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EDDY vormals ERIKSonntag 31.Juli.2011 20.08

EDDY    vormals ERIK    hat ein Zuhause gefunden


Mit folgendem Text suchten wir viele Monate lang die passenden Menschen für den Hundejungen:


„Wir haben dieses Hundekind (6 Monate jung) von seiner „Züchterin“ übernommen, da sie wegen seiner  Augenschädigung fürchtete, ihn nicht vermitteln zu können. Zu diesem Zeitpunkt wurde bereits eine Blindheit auf einem Auge als ziemlich sicher angenommen. Auf dem Foto aus dieser Zeit ist das Ausmaß der Schädigung zu erkennen; so kam er zu uns.


Trotz sofortiger Inanspruchnahme von Fachtierärzten in zwei Tierkliniken gab es keine Möglichkeit mehr, das Auge zu retten. Der Augeninnendruck war extrem erhöht und ERIK hatte Dauerschmerzen. Inzwischen ist das Auge in einer komplikationslosen Operation entfernt worden. Eine pathologische Untersuchung des Auges hat ergeben, dass hier kein Tumor oder ein anderer krankhafter Vorgang vorlag, vielmehr ist davon auszugehen, dass eine frühe Augenverletzung nicht rechtzeitig oder nicht fachkundig tierärztlich versorgt wurde, was dann zu dem totalen Sehverlust führte.


ERIK lebt in unserer Pflegestelle mit viel Kontakt zu Doggen unterschiedlichen Alters, er ist ein lebensfroher und verspielter Junghund.


Wo sind die Menschen, die im Vordergrund nicht sein Handicap, sondern das Doggenkind sehen, das ein Zuhause sucht?


ERIK will viel Möglichkeiten zum Spielen und Lernen haben und braucht Menschen, die ihm Zuwendung und Sicherheit geben, aber auch Regeln und Grenzen angeben.


Der Besuch einer Hundeschule wäre sinnvoll. „


Und dann ging alles ganz schnell: Ein Telefonanruf von Herrn W., der großes Interesse an ERIK zeigte, erste Telefonkontakte mit unserer Pflegemama Rosi Kehler, dann „Überprüfung des potentiellen Zuhauses. Und gleich am nächsten Tag fuhren Frau S und Herr W. den langen Weg zu Rosi Kehler, um „ihren EDDY“ zu holen.


Kurz danach bekamen wir folgenden Bericht:



 


Hallo Frau Gorski,


vor drei Tagen haben wir Eddy (vormals Eric) zu uns nach Hause


geholt. Die ersten zehn Minuten im Auto, in das er zunächst gar nicht


einsteigen wollte, weil seine Freundin Vicky ihn immer wieder rief,


musste der Kleine doch noch sehr beruhigt werden. Das gab sich jedoch


im Laufe der Fahrt immer mehr. Zuhause angekommen, schnüffelte sich


Eddy, wie wir ihn dann genannt haben, erst einmal durch sein neues


Zuhause. Seine erste Mahlzeit, frisches Fleisch und Gemüse, beäugte


er erst ganz kritisch und leckte dann ein wenig daran herum. Das erste


Schlafen gehen, gestaltete sich noch recht schwierig, ca. eine halbe


Stunde lang musste ich ihn immer wieder auf seinen Schlafplatz


bringen, bis er verstanden hat, was ich von ihm wollte.  



 


In den nächsten beiden Tagen konnte sich der Kleine immer mehr


entspannen, auch wenn er immer noch sehr schreckhaft ist, wenn man ihn


unverhofft berührt oder er ein ihm unbekanntes Geräusch hört. Doch


das wird sich sicher auch im Laufe der Zeit noch geben. 



 


Was die Grundkommandos angeht, so kennt er davon keine, aber auch


hier werden wir in "Mäuseschritten" Erfolg haben. Es ist noch sehr


schwer für ihn, Grenzen zu akzeptieren, aber auch das werden wir mit


viel Geduld schaffen. Sonst ist er ein Riesenschmuser, der seine


Schmuseeinheiten, vor allem von mir, immer wieder einfordert. Er hört


sogar schon auf seinen neuen Namen, zumindest bei uns im Haus und im


Garten. Mit anderen Hunden versteht er sich ganz gut, bei anderen


Menschen ist er überaus vorsichtig. Aber das ist auch in Ordnung, wir


wollen ihn in der Anfangszeit auch nicht überfordern. 



