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FinjaSonntag 12.Dezember.2010 12.40

Im März erhielt ich einen Telefonanruf von einem Mann, der mir sagte, er müsse seine junge Dogge ganz schnell abgeben, da diese Angst vor den Kindern habe. Er käme mit diesem Hund, den er wohl über das Internet von einem sogenannten „Schwarzzüchter“gekauft hatte, nicht zurecht. Außerdem hätte die Hündin auch ihn schon „gebissen“ und er habe Angst vor ihr. Erst dann fragte ich nach dem Alter des Hundes, FINJA war damals vier Monate jung, also gerade im beginnenden Zahnwechsel. Menschen, die von ihrem Welpen beklagen, dass dieser sie beißen würde, sollten keinen Hund aufziehen. Innerhalb eines Tages konnten wir FINJA dort wegholen in eine Pflegstelle. Anfangs zeigte sich dieses Hundekind dort recht verunsichert und ängstlich, aus dieser Grundstimmung heraus knurrte und bellte sie alles Fremde an.


Zwei Monate später konnten wir FINJA auf unserer Internetseite unter der Rubrik: „Zuhause gesucht“ mit folgendem Text anbieten:
FINJA Die sechsmonatige Hündin ist derzeit in einer Pflegestelle (Raum Stade), in der sie die Möglichkeit hat, vertrauensvolle Kontakte zu Menschen und anderen Hunden zu gestalten. Sie hat inzwischen grundlegende Benimmregeln der Menschen und Hundewelt gelernt. FINJA ist alterstypisch spielfreudig und agil und doggentypisch menschenbezogen und sensibel. Es sollten sich nur Menschen melden, die ausreichend Hundeerfahrung, Zeit, Platz und Geld haben, um einen so anspruchsvollen jungen Hund wie eine Dogge aufzuziehen. Die Menschen, die FINJA ein Zuhause geben wollen, müssen bereit sein zu liebevoller und konsequenter Erziehung und zur Teilhabe der Hündin am Leben der Menschen. Haus und ein eingezäunter Garten sind selbstverständlich und der Besuch einer Hundeschule wäre erwünscht. FINJA kann derzeit höchstens 2 Stunden allein gelassen werden, vielleicht ist das schon zu viel. Wo sind die Menschen, die diese Hündin mit auf ihren Lebensweg nehmen?
Eva Gorski


Nach der ersten Nacht in der Pflegestelle schrieb Frau B.
Hallo liebe Frau Gorski ich wollte Ihnen kurz von Finjas erster Nacht berichten. Alles läuft soweit gut. Sie ist natürlich immer auf der Suche nach Futter und frißt auch ihren eigenen Kot, wie die Vorbesitzer berichteten. Gestern hat sie dann relativ schnell Ruhe gefunden und sich in den Korb unserer Hündin gelegt. Fressen tut sie gut und scheint soweit recht gesund zu sein. Um die Augen hat sie relativ wenig Fell. Ich werde das noch etwas beobachten und sie ggf. noch wegen Milben untersuchen lassen. Sie kratzt sich aber ansonsten nicht übermäßig und hat auch sonst keine kahlen Stellen. Heute rief mich Herr S. noch einmal an und fragte, ob man (also wohl er) nicht doch mit dem Hund arbeiten könne, damit sich das Verhalten bessert. Ich habe ihm davon abgeraten, denn natürlich kann man daran arbeiten, aber ja nicht in seiner Situation und mit 3 kleinen Kindern. Ich hoffe er hat es jetzt auch wirklich eingesehen. Umso besser, dass wir den Vertrag ausgefüllt haben. Ich habe vorhin schnell ein paar Bilder gemacht, damit Sie schon mal einen Eindruck von der kleinen Maus bekommen.


