Unsere-Taetigkeit
Tätigkeitsbericht 2012/2013Montag 09.Dezember.2013 17.34



ANNI wartet immer noch auf die Menschen, die mit ihr leben wollen!

Auch für diesen Bericht könnte ich einleitend die Aussagen des letzten Tätigkeitsberichtes 2011/212 wiederholen. Die dort zum Ausdruck gebrachte Situation eines Tierschutzvereines ohne verlässliche Sponsoren und Spender und ohne verlässliche Pflegestellen besteht unverändert. In einem Informationsschreiben an alle Mitglieder und Förderer der Doggen-Nothilfe im April 2013 haben wir diese bestehende Situation noch einmal präzisiert und darauf hingewiesen, dass der gesamte Vorstand zum Jahresende zurücktreten wird. Das bedeutet die Auflösung des Vereins, falls sich keine Interessenten finden, die Vereinsarbeit fortzuführen. Diese Interessenten konnten bis jetzt nicht gefunden werden.

Aus meinen handschriftlichen Aufzeichnungen habe ich folgende Übersicht der Ereignisse im Zeitraum von Juni 2012 bis Juli 2013 zusammengestellt:

Auf unsere HP bezieht sich kaum noch Jemand, unsere ANNI ist dort seit über einem Jahr „angeboten.“ ANNI ist eine freundliche und verträgliche Doggenhündin. Wir werden sie jetzt, da wir noch etwas Geld auf unserem Konto haben, zu einem geeigneten Zeitpunkt kastrieren lassen.
Auch im letzten Jahr hatten wir (d.h. ich) eine hohe Zahl von Telefonanrufen und emails, in denen Interesse an einer Dogge von uns bekundet wurde. Ich habe sie alle beantwortet bzw. nach einer Vorauswahl an Rosi zur weiteren Information über eine bestimmte Dogge verwiesen. Viele dieser Interessenten haben sich nie wieder bei uns gemeldet, von einigen gab es Absagen mit folgenden Begründungen: Dogge zu alt, zu starkes Gesäuge, keine „Gesundheitsgarantie“, zu weite Anfahrt usw.
Es gab viele „Hilferufe“ von Hundehaltern, die Verhaltensprobleme mit ihrer Dogge beklagten und jeweils den Gedanken in Erwägung zogen, sich von ihrem Hund zu trennen. Hier konnte ich in oft langwierigen Beratungsgesprächen helfen, das Zusammenleben von Mensch und Dogge zu verbessern.
Unsere Bemühungen, Pflegestellen zu finden, nachdem Rosi keinen Doggenrüden mehr aufnehmen kann, sind weitgehend gescheitert. Nach entsprechenden Inseraten in


Regionalzeitungen meldeten sich mehrere Menschen, die eine Notdogge aufnehmen
wollten, doch letztlich waren fast alle Angebote ungeeignet.

Hier eine Zusammenstellung einzelner Anfragen:
( nach Aufzeichnungen im Tagebuch)

Mai 2012 Herr H. sucht eine junge Dogge
Er hatte APOLLO und NANCY von uns, beide sind tot.
Nach dem Hinweis, dass im Tierheim Lübbersdorf eine junge Hündin JOY zu vermitteln ist, übernimmt er diese.

Juli 2012 Herr H. aus NMS bekundet Interesse an Duke. Ilka und ich machen eine VK.
Herr H. besucht DUKE in unserer Pflegestelle bei Rosi und entscheidet sich gegen ihn.

Juli 2012 Frau R. zeigt Interesse an ADELY. VK durch Herrn Heiden-
Familie R. fährt zu Rosi und besucht ADELY, dann Absage. (Arbeitsplatz der Frau ist ein Großraumbüro mit einigen Menschen, die keine Hunde mögen. Dogge sollte dorthin mitgenommen werden.)

Juli 2012 Antje Wenger und Freundin interessieren sich für ADELY.
VK durch Peter Schönke. ADELY ist 3 Tage später von Rosi abgeholt worden in ihr neues Zuhause. Wir bekommen regelmäßig Berichte, in denen erzählt wird, wie ADELY glücklich in ihrer neuen Familie ist.

August 2012 Fr. H. interessiert sich für DUKE. Vorhanden: eine Doggenhündin und zwei Australien Shepherd Rüden.
Hunde dürfen nicht aufs Sofa, nicht in den Schlafraum.
Abbruch des Gesprächs mit dem Hinweis der Interessentin: „Sie sind so negativ.“

August 2012 Frau aus Dresden: ALFRED (geb.11.11) muss z.Zt. 12 Std allein sein. Jetzt springe er den 10jähr. Sohn an und sei unverträglich mit anderen Hunden. Er soll abgegeben werden. Ich konnte keine Hilfe anbieten.