 


Inzwischen freut er sich auch über sein Futter, er wurde von uns,


von Beginn an natürlich gefüttert. Besonders jedoch liebt er es,


frische Putenhälse oder getrocknete Hühnerhälse zu knabbern. Eddy


hat auch etwas abgenommen, was ihm sehr gut steht, da er doch etwas


"mopsig" war, als wir ihn abholten. Das Schlafen gehen gestaltet sich


auch etwas einfacher, als noch zu Beginn. An der Leine läuft er zwar


nicht perfekt, aber zumindest zieht er nicht und ein Spaziergang


gestaltet sich daher recht entspannt. Wenn ihm, wenn wir hier zuhause


sind, draußen etwas oder wer nicht geheuer ist, dann schlägt er auch


schon mal an. Und ich bin mir sicher, dass er mich auch im Fall der


Fälle verteidigen würde, denn erste Anzeichen waren schon erkennbar.


Es ist auf jeden Fall toll zu sehen, wie sich der Kleine schon in den


paar Tagen entwickelt hat, auch wenn wir sicher sind, dass er in


seiner Vergangenheit irgendetwas Schlimmes erlebt hat. Auf jeden Fall


ist Eddy eine Herausforderung, von der wir froh sind, dass wir sie


eingegangen sind. 



 


Als Anlage sende ich Ihnen drei Bilder von dem "neuen" Eddy


        Lieben Gruß, 



 


        Kerstin & Thomas





Wenige Tage später kommt dieser weitere Bericht:



 


Hallo Frau Gorski, hallo Frau Kehler,



 


heute möchten wir Ihnen von Eddy`s großen Erfolg berichten.


Seitdem Eddy unser Familienmitglied ist, sind wir täglich an das


Hunte-Sperrwerk, einem Hundeparadies gefahren. Hier


konnte der Kleine an der Leine das Revier erlaufen und erschnüffeln.


Eddy hat seine Nase ständig am Boden. Es gibt ja auch viel zu "


lesen".


Heute haben wir Eddy zu unserer Liebe und Zuwendung sehr viel


Vertrauen geschenkt.


Wir haben ihn von der Leine gelassen.


Und  wurden belohnt:


Erst eng bei uns, dann immer weitere Kreise ziehend, die bis auf ca


zwanzig Meter ausgedehnt wurden, erkundete Eddy das Revier ausgiebig.


Wir konnten ihn immer abrufen, wenn Radfahrer den Weg passierten. Die


Radfahrer irritieren ihn, inspirierten ihn aber nicht zum nachjagen.


Ein wunderschönes Bild bot Eddy, wenn er im knie hohen Gras, einem


Springboch gleich, über den Deich tobte.


Fazit: Wir therapieren uns gegenseitig.


            Viele Grüße


            Kerstin und Thomas



 


Wir, die Doggen-Nothilfe, freuen uns ganz besonders, dass EDDY, der so einen ungünstigen Lebensstart hatte, nun ein Zuhause bei liebevollen und hundeerfahrenen Menschen gefunden hat.


Eva Goski für das


Doggen-Nothilfe-Team

by webmaster E-Mail        

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ViktoriaDonnerstag 14.Juli.2011 21.08

Viktoria bleibt bei Rosi und hat dort ein liebevolles zu Hause auf Lebenszeit gefunden!


 


Und noch mal neue Bilder




Update 31.07.2011: Anbei ein neues Bild



VICKI, jetzt 10 Monate jung,  gehört zu der Hundekinder-Gruppe, die wir vor einem halben Jahr aufgenommen haben, da der „Züchter“ sie wegen der „unerwünschten schwarzen Farbe“ nicht verkaufen konnte. Die Welpen lebten damals in einer engen und verdreckten Zwingeranlage ohne beständigen Menschenkontakt und ohne Möglichkeiten die Umgebung zu erkunden.


VICKI hatte wohl einen unteren Rangordnungsplatz, musste stets um ihr Futter kämpfen und wurde von den Doggeneltern) stark dominiert, ohne in der Enge des Zwingers ausweichen zu können.