In der Pflegestelle bei Frau B. hatte FINJA viele Anregungen, um die Umwelt zu erkunden und Möglichkeiten unterschiedliche Hunde zu treffen, um Regeln des Hundeverhaltens zu lernen. Als wir überlegten, ob und wie wir nach einem Endzuhause suchen sollten, schrieb Frau B.
Liebe Frau Gorski generell ist es denke ich für Finja schon gut, einen weiteren Hund dabei zu haben. Ich kann noch nicht beurteilen, wie sie sich bei zwei Hündinnen einfügen würde. Sie hat hier nach wie vor viel Kontakt zu anderen und probiert natürlich schon das ein oder andere aus. Insgesamt ordnet sie sich aber gut ein und ggf. unter. Auch bei unseren beiden Hunden gibt es nach wie vor keine Probleme. Finja akzeptiert die Zurechtweisungen und ihren Status in unserem kleinen Rudel. Ich denke Kinder sind für Finja generell auch kein Problem. Sie ist Fremden gegenüber inzwischen recht aufgeschlossen, da ichsie immer viel Kontakt zu Kunden haben lasse. Hin und wieder verbellt sie noch den ein oder anderen, entscheidet sich aber dann schnell für dieStreicheleinheiten.



Ein Bild aus der Pflegestellen-Zeit


Es meldeten sich mehrere interessierte Menschen, die aber nicht unseren Anforderungen entsprachen. Dann nahm Frau Viquez. zu uns Kontakt auf und wollte so gern Finja zu sich aufnehmen Das ist die erste Begegnung in der Pflegestelle. Und nur wenige Tage später (nachdem wir das neue Zuhause überprüft hatten) durfte FINJA zu ihren neuen Menschen ziehen.


Frau B. mailte an uns:
Finja ist gerade abgereist und gern mitgegangen. Frau Viguez kam mit Ihrem Bruder und dessen Freundin (auch das zeigt ja das große Interesse an Finja). Wir haben noch einige Dinge besprochen und ich habe Futter mitgegeben. Frau Viguez hat sich herzlich und überglücklich bedankt und wird uns bei Gelegenheit Fotos von Finja und ihrem neuen Freund Benny schicken. Wir haben sie zwar ungern her gegeben, aber wissen auch, dass es ihr dort gut gehen wird. V.a. für viele Streicheleinheiten ist gesorgt. Also hat auch Finja ein schönes Zuhause gefunden und wir freuen uns mit ihr. Ihnen erst einmal weiterhin alles Gute und viele solcher Erfolge bei Ihrer Arbeit!



FINJA in ihrem neuen Zuhause mit ihrem Hundefreund BENNY


Es besteht weiterhin ein enger Kontakt zwischen uns und FINJAS neuer Familie Auszüge aus den Berichten der Frau Viquez: Mail vom 21.06.2010
Hallo Frau Gorski, Finja ist für mich, meine Familie und meinen Rüden Benny eine riesen große Bereicherung!! Sie ist ein wundervoller Hund...!! Ich möchte mich, und im Namen meiner ganzen Familie und meinem Rüden Benny, vom ganzen Herzen bedanken, dass Sie uns ermöglicht haben, die Maus Finja zu bekommen. Ich kann nur schwärmen von ihr. Sie ist ein Traum von Hund. Vom ersten Tag an hat sie sich wohlgefühlt. Alles wurde neugierig betrachtet. Das Schlafen im Bett findet sie besonders klasse. Sie holt sich den lieben lang Tag sämtliche Streicheleinheiten ab, animiert Benny zum Spielen und könnte den ganzen Tag essen (wenn es nach ihr ginge). Auf dem Sofa wird dann Mini-Hund gespielt, denn die Dame möchte auf dem Schoss liegen (soweit man es Schoss nennen kann, bei der Größe). Das Spazierengehen klappt wunderbar. Sie hört, sie entfernt sich nicht weit von einem und gebadet wurde auch schon (Benny badet gern, und alles was er macht, wird natürlich auch gemacht). Zu allem und jeden ist sie absolut lieb und aufgeschlossen. Mein Pferd Tyson hat sie am Wochenende auch schon kennengelernt. Den findet sie klasse. Das besondere an ihr ist, wenn sie was interessant findet, rennt sie nicht gleich wie eine Verrückte darauf zu, sondern es wird langsam begutachtet und dann als gut befunden. Mein Pferd fand die Art super und die beiden haben Nase an Nase geschnüffelt. Süßes Bild war das...! Finja hat ja schon am Donnerstag, beim ersten Treffen, die Herzen von meiner Familie, Benny und mir erobert, aber eins möchte ich noch hinzufügen: Diese Maus geben wir nicht mehr her!! Ich kann nur sagen, dass Frau Bée tolle Arbeit geleistet hat. Sie und ihr Mann haben Finja wohl zu dem gemacht, was sie jetzt ist...und sie ist ein Traum!! Ich hoffe, Sie kommen uns eventuell mal besuchen. Wir würden uns freuen. Ich habe ein paar Fotos mitgeschickt. Damit Sie sehen können, wie die kleine Maus sich bei uns macht (sind zwar nicht die Besten, aber es kommen bessere nach). Vielen lieben Dank für Alles! Liebe Grüße, auch an Ihre Kollegin. Daniela und Familie Zuniga Viquez, Benny und Finja