September 2012
Anruf: Nachbarin hat im Internet einen 15monatigen Doggenrüden erworben. Alle Angaben dort stimmten nicht. Hund knurrt alle Menschen an. Soll nun sofort abgegeben werden.
Wieder sah ich keine Hilfsmöglichkeiten.

Oktober 2012
Frau K. hatte MAXI (BIENE) von uns, die nun tot ist.
Fr. K. nimmt TARA vom TH Garmisch auf. TARA ist eine schwer traumatisierte Doggenhündin aus Südeuropa. Es folgen viele Telefongespräche, um Frau K. zu beraten, wie sie mit TARA leben könne ohne sich wieder von ihr zu trennen.


Oktober 2012
Frau (z.Zt. im Frauenhaus) berichtet:
Sie habe Doggen gezüchtet und sich jetzt vom Mann getrennt. Folgende Hunde suchen sofort ein Zuhause: 3 Doggen (1 Rüde, 2 Hündinnen )ein Welpe und ein Bernhardiner.
Wieder musste ich diese Nachrichten hilflos zur Kenntnis nehmen.

Oktober 2012
Wir konnten die 3-jährige BELLA aus einem kleinen Zwinger, in dem sie eingesperrt war, nachdem ihre Menschen sie dort zurückgelassen hatten, herausholen. BELLA knurrte aus dem Käfig heraus alle Menschen an, was dazu führte, dass niemand mehr wagte die Tür zu öffnen. Das Futter wurde durchs Gitter geschoben. In unserer Pflegestelle bei Rosi wurde BELLA schnell zu einer freundlichen und spielfreudigen Hündin, aber gleichzeitig erkannte Rosi, dass die Hündin fast nicht sehen konnte. Zusätzlich waren Ihre Augen von zugeklebten und verwachsenen Lidern verdeckt. Die Entzündungen konnten durch entsprechende Medikamente behoben werden, doch unverändert blieb das Problem der Lider und Augenränder. So beschlossen wir, Tierärzte unseres Vertrauens in einer aufwendigen Operation versuchen zu lassen, BELLAS Augenprobleme zu lindern, gleichzeitig sollte die Kastration der Hündin erfolgen.
Es wurden die über den Augen liegenden Oberlider gestrafft und Drüsen entfernt. Nach wenigen Tagen, nachdem die Schwellungen abgeklungen waren, wurde immer deutlicher, dass BELLA zunehmend Hell und Dunkel, große Gegenstände und Öffnungen erkennen kann. Sie konnte erstmalig überhaupt die Augen richtig öffnen. Was für ein Glück für uns alle.
Schon während der Zeit der „Blindheit“ meldeten sich Menschen, die BELLA ein Zuhause geben wollten. Nun lebt die Hündin schon seit einigen Wochen in ihrer Familie. Und wir sind so froh, dass wir diese lebensfrohe, freundliche Hündin aus ihrer Isolationshaft geholt haben und sie so aufwendig operieren ließen.


Oktober 2012
Hilferuf über Elke Ruge: Freundin von ihr habe beim Besuch des Vaters in Halle einen Doggenzüchter (schwarz) kennengelernt:
Die Situation dort: 8 Welpen in enger Wohnung, der Vaterrüde im Zwinger.
Sie habe die kleinste Welpin für 300 EUR. ( statt der geforderten 500.--) gekauft.
Was hätten wir tun sollen, ohne Pflegestelle und ohne umfangreichere Geldmittel?

November 2012

Es wird von einer jungen Frau berichtet, die jetzt im Krankenhaus sei, eine Doggenhündin und einen Doggen-Rüden sowie eine Mix-Hündin habe. Der Partner der Frau sei gewalttätig mit den Hunden. Die Doggenhündin sei z.Zt. bei der Mutter untergebracht, doch diese habe kein Geld und eine sehr kleine Wohnung. Später erfahre ich, dass der Doggenrüde ein Rhodesian-Ridgeback-Mix sei, gänzlich unerzogen und unverträglich mit anderen Hunden.
Ich konnte keine Hilfe anbieten.