Inzwischen haben die Geschwister von VICKI alle ein Zuhause gefunden und werden von ihren Menschen geliebt und gefördert.


VICKI ist in der Pflegestelle eng an Rosi gebunden und fühlt sich in ihrer Nähe und im vertrauten Haus sicher, sie hat vielfältige Kontakte zu anderen Hunden (und Pferden).


Doch ihre Grundängstlichkeit treibt sie in fremder Umgebung und angesichts unbekannter Menschen in eine Fluchtbereitschaft.


Für diese so liebenswerte aber leicht irritierbare Hündin suchen wir dringend  Menschen, die belastbar, hundeerfahren und geduldig genug sind, um VICKI zu helfen, mehr Zutrauen zu sich und zur Welt aufzubauen. Diese junge Hündin muss am Alltagsleben teilhaben können und sich der Beziehung zu ihren Menschen ganz sicher sein. Ein schon vorhandener Hund kann nur akzeptiert werden, wenn dieser von VICKI nicht als Bedrohung erlebt wird.


Es sollten sich nur Menschen melden, um VICKI zu adoptieren, die diese vorgenannten Bedingungen erfüllen.


 



 


Kontakt:


Eva Gorski/ Doggen-Nothilfe Rosi Kehler /Doggen-Nothilfe



Tel.-Nr. 04302-1813 ( bis 20 Uhr) 038374-80561( ab 20 Uhr)

by webmaster E-Mail        

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PrinzMittwoch 06.Juli.2011 20.29

Prinz


hat jetzt endlich ein Zuhause bei einem verlässlichen Menschen gefunden.
Dieser Rüde ist uns 2008 zum ersten Mal begegnet. Er war damals noch nicht zwei Jahre alt. Wir haben ihn vier Mal vermittelt und immer wieder hat er sein Zuhause verloren. PRINZ war weder mit Menschen noch mit anderen Hunden unfreundlich, nie gab es einen wirklichen Grund für die Abgabe.
Noch im Frühjahr 2011 hatte ich folgenden Text auf unserer Internetseite:
„Der vierjährige schwarze kastrierte Rüde verliert erneut sein Zuhause. Prinz gehört zu den Doggen, die ihr ganzes Leben lang immer nur herum gereicht wurden, ohne die Erfahrung eines sicheren und beständigen Zuhauses machen zu können. Die Familie, die ihn im Sommer letzten Jahres aufgenommen hat, will den Rüden jetzt abgeben, da er immer wieder die Umzäunung des Grundstücks überwinden würde, um spazieren zu gehen. Leider hält Prinz sich dann viel auf der stark befahrenen Straße auf und es wird befürchtet, dass es demnächst zu einem Unfall mit Motorrad oder Auto kommt.
Prinz ist verträglich mit anderen Hunden, ist freundlich mit Menschen (auch Kindern), verfügt über Grundgehorsam, geht gut an der Leine und lebt derzeit mit einer Doggenhündin zusammen.
Nach meiner eigenen Einschätzung ist das Weglaufen ein Bindungsproblem. Prinz müsste zu einem Menschen, der viel Zeit hat, viel mit ihm unternimmt und das Zusammenleben mit dem Menschen so attraktiv gestaltet, dass das Weglaufen uninteressant wird.
Wo sind die Menschen, die Interesse, Zeit und entsprechendes Umfeld haben, um sich der Aufgabe zu stellen, ein enges Mensch-Hund-Verhältnis aufzubauen? „