Mail vom 07.07.2010
vielen lieben Dank für die Bilder von Finja. Das war einer der schönsten Tage...der Abholtag der süßen Maus Finja!! Schön, von dem Tag jetzt Bilder zu haben. Es freut mich zu hören, dass Sie Frau Gorski berichtet haben, wie wohl sich die Maus bei uns fühlt. Ich muss auch sagen, ich bin soooooooooooooo... überglücklich (einschließlich meiner Familie), dass wir Finja bei uns haben. Sie ist eine so große Bereicherung für mich, meine Familie und Benny. Nochmals vielen Dank!! Sie passt auch einfach wunderbar in unsere Familie!


Mail vom November 2010
Ich kann nochmals, und immer wieder aufs Neue nur sagen, Finja ist fantastisch. Meine Begeisterung kann ich gar nicht in Worte fassen. Finja geht es wunderbar. Sie ist am Dienstag letzter Woche nun schon ein Jahr alt geworden. Ich muss sagen, die Zeit vergeht wie im Fluge... Sie hat sich super entwickelt. Sie ist gesundheitlich in bester Verfassung und ist munter und super agil. Seit einem Monat gehe ich und mein Partner mit den Beiden zum Hundeplatz (mit Benny war ich ja schon vor einem Jahr für ca. knapp zwei Jahre auf einem Hundeplatz). Mein Partner und ich teilen uns diese Aufgabe und haben es als gemeinsames Hobby angenommen. Ich trainiere mit Finja und mein Partner mit Benny. Auf diesem Platz gibt es auch eine Agilitiy-Gruppe und wir machen dort seit letzten Samstag mit (die Trainerin sagte, ich solle bis zum 12. Monat bei Finja abwarten). Finja hat tierisch viel Spaß dabei und lernt sehr schnell. Zuhause hat sie immer noch genauso viel Blödsinn im Kopf wie immer. Sie kommt auf die komischsten Gedanken und hält uns immer alle auf Trab. Und Benny muss auch immer noch ab und an hinhalten und sich ihre drolligen fünf Minuten antun Sie hat sich so wunderbar entwickelt und ist zu einer richtigen kleinen Lady herangewachsen. Sie ist nochmal um Einiges gewachsen und hat eine wundervolle Figur. Sie hat zwar immer Appetit und könnte alles essen, was ihr in die Quere kommt, aber da sie sehr viel spielt und immer mit uns unterwegs ist, hat sie keinen Gramm zu viel drauf. Sie ist eine wunderschöne Hündin... Oft beobachte ich Finja und kann es manchmal kaum fassen, dass ich sie habe. Es kommt mir manchmal vor wie ein Traum, da sie so perfekt in unsere Familie passt und einfach nur umwerfend ist. Ich kann nur schwärmen von ihr. Sie und Benny sind ein unglaublich süßes Paar und die Beiden sind unzertrennlich. Zwei Hunde zu halten, ist ein absoluter Traum. Den Beiden beim Spielen zuzugucken ist besser wie jeder Film. Wir, meine Familie und ich, würden uns sehr freuen, wenn Ihr uns mal besuchen kommen könntet oder wir uns vielleicht mal irgendwo treffen könnten. Ich würde so gern wollen, dass Ihr Finja sehen könntet, wie sie sich gemacht hat und Ihr sehen könntet, wie gut es ihr geht und wie schön das alles klappt. Diese Freundschaft mit Benny und Finja ist kaum in Worte zu beschreiben, das muss man einfach gesehen haben. Ich kann mich nochmals tausend Mal bedanken, dass Ihr es mir und meiner Familie ermöglicht habt, diese süße Maus zu uns zu nehmen. Ich wünsche alles gute und liebe Grüße Daniela, Familie, Benny und Finja


Wir sind froh und dankbar, für FINJA diese Menschen gefunden zu haben. Eva Gorski / Doggen-Nothilfe Dezember 2010

by webmaster E-Mail        

Vermittelt
GustavDonnerstag 02.Dezember.2010 11.02

Vermittelt !!!