November 2012
Zeitungsmeldung: Wohnungsbrand bei Anklam, 13 Doggenwelpen ohne Unterkunft.
Auf intensivere Nachfragen wird deutlich, dass dieser Zeitungsbericht mit Bildern gleichzeitig eine Verkaufsanzeige für die Welpen gewesen ist(den Brand hat es wirklich gegeben). Als Rosi dorthin Kontakt aufnahm, waren alle Welpen bis auf einen vermittelt. Dieser Welpe (9 Wochen) wurde folgendermaßen beschrieben: „verdrehte Pfote, nach Aussagen einer Tierärztin ein Gen-Defekt“. Es gelang uns die Mutter-Hündin (ANNI) und den kleinen BRUNO zu bekommen. BRUNO ist übrigens ein völlig gesunder Hund.
Mit diesem Text auf unserer Home Page haben wir für BRUNO ein passendes Zuhause gesucht und dann auch gefunden:
„Das Hundekind ist 9 Wochen jung mit deutlicher Entwicklungsverzögerung. Wir nennen ihn BRUNO-BABY weil er noch so babyhaft wie mit ca. sechs Wochen wirkt. Aber BRUNO ist voller Lebensfreude, schläft in engem Körperkontakt zu einem Menschen oder seinem Hundekumpel (Benny der Basset)
Menschen, die BRUNO adoptieren wollen, sollten sich über den hohen Anspruch einer Doggenhaltung und – aufzucht im Klaren sein. Das sind Ansprüche an Zeit, Geduld und Einfühlungsvermögen, aber auch an Räumlichkeiten und Geld. Ein Welpe kann in den ersten Monaten keineswegs allein gelassen werden, da er nicht nur vor Angst verzweifelt, sondern außerdem ziemlich viel zerstört. Bei der Aufzucht eines Rüden muss auch bedacht werden, dass hier ein erheblicher Erziehungsbedarf besteht, also der Besuch einer guten Hundeschule notwendig ist.
Wir geben diesen Rüden nicht zu anderen Rüden und nicht zu einer unkastrierten Hündin. Hundekumpel zum Spielen wären natürlich schon gut.
Wer möchte BRUNO in eine Menschenfamilie mit Hundekontakt aufnehmen?“


Zwischendurch immer wieder Pflegestellen-Angebote per Telefon oder email, alle gut gemeinten Angebote schienen mir ungeeignet:
Junge Kinder im Haus, kleine (laute und unruhige)Hunde und Katzen, Menschen teilweise berufstätig, Garten nicht vorhanden oder nicht sicher eingezäunt. Oder die Aussage einer
Frau, die eine Dogge von uns aufnehmen will, dass ihre frühere Dogge am liebsten draußen gewesen sei.


Dezember 2012
Von Tierschützern erhalten wir den Hinweis, dass in einem Hinterhof, in einem Betonzwinger mit Holzverschlag eine Jungdogge leben muss. Es gäbe weder regelmäßige Kontakte zu Menschen noch zu Artgenossen. Es gelang uns Frau T. zu bitten, dort hin zu fahren und mit den Hundehaltern ins Gespräch zu kommen. In diesem Gespräch ergab sich, dass die Hundehalterin betonte, wie sehr sie ihren jungen Hund liebe. Die uns zuvor gemeldeten Lebensbedingungen dieser jungen Dogge haben sich bestätigt.
Für mich stellte sich die Lebenssituation dieser jungen Dogge folgender Maßen dar:
Da lebt eine Junge Dogge (fast noch ein Kind) in einer Umgebung, die durch extreme soziale


Isolierung, durch Kälte und durch Bewegungsmangel gekennzeichnet ist. Es gibt für dieses hoch organisierte Säugetier keine stabilen Beziehungen zu Menschen und/oder Artgenossen. Es gibt keine Möglichkeiten, die Umwelt zu erforschen und zu lernen. Seine Situation ist in der lernintensivsten Zeit seines Lebens gekennzeichnet durch Einsamkeit, Langeweile und Monotonie. Die extrem abgewetzten Krallen der Vorderpfoten und das anhaltende Bellen sind ein Beleg dafür, wie sehr dieser arme Hund versucht, aus seinem Gefängnis zu entkommen. Was immer das für ein „Holzverschlag“ ist, in den sich die Dogge zurückziehen kann, es wird ein ungeheizter und ungepolsterter Unterschlupf sein.
Auch hier konnte ich keine Hilfe anbieten, da wir keine Pflegestelle hatten, die diesen Hund aufgenommen hätte. Glücklicher Weise erwies sich der Kontakt zur Notdogge e.V. als hilfreich. Schnell wurde von dort eine Pflegestelle angeboten und die weitere Vermittlung des Hundes übernommen.