Eva Gorski



Und dann dieser Glücksfall. Aus Wien meldete sich ein Herr Pf. mit Zeit und Doggenerfahrung, er wollte den Doggenrüden haben. Alle diese Berichte vom ständigen Weglaufen des PRINZ hielten ihn von seinem Entschluss nicht ab.
Wenige Wochen später konnte Herr Pf. seinen Prinz in Empfang nehmen.
Dann die ersten Berichte:
„also Prinz und ich sind noch am selben Tag bis Wien gefahren. Wir waren um 0.30 da.
Prinz ist vom ersten Moment an nicht mehr von meiner Seite gewichen und will am liebsten pausenlos gestreichelt werden, was ich meistens auch mache.
Er folgt auch sehr brav und wir üben ein wenig und er bekommt immer seine Belohnung. Wenn ich aufs WC gehen will, ist das immer ein Glücksspiel, da
er glaubt auch dorthin mitgehen zu müssen, was meistens zu Diskussionen führt da ich nicht die Tür öffnen kann, bzw. "darf" da er davor steht und denkt,
dass ich weggehe.
Wenn ich beim Schreibtisch sitze, steht er neben mir und legt seinen Kopf auf meinen Arm oder meine Beine und ab und zu darf ich etwas arbeiten.
Wir gehen sehr oft spazieren, Montag haben wir einen Ausflug gemacht, danach war er ziemlich müde. Er wird auch immer selbstsicherer,
Prinz fängt jetzt an, mich vor Leuten (Männer) wo er denkt dass sie komisch sind, zu beschützen, nicht aggressiv, aber mit einem kurzen Bellen und ganz
leichtem Knurren, sobald ich ihm das verbiete, hört er sofort auf. Ich habe ihm das weder gelernt noch dazu animiert, aber es kommt auch sehr selten vor
dass er dies macht.
Die Augen sind etwas besser geworden, aber werden sicher bis zu einer ordentlichen Operation ein Problem bleiben.
Das größte Problem ist das Futter. Er frißt nur Dosenfutter aber das sehr gerne. Er verträgt es aber nicht besonders gut, denn er neigt dann zu Durchfall
bzw. sehr weichem Stuhl. Ich will ihn auf Trockenfutter gemischt mit anderen Zutaten umstellen, aber so wie es aussieht wird das schwierig weil er dieses Futter total
ignoriert. Da er beim Fressen ein absolutes Ferkel ist, habe ich ihm einen eigenen kleinen Tisch gebaut, der auf drei Seiten einen "Spritzschutz" hat. Mit
kleinen Leckereien wie getrockneten Rinderfleischstreifen oder ähnlichem kann er überhaupt nichts anfangen, die darf ich selber essen meint er.
Insgesamt macht er einen sehr glücklichen und zufriedenen Eindruck, er ist total auf mich fixiert, hat sein eigenes richtiges jugendstilähnliches Stahlrohrbett
mit Matratze und dunkelrotem Leintuch neben meinem Schreibtisch stehen, denn sonst könnte ich nicht arbeiten und er genießt das auch.
Daheim hat er eine eigene Matratze neben meinem Bett.
Es passiert sehr oft, dass er ganz, wie soll ich das beschreiben, genüßlich grunzt, sich sichtlich wohl fühlt.
Da ich auch ab und zu Termine habe, wo Prinz nicht mitgehen kann, habe ich begonnen ihn bei meiner Mutter zu lassen. Jetzt am Anfang immer nur für
sehr kurze Zeit (ca 15 Min.) und werde dies langsam steigern, so dass er keine Angst hat.
Das war der erste Bericht aus Wien und ich hoffe Sie sind mit der Entwicklung von Prinz auch zufrieden, denn Sie kennen ihn ja doch ein klein wenig länger
als ich und haben jetzt einen Vergleich und ich würde Sie um Feedback ersuchen!
Liebe Grüße aus Wien diesmal von Prinz und mir!“
M.Pf.
Hier ein weiterer Bericht:


„Prinz geht es sehr gut. Wir gehen viel spazieren, wir treffen dabei auch sehr oft andere Hunde, aber der liebe


Herr Prinz spielt mit keinem (sind alle zu klein), aber dafür lässt er sich von allen Hundebesitzern ausgiebig streicheln dabei
sieht er immer zu mir ob mir das überhaupt recht ist, wenn ich dann zu ihm sage " jetzt bin ich aber eifersüchtig"
kommt er sofort zu mir und dann soll ich weiter streicheln.
Das Laufen hat er nicht erfunden, was ich schon alles probiert habe, Ball, Seil, Holz,.... das alles darf ich mir
selber holen, wichtig ist, dass er jeden Strauch, Baum, einfach alles beschnuppert und danach eigentlich nur
mit der Leine spielen will, weil da kann man so richtig böse knurren und bellen. Er hört aber sofort auf wenn ich es sage.
Jedenfalls ist er nach wie vor extrem auf mich fixiert, aber das stört weder ihn noch mich (ich habe einen genehmigten
Freiraum von max 4 bis 5 Metern)


Es ist mir nicht ganz klar, wieso Prinz immer alleine spazierengegangen ist, ich darf mich
ohne ihn nirgendwo alleine hinbegeben, da er sonst protestiert und einfach immer bei mir sein will.
Das ist aber kein Problem, Prinz und ich haben das sehr gut im Griff, da er einfach immer mit dabei ist.