 


Wir haben den jungen Rüden (ca. 18 Monate)  aus einer reinen Zwingerhaltung freikaufen können.


GUSTAV hat wohl sein ganzes bisheriges Leben ohne Anregung und Lernmöglichkeiten  und ohne beständigen Kontakt zu Menschen verbringen müssen. Vermutlich hat es auch an Möglichkeiten zum Spielen mit anderen Hunden gefehlt.


GUSTAV lebt seit einigen Wochen in unserer Pflegestelle bei Rosi Kehler, die Folgendes von ihm berichtet:


Er sucht die Nähe zu Menschen,  will gestreichelt werden und will gefallen. Die Abneigung gegenüber Männern ist nahezu abgebaut, der Kontakt zu Frauen und Kindern wird bevorzugt.


Hündinnen gegenüber ist der Jungrüde noch unsicher,  in der Begegnung mit anderen Rüden gibt es derzeit noch Schwierigkeiten, doch lässt sich GUSTAV – an der Leine -  an anderen Hunden vorbeiführen, da ein gewisser Grundgehorsam vorhanden ist.  An dieser Problematik wie auch an der Leinenführigkeit wird intensiv gearbeitet.


GUSTAV fährt gern Auto und möchte immer bei seinen Menschen sein.


Wo sind die Menschen, die mit GUSTAV leben wollen, die ihn an ihrem Alltag teilnehmen lassen?


Menschen, die mit ihm eine Hundeschule besuchen, damit er zusammen mit anderen Hunden die sozialen Regeln der Menschen-und Hundewelt erlernen kann?



 
Gustav ist rechts auf dem Bild 



 



 


Kontakte:


Eva Gorski  04302-1813 (bis 20 Uhr)                                  Rosi Kehler       038374-80561     (nach 20 Uhr)


 

by Lydia Muus E-Mail        

Vermittelt
BrutusSonntag 07.November.2010 18.39

Im November 2007 gelang es uns mit tatkräftiger Hilfe von Kerstin Lenz (Tierschutzverein Demmin) drei Doggen aus elenden Verhältnissen freizukaufen. Zwei Rüden und eine Hündin, stark verwahrlost, stinkend, voller Flöhe und Milben, hinter engen Verschlägen. Die Halterin hatte noch 20 weitere Hunde; zwei Windhunde sind schon vor unserem Eintreffen von Tierschützern gerettet worden. Unsere drei Doggen, BRUTUS, FRANZ und NANE wurden von Frau Lenz aufgenommen. NANE war so schwer behindert, dass sie ins Auto getragen werden musste. Für FRANZ gab es den Glücksfall, dass er ziemlich schnell neue Menschen, die ihn zu sich genommen haben, gefunden hat. Die Hündin NANE (ca zweijährige, wahrscheinliche Vollschwester von BRUTUS) konnte noch einige Tage in engem Menschenkontakt mit Frau Lenz leben. Diese hat sie immer wieder auf das Sofa gehoben, was die Hündin so genossen hat. Doch dann erwiesen sich die Schädigungen der Wirbelsäule als so stark, dass wir NANE einschläfern lassen mussten (mehr zu NANA in der Rubrik „Wir erinnern..).