Dezember 2012
Fr. W. aus dem Odenwald berichtet:
Eine alkoholabhängige Frau kann sich nicht mehr um ihre Doggenhündin DANA kümmern, ist aber auch nicht bereit diese abzugeben. Die ca. dreijährige DANA war bis jetzt schon in zwei oder drei verschiedenen Zuhause, die alle verloren gingen. Das Veterinär-Amt ist eingeschaltet, aber untätig. Kurz danach erfolgt die Nachricht, dass DANA nun zu einem Mann mit Müllplatz gegeben werden soll, wo bereits zwei Doggen seien. Alle meine Bemühungen über unsere HP Hilfe zu bekommen, sind gescheitert.
Wieder musste ich über Wochen hinweg die Schilderung dieser Lebenssituation einer Doggenhündin zur Kenntnis nehmen ohne helfen zu können.

Anfang 2013
Spendenaufruf für drei unserer Doggen: BELLA, PLATINA und DONALD
Dieser Hilferuf blieb weitgehend ohne Resonanz. Nur zwei Mitglieder/ Förderer der Doggen-Nothilfe haben uns Geld für unsere Doggen übersandt.
Siehe Anlage


Januar 2013
Eine Frau aus Oberitalien wandte sich hilfesuchend an mich:
Frau S. hat eine 16-monatige Doggenhündin YUBA vom „Züchter“ erworben. Diese Hündin wirkt extrem ängstlich und verstört (wahrscheinlich traumatisiert). Sie lässt sich kaum anfassen und versucht immer wieder aus menschlichen Behausungen zu flüchten. Es ergibt sich ein über mehrere Wochen anhaltender e-mail-Kontakt zwischen Frau S. und mir.
(Die gesamte Korrespondenz liegt in gedruckte Form vor.)

Februar 2013
Fr.W. sucht Platz für einen Doggenrüden, der einen Schäferhund totgebissen hat. Soll morgen eingeschläfert werden.
Auch diesmal konnte ich nichts als Hilfe anbieten.



Februar 2013
Frau aus Siegen will Doggenhündin abgeben, die sich auf alle Hunde stürzt.
Wie immer Hilflosigkeit bei mir.

April 2013
Herr K. wird Mitglied bei uns.
Herr K. zeigt Interesse an DUKE und wenige Wochen später besucht er unseren DUKE bei Rosi und will ihn für immer aufnehmen. Er holt DUKE zu sich und Ilka und ich fahren zu Herrn K. und seinem DUKE. Wir sind beeindruckt, wie zufrieden Duke in seinem neuen Zuhause wirkt.

Derzeit lebt noch ANNI bei Rosi und wartet auf ein passendes Zuhause und wir hoffen so sehr, dass wir bis zum Jahresende die richtigen Menschen für ANNI finden.

Wir nehmen keine in Not geratenen Doggen mehr auf und ich denke, ich muss Ihnen nicht erklären, dass das nicht die tierschützerische Tätigkeit für Doggen ist, für die ich einmal angetreten bin.
Mich begleitet zunehmend die Sorge, es könnte Jemand Kontakt zu uns aufnehmen, um seine Dogge, die einmal eine Nothilfe- Dogge war, wieder bei uns „abzugeben“. Wir haben uns verpflichtet, weiterhin für „unsere“ Doggen verantwortlich zu sein. Und ich weiß, ich wäre in dieser Situation ratlos. Wir haben keine Pflegestellen und nicht genügend Geld für eine hochwertige Tierpension.

Diese geschilderten Bedingungen (die mir weitgehend unveränderbar erscheinen) zwingen mich zu dem Schritt, die Position der Vorsitzenden des Vereins Doggen-Nothilfe zum Jahresende 2013 aufzugeben.

Eva B.-Gorski

Postfeld 20.Juli 2013

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Unsere-Taetigkeit
Tätigkeitsbericht 2011/2012Sonntag 01.Juli.2012 12.15




 




Tätigkeitsbericht 2011/2012



 




Hier ist PLATINA schon als eine fast gesunde Hündin zu sehen nach Rettung aus der Tötungsstation in Ungarn und monatelanger Pflege durch Rosi