Liebe Grüße von Prinz und mir,
M. Pf.



Und kurze Zeit später heißt es:
Ich kann über Prinz nur lobende Worte finden, er folgt sehr brav, er bettelt nicht, er stiehlt auch nichts vom Tisch!
Mit anderen Hunden spielt er derzeit so gut wie gar nicht, aber dafür mit mir umso lieber, was zur Folge hat, dass mein Gewand so aussieht,
als ob ich gerade aus einer Baugrube geklettert wäre.
Anfangs, wenn ich auf der "Fernsehbank" gelegen bin um fernzusehen, stand er daneben und hat seinen nicht gerade kleinen Kopf
auf meine Brust gelegt und wollte, wie kann es anders sein, gestreichelt werden. Da ich dabei absolut nichts mehr sehen konnte, haben wir
das etwas geändert. Er steht jetzt nicht mehr seitlich zu mir, sondern hinter mir und legt seinen Kopf auf meine Schulter
(wir liegen sozusagen Ohr an Ohr), ich sehe wieder etwas und er hat was er will.
Ich werde bei nächster Gelegenheit an paar Bilder machen und Ihnen senden, damit Sie auch sehen, dass es Prinz gut geht.
Viele Grüße von Prinz und mir!
An dem bisherigen Lebensweg dieses Hundes wird sehr deutlich, wie wenig gezeigte Verhaltensmerkmale einen sicheren Hinweis auf das „Wesen“ oder einen „Charakter“ darstellen. Alle sichtbaren Verhaltensweisen müssen verstanden werden als Ergebnis eines komplizierten Wechselwirkungsprozesses aus lebensgeschichtlichen Erfahrungen und Antwort auf aktuelle Lebensbedingungen. Das gilt zumindest für alle hochorganisierten Säugetiere, also für Menschen ebenso wie für Hunde. Ich war ganz sicher, dass PRINZ in einer engen Beziehung zu einem Menschen nie wieder „weglaufen“ würde. So war es vor vielen Jahren bei dem Doggenrüden KID, der 2m hohe Zäune überwand um Wegzulaufen, dann durfte er bei Menschen leben, die ihn mochten und er respektierte einen niedrigen Vorgartenzaun als Grenze seines Grundstücks.
Auch vor vielen Jahren AIKA, die von einem „Zuhause“ zum anderen gereicht wurde und die dann begann im Haus „unsauber“ zu werden und sich draußen mit anderen Hunden zu beißen. Als AIKA (auch sie lebt nicht mehr) endlich ihren Menschen fand, der sie an seinem Leben teilnehmen ließ, verschwanden diese Verhaltensstörungen innerhalb von Stunden. AIKA war dann ein Leben lang eine sozial verträgliche und absolut „stubenreine“ Hündin, denn sie war an der Seite ihres Menschen eine glückliche Hündin.
Eva Gorski/ Doggen-Nothilfe
Wir danken Herrn Pf., dass er PRINZ ein so wundervolles Zuhause geschenkt hat.
Eva Gorski/ Doggen-Nothilfe

by webmaster E-Mail        

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OdinMontag 21.Februar.2011 19.22