Die erste Vermittlung von BRUTUS verlief nicht erfolgreich. Kerstin Lenz musste ihn als mageren und psychisch verstörten Hund nach wenigen Monaten zurück nehmen. Wir suchten ein neues Zuhause für ihn mit folgendem Text auf unserer Home Page:
Brutus (siehe unser Notfall-Bericht vom November 2007) sucht immer noch ein bleibendes Zuhause bei doggenerfahrenen Menschen, die mit ihm leben wollen. Brutus ist ein zweijähriger kastrierter Rüde, ängstlich und sozial unsicher gegenüber Menschen (vor allem Männern) und anderen Hunden. Er braucht ein sicheres Zuhause mit engem Menschenkontakt und Erziehung mit vielen Möglichkeiten zum Lernen. „Seine“ Menschen müssen bereit sein zu akzeptieren, dass er ihnen zunächst überall hin folgt aus Angst wieder alles, was er dringend braucht, zu verlieren. Für diesen Hund gab es keine Kindheit, er muss jetzt so viel nachholen. Natürlich benötigt Brutus auch Grenzen (auf dem Hintergrund von Vertrauen und Beziehung), um seine soziale Position in einer Menschenwelt und in der Begegnung mit anderen Hunden zu finden. Wer fühlt sich angesprochen? Notfalls würde auch eine Pflegestelle helfen.
Kontakt: Eva B.-Gorski, Doggen-Nothilfe, Tel.: 04302-1813
Kerstin Lenz, Tierschutz Demmin, Tel.: 03998-201826


Dann meldete sich Frau B. telefonisch bei mir und wir hatten viele sehr ausführliche Gespräche miteinander. Im Oktober 2008 war es endlich so weit, dass Frau B. BRUTUS kennen lernen konnte. Über diese Erstbegegnung hat sie uns folgendes berichtet:
Hallo Frau Gorski!
Wie versprochen: unser Leben mit Brutus Nachdem ich an einem Sonntag auf Ihre Internetseite geschaut habe und die Geschichte von Brutus gelesen habe, wusste ich eines. diesem Hund wollte ich ein neues Zuhause geben. Ich rief Sie an und Sie reagierten sehr freundlich aber auch zurückhaltend, was ja zu verstehen ist. Sie leiteten mich weiter zur Frau Lenz, in deren Obhut sich Brutus befand. Auch Sie sehr sehr nett aber zurückhaltend. Auch das verstehe ich jetzt. Ich bin ein sehr impulsiver und spontaner Mensch und ich wäre am liebsten ins Auto gesprungen und die knapp 800 km nach Demmin gefahren, aber Sie haben mich gestoppt. Erst musste ich mich einem Kontrollbesuch eines ebenso netten Herrchens mit einem noch netteren Doggenrüden namens Bismarck unterziehen. Gott sei Dank wird dieses so gehandhabt, denn eine Dogge ist kein Schoßhündchen, braucht viel Platz und vor allem viel viel Liebe und Zuneigung, aber das alles war ich ja bereit zu geben. Aber zuerst musste ich meinen gebuchten Urlaub absolvieren um anschließend endlich nach Demmin fahren zu können. Auch gut! Gesagt getan. Es war Liebe auf den ersten Blick. Er schmusste sich direkt total ergeben an mich ran und folgte mir direkt. Er mochte mich auch, juchhu!!!!!!!!! Eine Hotelübernachtung noch ohne Ihn. Am nächsten Morgen war es dann endlich soweit, nachdem ich Schutzvertrag usw unterschrieben hatte. M e i n Hund stieg in mein Auto und wir fuhren die lange Strecke nach Hause, in sein letztes zuhause, das ist ganz sicher, denn was sich einmal unter meinen Gluckenflügeln befindet wird nicht mehr ausgelassen. Also auf, er war so brav und machte keinerlei Zicken. Zu Hause warteten mein Mann und 3 Hundedamen ( LOLA, PAULA und CHEYENNE ). Er kam, wurde gesehen und siegte auf der ganzen Linie. Auch unsere 4 Katzen beschnupperten ihn bewundernd. Mensch war ich froh! Mein Mann war auch sehr glücklich, das Brutus ihn nicht überragte. Er verfolgt mich seitdem auf Schritt und Tritt, eine Leine brauche ich nicht, er ist immer und ü b e r a l l an meiner Seite. Anfängliche Schwierigkeiten wie das runtergehen auf einer Treppe stellen kein Problem mehr dar. Seine Fressanfälle kein Problem, sei Ihm gegönnt. Wenn ich Ihn einmal alleine lasse, höchstens für eine Stunde betätigt er sich als Angstschisser, kein Problem irgendwann weiß er , dass er nicht alleine gelassen oder zurückgebracht wird. Er ist leidenschaftlicher Autofahrer, verträgt sich nachdem ich ihm erkläre wer oder was da auf ihn zukommt, mit allen. Wenn er mal murmelt, kriegt er einen Klapps, wenn er Essen klaut lob ich Ihn nicht, aber er versteht sowie so alles sehr schnell und ist sehr intelligent, dann tut er auch das nicht mehr. Er spielt und tobt mit den anderen und wirkt jetzt schon sehr selbstbewusst. Wir gehen in die Hundeschule, dass macht uns beiden Spaß, er kann zwar sitz, Platz usw aber schaden kann es ja nicht. Ich möchte diesem Hund so viel als möglich bieten, damit er Freude am Leben findet. Er macht auch viel Arbeit, steht überall im Wege, aber das alles wusste ich vorher und wir lieben Ihn .Ich kann nur an jeden appellieren der dieses hier liest, wenn er sich einen solchen Hund in sein Haus holt, ist dies eine große Verantwortung, das ist kein Möbelstück, was ich umtauschen kann, hier geht es ums ,, bis das der Tod uns scheidet,,!
Liebe Grüße von G. B.