Als Vorspann für den Bericht unserer Tätigkeit in den letzten 12 Monaten müsste ich eigentlich all das noch einmal betonen, was bereit vor einem Jahr im Mittelpunkt stand. Tatsächlich hat sich die Gesamtsituation in Sachen Tierschutz und speziell Hilfe für Doggen nur dahingehend verändert, dass die Rahmenbedingungen noch schwieriger geworden sind. Die Zahl der von uns vermittelten Doggen ist zwar nicht hoch, aber die Zeit von der Aufnahme dieser Nothunde bis zur Abgabe in geeignete menschliche Hände wird immer länger. Es gibt durchaus Anfragen für unsere Doggen, die ja recht informativ und ausführlich mit Bild und Text auf unserer HP angeboten werden, aber der größte Teil der Anrufe bleibt einmalig und da wo weitere Telefongespräche geführt werden bricht der Kontakt ab. Manchmal auch eine direkte Absage. Auch von meiner Seite aus zeigt es sich schnell, dass wesentliche Bedingungen für die Aufnahme einer Dogge nicht gegeben sind. 
Um das Verhältnis zwischen Anfragen und der tatsächlichen Aufnahme einer unserer Notdoggen zu dokumentieren: In einem Zeitraum von 12 Monaten füllen sich 2 Notizbücher mit jeweils etwa hundert Seiten. Auf jeder Seite ein Anruf. Übrig bleiben vielleicht zehn Menschen, die dann eine Dogge von uns bekommen.


Ein großer Teil der Telefonanrufe besteht in der Schilderung eines „ganz besonderen Notfalles“ mit sich stets wiederholender Thematik und dem Ziel die eigene Dogge möglichst schnell „abgeben“ zu wollen.


Die sich wiederholenden „Begründungen“:


Frau und Mann trennen sich, Haus wird verkauft und beide ziehen in getrennte Wohnungen und müssen ganztags arbeiten.


Ein Doggenrüde ist von einem TH übernommen worden, nun ist der Mann eifersüchtig und der Hund muss weg.


Eine Dogge ist über EBAY erworben worden, die Angaben zum Wesen des Hundes stimmen nicht, das Kind wird angeknurrt, also der Hund muss weg.


Ein als verträglich bezeichneter Doggenrüde wurde über das Internet gekauft, nun hat er den Pudel totgebissen. Der Doggenrüde sitze jetzt im Keller und alle Menschen haben Angst vor ihm.


Ein „Schwarzzüchter“ kann seine zwei Jungrüden nicht verkaufen, weil deren Farbe derzeit nicht nachgefragt wird. Die beiden Doggen sind gelb und sollten eigentlich blau sein.


Immer ist das Ergebnis, die Dogge muss weg, möglichst innerhalb von Stunden.


Ich höre ausführliche Schilderungen von sich streitenden Menschen, von Polizeieinsätzen und Rechtsanwaltsgesprächen und von Doggen, die ihr Zuhause verlieren, weil sie keiner mehr haben will. Von den Doggen selbst ist aber meist kaum die Rede, außer dass sie als „meine geliebte Dogge“ benannt werden und nun mit dem harten Schicksal gehadert wird, dass diese Dogge nun „abgegeben“ werden muss. Es wird hier etwas quasi als Naturgesetz interpretiert, was ausschließlich in der Verantwortung von Menschen liegt.


Vor wenigen Tagen rief eine Frau an und forderte mich auf, möglichst sofort ihre Doggenhündin aufzunehmen. Die zweieinhalbjährige Hündin habe sie mit eineinhalb Jahren „aus schlechter Haltung“ übernommen und dann vor zwei Monaten abgegeben an vermeintlich die richtigen Menschen. Nun ist die Hündin zurückgegeben worden: sie habe eine Katze totgebissen, kann keinen Augenblick allein im Haus bleiben, zerstört alle Möbel, ist extrem unverträglich mit anderen Hündinnen. Nun ist die arme Hündin wieder dort wo sie zuvor war: Tagsüber in eine Waschküche eingesperrt, wenn die Menschen weg sind. Das Grundstück ist nicht eingezäunt. Auf meine Frage warum nicht ein Teilstück eingezäunt ist, erhielt ich die Antwort, die Gesamtfläche sei zu groß. Diese Frau ließ keinerlei Unrechtsbewusstsein erkennen, betonte immer wieder, man könne sie ja wohl nicht schuldig sprechen. Ich habe dieser Hündin nicht helfen können, da wir derzeit keine unverträgliche Hündin zu Rosi geben können und natürlich es auch fast keine Vermittlungschancen gibt. Es ist absehbar wie diese jetzt schon traumatisierte Hündin ihren weiteren Lebensweg wird gehen müssen. Mir geht sie nicht aus dem Sinn. Inzwischen sind es so viele, denen wir nicht helfen können.


