hundes ( der in der Menschenwelt lebt ) nicht das Wesen des Hundes, sondern Ausdruck individueller Deformation als Folge von Isolation. Wobei das Ausmaß der Deformierbarkeit durch isolierende Bedingungen bereits einen Indikator für die Entwicklungshöhe eines Lebewesens darstellt.


 


Entscheidend ist nicht die Größe oder „Schönheit“ eines Zwingers, entscheidend ist der Mangel an sozialen und dinglichen Beziehungen für den Hund, der darin leben muss. Deshalb kann auch die Frage nach dem „reichlichen Auslauf“ für die Lebensqualität eines Hundes nur ein sekundärer Aspekt sein. Bedeutsam ist die Art der Mensch-Hund-Beziehung ( wenn es keine beständigen Kontakte zu Artgenossen gibt ). Aus der Qualität dieser Beziehung ergibt sich notwendigerweise die Achtung des Menschen vor den Lebensbedürfnissen seines Hundes ( die weniger modifizierbar sind als die des Menschen ). Dann kann es auch nicht geschehen, dass ein Hund „vermenschlicht“ wird, denn damit würde er als „Ersatz für Etwas“ benutzt, statt seine Einzigartigkeit als Hund als Bereicherung eines Menschenlebens erfahrbar zu machen. 


 


Zwischen der „Haltung eines Hundes im Zwinger“ und dem „Leben mit einem Hund“ liegen Welten. Nie wird der Mensch, der seinen Hund ( als Alarmanlage oder Dekorationsobjekt ) hinter Gittern sein eintöniges Leben fristen lässt, zu der beglückenden Erfahrung gelangen, was ein Hund eigentlich ist. Insofern gilt mein Bedauern auch diesen Menschen, zumal diese oft gutgläubig der Ansicht sind, Zwingerhaltung sei eine „natürliche Hundhaltung“; tatsächlich stellt diese aber eine totale Perversion der „natürlichen“ Lebensbedingungen eines Hundes dar. 


 


Ob und wie intensiv ein Zwingerhund leidet, wissen wir nicht sicher, aber ich wünschte, dass Menschen, die ihre Hunde so einsperren ( oder auch „aussperren“ aus allen sozialen Bezügen ), wenigstens einen Hauch jener Qual der Langeweile und Monotonie – die ich dort vermute – spüren mögen. Das zu erspüren, wäre eine Minimalforderung an uns Menschen, in der Erkenntnis unserer mit den Hunden gemeinsamen Säugetierbasis und unserer einzigartigen menschlichen Möglichkeit, über uns und unser Tun nachzudenken.


 


Eva B-Gorsiki  1986>

by Doggenschutz E-Mail        

Aktuell
Danke Jörg!Freitag 30.Mai.2008 13.16


Jörg ist der Doggenschützer des Monats! Ohne ihn hätten wir alle ganz schön
alt ausgesehen - allen voran Jacko!


DANKE für die spontane Hilfe!! Jörg hat Jacko spontan von seinem alten
Pflegeplatz weggeholt und ihn auf einen Pflegeplatz im Grossraum Bayern
gebracht. Er ist über 1.100 KM dafür an einem Tag gefahren.


DANKE!!

by webmaster E-Mail        

Aktuell
ErikaDienstag 22.April.2008 15.17

Wer weiss denn,
ob das Leben nicht Totsein ist und Totsein Leben?


Euripidis


Heute Morgen gegen 9:00 Uhr ist meine liebe Freundin und Wegbegleiterin des Doggenschutzs - Erika Baums ihrem schweren Leiden erlegen.


Nachruf Erika Baums


 


Ein großes Herz für die Deutsche Dogge – es hat aufgehört zu schlagen. Eine Meisterin der Empathie, des Mitgefühls für Tiere, ist jenen nachgefolgt, die sie hier so sehr vermisst hat. Eine Virtuosin der Diplomatie, der es gelungen ist, gleichzeitig drei verschiedene Doggen-Schutz-Orgas zu unterstützen und zu begleiten, hat ihr helfendes Instrumentarium aus der Hand gelegt.


 


Wir trauern um Erika Baums!