Mich hat diese Schilderung von den ersten Tagen in BRUTUS neuem Zuhause sehr angerührt und ich stellte folgende Nachricht auf unsere Home Page:
Unser BRUTUS hat zum ersten Mal in seinem Leben ein liebevolles und sicheres Zuhause
In den vergangenen Monaten hatten wir – das Team der Doggen-Nothilfe- junge Doggen-Rüden, die bisher nur im Zwinger leben mussten an Menschen vermittelt, mit denen ausführlich darüber gesprochen wurde, welche Schwierigkeiten mit diesen neuen Familienmitgliedern zunächst auftreten würden und wie groß der Einsatz an Zeit, an Zuwendung und Erziehung sein müsse. Trotzdem kamen alle von uns vermittelten jungen Rüden zurück, darunter auch Brutus. Dann gab es den Kontakt zu Frau B., die Brutus bei sich aufnehmen wollte. Als Frau B.den jungen Rüden von Frau Lenz abholte, warteten wir in den ersten Tagen auf die Mitteilung von ihr, wir sollten unseren Hund wieder zurückholen. Aber entgegen allen unseren Erwartungen blieb es ruhig. Etwas später rief ich bei Frau B. an und sie erzählte mir, dass sie diesen Hund nie wieder hergeben würde. Er sei immer an ihrer Seite, teilweise ohne Leine und sie besuche mit ihm eine Hundeschule. Nur wenn er für kurze Zeit allein bleiben müsse, sei er ein „Angstschisser“ (Er kotet wirklich ein). Welch eine menschliche Größe steckt hinter dieser Aussage! : Frau Bocklet kann das Verhalten dieses Hundes verstehen als Ausdruck von Angst, existenzieller Angst, wieder allein gelassen zu werden. Viele andere Menschen hätten uns den Hund zurückgegeben mit der Begründung, er sei unsauber. Brutus gehörte zu den „Drei Notfällen“ (Nane, Franz und Brutus). Alle diese Hunde sind vermutlich geschlagen worden und haben, als wir sie befreien konnten, in fensterlosen Räumen gelebt.


Ich bekunde Frau B. ausdrücklich meinen Respekt und meine Dankbarkeit dafür, dass sie Brutus ein sicheres Zuhause gibt. Liebe Frau B., ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie mit Brutus und den anderen Tieren ein zufriedenes und ereignisreiches Zusammenleben. Eva B.-Gorski November 2008
Bei der Durchsicht der Unterlagen über vermittelte Doggen fielen mir wieder die Texte um BRUTUS in die Hände. Ich schrieb an Frau B. und bat um Rückmeldung, wie es ihr und BRUTUS bisher ergangen sei. Hier auszugsweise ihre Antwort:
Hallo Frau Bergemann-Gorski, freut mich, wieder mal von Ihnen zu hören. ….. Brutus: ist der größte Schatz überhaupt. Er hat sich zu einem stattlichen, sehr selbstbewussten Rüden entwickelt.