Wir haben auch keine geeigneten Pflegestellen für die immer „schwieriger“ sich zeigenden Doggen, die zu uns kommen. Ich möchte noch einmal betonen, dass ich nicht davon ausgehe, dass es bei einem so hoch organisierten sozialen Lebewesen wie es ein Hund ist ein irgendwie festgefügtes „Wesen“ gibt. Unbestritten sind typische Charaktermerkmale der Dogge zugehörig. Und es gibt auch genetische Dispositionen. Aber all die Charakterisierungen wie „dominant“, „aggressiv“ usw. scheinen mir – wie übrigens bei allen Säugetieren – ein Ergebnis lebensgeschichtlicher Erfahrungen und aktueller Lebensbedingungen zu sein. Man kann jedes menschliche Kind und jeden Hund durch das Schaffen von extrem ungünstigen Lebensbedingungen dazu bringen, sich aggressiv oder ängstlich-depressiv zu verhalten, das umso mehr, je weniger Ausweichmöglichkeiten bestehen. Hier beginnt das Gehirn aller Säugetiere (einschließlich das des Menschen) auf pathologische Lebensbedingungen mit pathologischen Verhaltensweisen zu antworten. Das ist eine elementare und universelle Überlebensstrategie. Also der Hund in einem engen Zwinger ohne soziale Kontakte und ohne Lern- und Bewegungsmöglichkeiten muss auf diese extreme Monotonie (wofür sein Gehirn nicht geschaffen ist) mit all den Verhaltensweisen antworten, die wir dann als „Störungen“ bezeichnen.


Es ist auch nicht zu übersehen, dass uns zunehmend Doggenrüden begegnen, die nicht nur andere Hunde angreifen, sondern auch Menschen beißen. Das gab es natürlich immer schon, jetzt aber erlebe ich eine Zunahme der Problematik. Die Tatsache „ Dogge beißt Mensch“ ist zunächst nur eine Beschreibung eines Sachverhaltes, der ganz unterschiedlich bewertet werden muss. Mir sind Geschehnisse bekannt, in denen die Dogge wirklich gezielt nach einem Menschen beißt, nicht nur zuschnappt, sondern noch nachfasst. Auch hier lässt sich in der Regel eine längere „Vorgeschichte“ rekonstruieren. Häufig ist dann auf der Seite des Hundes eine Haltung gegenüber dem Menschen zu finden, die durch Misstrauen und Furcht gekennzeichnet ist. Der Umschlag in aggressive Akte ist nahezu vorprogrammiert, sobald der Mensch „schwach“ oder „bedrohlich“ erscheint. Aber es gibt auch viele „Beiß-Attacken“ die bei ausführlicher und kompetenter Rekonstruktion deutlich aufzeigen, wie ein Hund durch das Verhalten der Menschen geradezu ausweglos in diese Situation hinein gestoßen wurde, in der es nur den Angriff oder Verteidigung gab. Die Tragik liegt nun darin, dass Doggen mit dieser einschlägigen Vorgeschichte und einem entsprechend ungünstigen Umfeld gezwungen wurden ihre Einstellungen und Verhaltensmuster so umzubauen, dass ihnen ein psychisches Überleben möglich ist. Das vertrauensvolle Zusammenleben mit Menschen ist so nicht mehr möglich. Um aber wieder enge Kontakte zu einem Menschen aufbauen zu können benötigen diese Hunde einen Lebensraum in einer Menschenwelt mit viel emotionaler Zuwendung, Anregung und Lernmöglichkeiten. Wir haben diese „Lernfelder“ für diese „schwierigen Hunde“ nicht. Jeder Versuch, Doggen als Zwischenlösung in einem Zwinger, Tierpension oder ähnliches unterzubringen ist zum Scheitern verurteilt.


Ich will die Doggen, die wir unter unseren Schutz gestellt haben, nicht alle hier nennen. Es gab ausführliche Berichte darüber auf unserer HP. Auch reine Zahlenangaben sind irreführend angesichts der Tatsache, dass wir einzelne Doggen erst nach wochen- und monatelangen Aufenthalten bei Rosi vermitteln konnten. Immer wieder ergab sich die Notwendigkeit, bereits vermittelte Hunde wieder zurückzunehmen und erneut nach passenden Hundeeltern zu suchen.


Zunächst kurze Berichte von den Doggen, die wir im letzten Bericht noch als „Doggen-Nothilfe- Hunde“ nannten, da sie damals (2011) noch auf ein Zuhause warteten:


Da war der junge Rüde „PRINZ“, der schon mehrfach vorher vermittelt wurde und immer wieder sein Zuhause verlassen musste. Zuletzt lebte er zusammen mit einer Doggenhündin (von der Doggen-Nothilfe) bei einer Familie, die ihn ein Jahr zuvor unbedingt haben wollte.