Das ist die Geschichte des Doggen-Rüden ODIN:
Am 8.Oktober erhielt ich von einer Tierklinik die Nachricht, dass jetzt gerade ein Doggenrüde wegen einer Magendrehung operiert werde. Der Hund sei dort von „seinen Menschen“ abgegeben worden mit dem Hinweis, er solle eingeschläfert werden, man wolle ihn nicht zurückhaben. Nun bitte man uns – die Doggen-Nothilfe – um Unterstützung bei der Vermittlung der Dogge, falls diese den operativen Eingriff überlebe. Bei mir zogen blitzschnell unzählige Bilder in meiner Erinnerung vorbei, eigene Doggen in einer lebensbedrohlichen Situation in der Tierklinik, bange Stunden und Tage am Lager des geliebten Hundes und immer die Angst, ihn zu verlieren. . . Und nun diese Dogge, diese schwerkranke Dogge, die von ihren Menschen so im Stich gelassen, einfach nur abgegeben wird. Ich hörte mich noch fast routinemäßig sagen, dass wir derzeit keine Dogge in unsere Pflegestelle aufnehmen können, diesen Rüden aber auf die Home Page der Doggen-Nothilfe setzen würden. Gleichzeitig wusste ich ganz genau, dass sich wohl kein Mensch auf dieses Inserat hin melden würde, denn wir haben seit Monaten unter der Rubrik „Zuhause gesucht“ Doggen veröffentlicht, die kein Handicap haben und dennoch gab es kaum Resonanz. Sofort im Anschluss an dieses Gespräch rief ich bei Rosi Kehler (Pflegestelle der Doggen-Nothilfe) an und erzählte ihr davon. Ohne viel zu überlegen sagte Rosi zu, diesen Hund aufzunehmen, sobald er transportfähig sei. Rosi hat innerhalb von wenigen Stunden den Transport geregelt, bei der Klinik Bescheid gesagt, dass die Doggen-Nothilfe den Rüden aufnimmt. Nun ist ODIN, der ca zweijährige, blaue, kastrierte Rüde, bei Rosi. Es ist ein freundlicher, lebensfroher, verträglicher und menschenbezogener Hund. Erst recht verspätet haben wir uns Gedanken darüber gemacht, wer die entstandenen OP-Kosten zahlen sollte. Aber da hatten wir schon unsere Zusage seiner Aufnahme gegeben. In weiteren Gesprächen mit der Tierklinik wurde in Aussicht gestellt, uns nur die Medikamente in Rechnung stellen zu wollen. Jetzt liegt die Rechnung vor und es sind immerhin mehr als 750,- Euro, die zu zahlen sind. Angesichts der Tatsache, dass eine Magendrehungs-Operation durchschnittlich etwa 1500 Euro kostet, ist dies ein anerkennenswertes Entgegenkommen dieser Tierklinik Dresden/ Dr. Pfeil. Hervorzuheben ist dabei auch, dass die Tierärzte sich überhaupt zu einer Operation, also sich eindeutig für das Leben dieses Hundes, entschieden haben. Auch wir haben das Leben dieses Hundes an die erste Stelle gestellt, haben aber jetzt doch erhebliche Mühe mit den hohen Kosten. Wir suchen daher ganz dringend Menschen, die sich mit einer finanziellen Unterstützung an diesen Tierarztkosten beteiligen. Gleichzeitig wünschen wir uns für ODIN ein wunderschönes Zuhause.
Eva Gorski Doggen-Nothilfe-Team


Nach der Entlassung aus der Tierklinik Dresden wurde ODIN von unserer Pflegestelle Rosi Kehler aufgenommen und wieder „aufgepeppelt“. ODIN brauchte nicht lange auf ein neues Zuhause warten, denn schon nach wenigen Wochen meldeten sich die richtigen Menschen für ihn, Frau B. und Herr W. mit der Doggen-Hündin QUIRA.

Hier Auszüge von Berichten von seinem neuen Zuhause:
November 2010 … Odin ist ein ganz lieber, wir "drei" haben ihn schon in unsere Herzen geschlossen. Quira und er verstehen sich sehr gut und zusammen mit Herrchen auf der Couch kuscheln, hat er auch schon für sich entdeckt. Wir sind sehr zufrieden und glücklich mit der Entwicklung. Odin lernt schnell, geht gut an der Leine und hört schon auf uns, wir sind auch fleißig am üben. Viele Grüße Frau B. und Herr W.