Ich bin mir sicher, dass er weiß...ich bin angekommen.....Er kann mittlerweile auch mal alleine bleiben, er bleibt liegen, wenn wir aufstehen, er schmust mit jedem und allem, angefangen von unseren anderen Hunden, über Katzen, Kaninchen, alle Zweibeiner sowieso. Er hört auf´s Wort, geht wahnsinnig gerne spazieren, tobt mit seinen Freunden über´s Feld, einfach ein super toller Kerl. Natürlich total verwöhnt, die Unterlagen können gar nicht weich genug sein auf denen er liegt, am liebsten ganz nah angekuschelt in Mama´s Bett. Super gerne ist er natürlich am Ostsee Hundestrand, dort kann er sich wunderbar und stundenlang zum schnüffeln und spielen aufhalten.


Also, wir könnten uns ein Leben ohne Brutus überhaupt nicht mehr vorstellen und hoffen inbrünstig,dass er uns noch sehr lange erhalten bleibt. Er ist noch putzmunter, nur mit seinem Auge sind wir natürlich in Dauerbehandlung, aber noch sieht er ganz gut und wir brauchen nur tägliche besondere Pflege, es tränt sehr stark, und Salbe. Das war´s. Ich hoffe, dass es Ihnen persönlich und allen Mitarbeitern, insbesondere Ihrer Orga gut geht und sie weiterhin diesen tollen Tieren helfen. Ganz liebe Grüße und nochmals vielen Dank , dass wir Brutus kennen lernen durften.
G. B. August 2010

by Lydia Muus E-Mail        

Vermittelt
Vermittelte DoggenSonntag 31.Oktober.2010 21.18

Hier sollen Berichte stehen, die von den Doggen erzählen, die wir in ein passendes Zuhause vermitteln konnten. Es sind sehr authentische Berichte von den Menschen, die von dem alltäglichen Zusammenleben mit ihren Doggen erzählen, die wir ihnen anvertraut haben. Es sind ausgewählte Berichte und es macht uns stolz und glücklich, dass es diese Menschen gibt. Oft brauchen wir aber auch diese Rückmeldungen so sehr, um nicht unter dem immer neuen Elend verwahrloster und in Stich gelassener Doggen ganz zu verzweifeln

by Lydia Muus E-Mail        

Vermittelt
EmmaDienstag 14.Septemper.2010 19.17


Diese junge Hündin (16 Monate) wurde abgegeben wegen Erkrankung der Menschen. Bevor sie von unserer Pflegestelle aufgenommen werden konnte, musste sie immer wieder einige Zeit in einer Pension verbringen. Jeder von uns, der eng mit seinen Doggen zusammenlebt, weiß, welchem Stress ein so abgeschobener Hund ausgesetzt ist: die Trennung von den Hauptbezugspersonen, die fremde Umgebung und in der Regel viele andere Hunde, die im Vergleich zur Dogge bellfreudig und immer in Bewegung sind. EMMA war anfangs recht mager, hat wohl nur noch das allernotwendigste an Nahrung aufgenommen. Bei Rosi Kehler hat sie sich gut erholt; aus ihrer Vorgeschichte ist es verständlich, dass sie noch manchmal etwas futterneidisch und sehr bestrebt ist, den Kontakt zu ihren Menschen nicht zu verlieren, das kann zu einem eifersüchtigen Verhalten führen. Diese Junghündin ist alterstypisch spielfreudig, mit anderen Hunden manchmal noch etwas grob und unerfahren. Doch hat EMMA einen guten Grundgehorsam und ist deshalb gut zu leiten. Sie hat es gelernt in einem Rudel (überwiegend Doggen) zu leben, akzeptiert auch kleine Hunde und Katzen. Wir suchen verantwortungsbewusste Menschen, die ihr ein liebevolles, sicheres und anregungsreiches Zuhause bieten können. Im neuen Zuhause sollte allerdings nur ein Rüde (möglichst kastriert) sein, um Rangordnungs- und Zuwendungsprobleme im eigenen Revier zu vermeiden. EMMA würde sicher auch gern allein mit ihren Menschen leben, wenn diese Zeit und Lust haben, viel mit der jungen Hündin zu unternehmen und sie am Menschenleben teilhaben lassen. Der Besuch einer guten Hundeschule wäre sicher ein Gewinn für EMMA (und ihre neuen Menschen). Wer möchte EMMA ein Zuhause geben? Eva Gorski / Doggen-Nothilfe e.V. 04302- 1813 oder mail


 

by Lydia Muus E-Mail        

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