Dort hatte er begonnen – mit zunehmender Tendenz – Schlupflöcher in der Abgrenzung des Grundstückes zu finden und zu benutzen. Er lief dann – scheinbar ziellos – auf Nachbargrundstücken und am Rande einer viel befahrenen Straße umher. Dieses Verhalten ist für eine Dogge mit einem engen Menschenkontakt gänzlich untypisch, nur Doggen ohne wirkliche Bindung an ihre Menschen machen sich alleine auf den Weg. Eigentlich warten sie, dass ein Mensch sie vermisst und wieder zurückholt und ihnen Zuneigung zeigt.


PRINZ wurde dort weggeholt, lebte noch einige Wochen in der Pflegestelle bei Rosi ohne jedes Weglaufen. Dann meldete sich der Mensch, der diese Dogge haben wollte und PRINZ wurde innerhalb von Tagen sein Hund. Mensch und Dogge leben zusammen und unternehmen viel gemeinsam. Nie wieder hatte PRINZ den Wunsch dort wegzulaufen.


Die schon ältere Hündin JESSICA in einer sicher etwas wenig zufriedenstellenden Pflegestelle im östlichen Brandenburg ist tot. Die wirkliche Todesursache bleibt offen; angeblich eine nicht bemerkte Magendrehung.


Wir alle fühlen uns schuldig, dass es uns nicht gelungen ist für JESSICA ein passendes Zuhause zu finden. Diese Hündin war nicht nur unverträglich mit anderen, vor allem kleineren Hunden, sondern hatte außerdem noch erhebliche Bewegungsstörungen, wahrscheinlich unbehandelte Kreuzbandrisse. Immer wieder gab es Anfragen von Menschen, die dann aber schnell wieder ihr Interesse aufkündigten. Uns bleibt ein Schuldgefühl, irgendwie versagt zu haben.


Der junge Rüde ODIN, den wir von einer Tierklinik, in der er als Notfall operiert wurde, übernahmen, da er dort zum Einschläfern abgegeben wurde, hatte ein wunderschönes Zuhause gefunden. Einige Wochen durfte er bei Menschen leben, die ihn liebten und für ihn sorgten. Dann musste er an einer nicht mehr behandelbaren Herzerkrankung sterben. Es bleibt offen, ob diese tödliche Herzerkrankung in einem Zusammenhang mit der Magendreher-OP zu sehen ist.


Wir haben im letzten Bericht von den vier Doggenwelpen erzählt, die Rosi aufgenommen hatte. MAJA und RICARDA haben ziemlich schnell ihre Menschen gefunden. Der gelbe DON musste einer Not-OP unterzogen werden, weil er ein Spielzeug verschluckt hatte, das sich in seinen Därmen festgesetzt hatte. DON hat das alles gut überstanden und fand ein Zuhause. Sein Bild ziert das Deckblatt unseres letzten Berichts. Wenige Wochen später starb DON in einer Tierklinik an einem Milzriss mit Magendrehung. Trotz intensiver tierärztlicher Bemühungen war der junge DON nicht zu retten.


Die Schwester VICTORIA ist von Rosi aus zweimal vermittelt worden und musste jedes Mal zurückgenommen werden, da die Menschen nicht mit ihr zurecht kamen. VICKY war noch nicht ein Jahr alt und reagierte zunehmend panisch auf alle neuartigen Situationen und war nicht durch Menschen zu beruhigen. Bei der zweiten Rückkehr zu Rosi beschlossen wir, dass VICKY nun ganz bei Rosi – die immer ihr Mensch war – bleiben durfte. Von VICKY wird noch berichtet.


Der einäugige ERIK fand ein Zuhause bei Menschen, die seine Einäugigkeit nicht störte.


ERIK, der jetzt EDDY heißt, ist ein lebensfroher und lernbegieriger Junghund. Hier spitzte sich seine Lebenssituation vor einigen Wochen für uns bedrohlich zu, als wir erfuhren, dass seine Menschen sich getrennt hatten und das gemeinsame Haus verkauft wurde. Der Mann hatte kein Interesse mehr an dem Hund und die Frau musste nun eine Wohnung suchen. Schon befürchteten wir, dass unser EDDY sein Zuhause verlieren würde. Aber dann trat das Unerwartete ein: Frau S. suchte mit unserer Hilfe eine Hundepension für EDDY, um intensiv nach einer geeigneten Wohnung zu suchen. Die Wohnung wurde gefunden und EDDY darf bei seinem Menschen bleiben. Hier der ganz seltene Fall, dass ein Mensch auch in schwierigen Lebenssituationen zu seinem Hund hält.