Januar 2011 Hallo Frau Gorski, wir wollten uns mal wieder bei ihnen melden und ein paar aktuelle Fotos schicken. Odin geht es gut und er hat sich sehr gut bei uns eingelebt. Er versteht sich super mit Quira und die Beiden spielen oft und gerne miteinander. Wir sind richtig glücklich, dass wir ihn zu uns geholt haben, er ist unser großer Schatz. In 4 Wochen fahren wir nach Dänemark in Urlaub und wir sind uns sicher, dass es unseren Beiden es dort gut gefallen wird, sie lieben den Strand. Liebe Grüße Frau B. und Herr W., Odin und Quira

Hallo Frau Gorski, die Rubrik (Zuhause gefunden) habe ich mir gestern durchgelesen. Es tut mal gut ein Happy End zu lesen, die anderen Geschichten sind ja meist sehr traurig. Wir können es immer noch nicht verstehen wie Odins Vorbesitzer ihn einfach einschläfern wollten. Er ist so ein lieber Kerl, der gerne kuschelt und sich mit allen Hunden gut versteht. Wir sind sehr froh dass er bei uns lebt. Viele Grüße Frau. B.



by Lydia Muus E-Mail        

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LillifeeSonntag 13.Februar.2011 16.27



Im Januar 2010 hatten wir folgenden Text auf unserer Internetseite veröffentlicht:




LILLI – FEE


Diese junge Hündin (zehn Monate jung) konnten wir vor wenigen Tagen unter unseren Schutz stellen. Sie wurde von einem Menschen abgegeben, der sie einige Wochen zuvor über eine Internet-Anzeige erworben hatte. Als er feststellte, dass sie krank war (Augenrötung und Durchfal wollte er sie schnell wieder loswerden. Der Versuch, sie durch einen Tierarzt einschläfern zu lassen, misslang, dann rief er bei uns an.


Nun ist LILLI – FEE in unserer Pflegestelle bei Rosi Kehler. In den ersten Tagen dort litt die arme Hündin nicht nur an Durchfall, sondern auch an ständigem Erbrechen der aufgenommenen Nahrung. Inzwischen hat sich LILLI-FEE gut erholt, der Durchfall ist gestoppt und die Hündin beginnt langsam zuzunehmen. Es fiel schnell auf, dass LILLI-FEE sehr viel Angst zeigte, den Wohnbereich zu verlassen, sie wollte immer wieder ganz schnell hineinkommen, nur nicht draußen sein. Wir kennen das von den vielen Doggen, die niemals ins Haus durften und sich so sehnlichst wünschten, gerade dort mit ihren Menschen sein zu dürfen. LILLI – FEE ist begierig nach engem Menschenkontakt und aus diesem Bedürfnis heraus zumindest besorgt, dass ihr andere Hunde die Nähe zum Menschen streitig machen könnten. Um den unmittelbaren Kontakt zu ihrer „Pflegemama“ nicht zu verlieren, springt LILLI-FEE auch über Zäune. Die junge Hündin ist verträglich mit anderen Hunden, auch mit Pferden und Katzen. Ein Grundgehorsam ist vorhanden, die Leinenführigkeit muss noch verbessert werden. Ansätze von Spielverhalten mit  anderen ihr vertrauten Hunden werden jetzt beobachtbar.


Wir wissen nicht, was diese junge Hündin alles erfahren und vielleicht erleiden musste.


Nun suchen wir für sie Menschen, die mit ihr leben wollen, Menschen, die mit Geduld und liebevoller Zuwendung LILLI-FEE unterstützen und begleiten wollen, einen gesicherten Platz in der Menschen- und Hunde-Welt zu finden.


Es sollte gewährleistet sein, dass LILLI-FEE eine Hundeschule mit ihren Menschen besuchen kann. Länger als höchstens drei Stunden dürfte  sie nicht allein gelassen werden. Vielleicht ist das derzeit schon zu lange. Selbstverständlich muss die Hündin sich frei im Haus bewegen dürfen, sie braucht einen großen (ca. 1x 1,20 m) gepolsterten Platz mit Kissen und einen eingezäunten Garten. Kleine Kinder könnten zu Eifersuchtsverhalten anregen. Ein anderer gut sozialisierter Hund (kastrierter Rüde) wäre vielleicht günstig, doch wird LIILI-FEE wohl auch gut mit Menschen allein leben wollen. (wie übrigens die meisten Doggen)


Wer will LILLI – FEE ein gesichertes Zuhause geben?



 




Nachdem sich mehrere ungeeignete Interessenten bei uns gemeldet hatten, nahm Frau Neumann Kontakt zu uns auf. Sie war für LILLI-FEE die RICHTIGE! So durfte LILLI in ihr neues Zuhause zu ihren Menschen und dem Doggenrüden DAJAN ziehen.