 


Und wir wünschen ihr so sehr, dass ihr „Bubbelchen“, ihr in der diesseitigen Welt seit vielen Jahren nur noch in der Urnen-Asche auf dem Nachttische manifeste, weil doch so sehr geliebte Doggenrüde sie dort abgeholt hat, wohin wir sie nicht begleiten konnten.


 


Mit Ausdauer, Geschicklichkeit und mit von eigener tödlicher Krankheit ungebremstem Interesse hat Erika Baums immer lebhafte, ideell begleitende und materiell unterstützende Anteilnahme an den Schicksalen der Tiere des Doggenschutzes und der Tiere der Tierfreunde Niederbayern genommen.


 


Dem Doggenschutz war Erika Baums insbesondere auch durch das Notpferd Bronco, hier „Otti“ genannt, sehr eng verbunden. Schale Lippenbekenntnisse waren dabei ihre Sache nicht. So tief war ihre Empathie, so konsequent ihre Anteilnahme, so tief ihr Hineinfühlen, dass Otti ihr immer wieder im Traum begegnete. Auch nach dem Tod des von ihr und ungeachtet räumlicher Entfernungen so sehr geliebten Pferdes blieb diese energetische Verbindung bestehen. Botschaften aus jener Welt, in die sie jetzt für immer und für uns so schmerzlich hinübergewechselt ist, besagten, ihrer Freundin Lydia sei nun das Pferd „Lausbub“ geschickt, damit sie, die bewunderte und unterstützenswerte Tierschützerin, Freude habe!



 


Erika Baums, sie konnte das Entsetzen über die Grausamkeiten dieser Welt, deren ungebremste Verwüstungen an Tieren uns alle so sehr beschäftigen, in Hoffnung umlenken. Ganz praktisch, ganz anfassbar, sichtbar. Das Beispiel der augenlosen Doggenhündin Kukschi der Tiefreunde Niederbayern, Gabi Hesel, sei hier genannt. Vermutlich wurden der Hündin die Augen ausgestochen. Das Entsetzen, den Schmerz über so viel Leid, schnitt Erika Baums in nachstehendes wunderbares Bild und schrieb dazu: „Es gibt ein Märchen der Gebrüder Grimm, das heißt . Im Verlaufe dieser Geschichte wurden dem Königssohn beide Augen ausgestochen. Er hatte aber einen treuen Begleiter, einen Löwen. Dieser führte ihn an einen Bach mit heilkräftigem Wasser. Nachdem der Königssohn seine leeren Augenhöhlen dreimal benetzt hatte, waren seine Augen klar und heil wie zuvor.


Solch ein Bächlein müsste man für Kukschi finden. Küsse auf leere Augen sollen angeblich auch helfen.....“



 


 


 


Und all das auch noch angesichts eigener tödlicher Krankheit, von Chemotherapien gezeichnet, von zusätzlichen Komplikationen beschwert. Und auch hier wieder ein Vorleben, das jeden Nacheifer vor hohe Hürden stellt: mit tief beeindruckendem Humor, am Galgen baumelnd, der dennoch seine Menschlichkeit nicht verliert.


 


Erschreckt, verstört und traurig rufen wir ihr nach. Mit der Hoffnung, ihr hier in dieser Welt wenigstens ansatzweise gezeigt zu haben, was uns ihre Unterstützung, ihre Treue, ihre Anteilnahme und ihre Hilfe bedeutet hat, kramen wir in alten Emails, Briefen, Scherenschnitten, erinnern uns an Telefonate, Besuche ( Gabi Hesel ) und Kontakte.


 


Der Verlust bleibt unersetzlich. Ihre Person war es! Und hoffentlich können wir uns diese besondere Energie bewahren, die sie uns zurückgelassen hat, bei aller Anteilnahme am Schicksal unserer Tiere, bei allem selbstkritischen Humor nicht die tiefe Klippe der Misanthropie hinabzustürzen.


 


Danke, Erika Baums, dass du da warst, dass du bei uns und unseren Tieren warst, dass du uns deine besondere Form von Menschlichkeit hast spüren lassen! Das Versprechen – gewagt, aber der Versuch gesichert: wir, die Unterzeichneten, werden stets versuchen, dir ein ehrendes Andenken zu bewahren.


 


Im April 2008


 


gezeichnet: Gabi Hesel, Tierfreunde Niederbayern & Lydia Muus, Doggenschutz

by Doggenschutz E-Mail        

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