Hier einige Auszüge aus den Berichten von Frau Neumann:



 


Frühjahr 2010



 


Sehr geehrte Frau Gorski, Lilli macht sich gut. Sie frisst mit gutem Appetit, keine Spur von Diarrhoe, auch nicht nach dem Kauen von Büffelhautknochen (ich geb immer die weißen).Vom Charakter ist sie einfach ein Traum von einem Hund. Ist so geschickt im Sozialverhalten (mal abgesehen von den normalen pubertären Rüpeleien und dem noch nicht sicher einschätzen können ihrer Kraft). Sie hätten sehen müssen, wie sie meinen Rüden umgarnt hat. Erst ihm die Schnauze lecken, dann mit Voller Wucht auf ihn springen und Dajan steht da wie eine deutsche Eiche. Dajan musste die ersten Tage erst mal darauf achten, dass sie ihm den Rang nicht streitig macht. Gestern sind wir dann ohne die Kleinen zu einem Badesee in der Nähe und dort ist dann das Eis gebrochen und die beiden haben ausgiebig gespielt, genauso wie heute, dann hier zu Hause. Sie muss natürlich noch eine ganze Menge lernen, u.a., dass sie unseren 2 Katzen nicht hinterher läuft, aber auch hierin wird sie bereits ruhiger. Die ersten 2 Tage begann sie bereits zu piepen, wenn ich ohne sie zur Toilette ging. Als ich heute einkaufen war, hat sie lediglich kurz gepiept und mich gesucht und sich dann aber friedlich schlafen gelegt.



 



 



 


Februar 2011



 


Liebe Frau Gorski, Lilli geht es gut. Nachdem sie auch bei ihrer zweiten Läufigkeit hinterher wieder scheinträchtig wurde, hat sie nun in 1,5 Wochen ihren Termin zur Voruntersuchung für die endoskopische Kastration. Keinerlei Verdauungsprobleme mehr, eine gesunde junge Hündin. Mit unserem "Großen" Dajan, hatten wir dagegen ordentlich Sorgen. Er wurde immer träger war schnell außer Atem, nahm immer mehr zu bei immer weniger Futter. Ein Bluttest zeigte ein Herzenzym deutlich erhöht. Die gleichzeitig bestimmten Schilddrüsenwerte ergaben lediglich ein leicht erhöhtes TSH bei niedrig-normalem Schilddrüsenhormon - in der Tiermedizin eigentlich zu gut zum Behandeln. Zum Glück wurden wir fürs Herz echo direkt eine Woche danach noch zwischen geschoben, so dass wir hier nur eine Woche zwischen Hoffen und Bangen warteten. Beim Echo präsentierte sich sein Herz dann in ausgezeichneter Form - ich fiel der Kardiologin heulend um den Hals vor Erleichterung. Wir sind dann mit einer Probebehandlung mit Schilddrüsenhormon begonnen - Nach nur 4 Wochen war auch das Herzenzym wieder normal, er wesentlich aktiver und inzwischen fehlen ihm nur noch 1-2 Kilo zum Idealgewicht und auch seelisch ist er wieder der Alte und tobt wieder herum wie ein Junghund. Zu dem "Bohling-Drama": Das gibt es leider immer noch - nicht nur im Ausland. Auch hier in der Gegend gibt es eine Hundevermehrerin, bei der der hiesige Tierschutz seit Jahren versucht, etwas zu unternehmen und dafür mit Klagen von Seiten dieser Frau bombardiert wird. Nicht solche schrecklichen Zustände wie dort - aber eben Massenvermehrung ohne jegliche Sozialisation, Gesundheitsvorsorge etc. Selbstverständlich dürfen sie Lillis Geschichte inklusive meines Namens und der Bilder veröffentlichen. Anbei noch zwei Fotos mit für sie typischen "Gesichtsentgleisungen" :-)) liebe Grüße, Katharina Neumann



 


Hinweis der Doggen-Nothilfe: Das „Bohling-Drama“ ist unter dem Menü-Punkt Erinnerungen zu finden (auch mit Video).








Das ist die lebensfrohe LILLI heute.



 


Eva Gorski, Februar 2011

by webmaster E-Mail        

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