Aber unsere ADDELY, inzwischen ca. sechs Jahre alt, ist immer noch bei Rosi. Keiner von uns kann verstehen, dass sich keine Menschen für sie ernsthaft interessieren. ADDELY ist gut erzogen und liebt doggentypisch den Kontakt zu Menschen. Außerhalb ihres Zuhauses ignoriert sie andere Hunde, nur in ihrem eigenen Revier mag sie keine Artgenossen. Das ist der Grund, weshalb sie immer noch bei uns ist.


Bevor ich jetzt von einzelnen Doggen berichte, die wir in den letzten Monaten aufnehmen und dann vermitteln konnten, noch der Hinweis, dass wir zunehmend Vermittlungshilfe leisten für Doggen (auch Doggenmixe) aus Tierheimen, Tierschutzorganisationen und von Privatleuten.


Im Juni 2011 hörten wir von einem vierjährigen blauen Rüden LEON aus dem Berliner Umfeld, der ganz dringend sein Zuhause verlassen musste. Sein Herrchen war schwer erkrankt und konnte sich nicht mehr um den Hund kümmern, die Frau des Hauses war dem Rüden nicht gewachsen. Dieser pinkelte zuhause alle Möbel an, auch die Frau. Diese Haltung des Hundes gegenüber Menschen sollte sich später noch als ein schwerwiegendes Problem erweisen.


Im August 2011 meinten wir endlich ein passendes Zuhause für die ängstliche junge VICKY gefunden zu haben. Nach sich über mehrere Wochen erstreckende Telefongespräche mit Frau B. und unseren nachdrücklichen Schilderungen der ausgeprägten Ängstlichkeit dieser Junghündin und nach positiv verlaufender Vorkontrolle, wurde VICKY Anfang September von Frau B. und Familie bei Rosi abgeholt. Die ersten Stunden im neuen Zuhause schienen einigermaßen problemlos verlaufen zu sein. VICKY fühlte sich sicher in der Nähe der alten Leonbergerhündin und des kleinen Menschenkindes. Doch dann überschlugen sich die Ereignisse: VICKY – vorschriftsmäßig im Geschirr mit Laufleine – erschrak im Garten, riss sich vom Hundeführer los und sprang über den Gartenzaun. Die Menschen folgten ihr, konnten aber keinen Kontakt zu ihr herstellen. VICKY rannte auf eine Kuhweide, wurde von den Kühen gejagt und geriet in den Strom führenden Weidezaun. Dann blieb sie völlig erschöpft und apathisch im Graben an einem Weg liegen. Es gelang den Menschen, sie dort aufzuheben und nachhause zu bringen. Aber dieses Zuhause gab dem verängstigten Hundekind keine Sicherheit mehr, weder das Kleinkind noch die alte Hündin vermochten zu helfen. VICKY verkroch sich zitternd unter ein Bett, dann wurden wir benachrichtigt. Die sehr besorgten Menschen brachten zum Ausdruck, dass sie mit dieser jungen Dogge überfordert seien. Am nächsten Morgen fuhr Ilka mit unserem Hundeauto los, um VICKY zurück zu Rosi zu bringen. Eine Fahrt von insgesamt über 800 km. VICKY hat während der langen Fahrt tief und fest im Auto geschlafen. Inzwischen hatten wir entschieden, dass diese Hündin nicht noch einmal vermittelt werden sollte, sondern bei Rosi bleiben dürfe. Vielleicht kann Rosi noch etwas von ihrer VICKY erzählen.


Im September nahmen wir die zwei Brüder EDDY und PAUL auf, die von ihrem „Züchter“ nicht verkauft werden konnten wegen der „falschen Farbe“. Die beiden jungen Rüden (9 Monate) hatten bisher nur im Zwinger gelebt, waren aber freundlich mit Menschen und anderen Tieren. Wir fanden die passenden Menschen für sie.


PLATINA genannt TINA


Ende Juli hatten wir folgenden Hilferuf unter den e-mails:


Platina, Dogge, Hündin. Aufgrund des schlechten Zustandes, können wir das Alter noch nicht schätzen.


Beschreibung: Platina befindet sich derzeit in der Tötungsstation von Jaszbereny, Ungarn. Sie wurde von der Leiterin der Tötungsstation eingefangen, da sie orientierungslos und vollkommen verängstigt an einer viel befahrenen Umgehungsstrasse am Straßenrand gelegen hat. Wahrscheinlich wurde sie dort ausgesetzt. An Ihrem Gesäuge sieht man noch, dass sie vor nicht allzu langer Zeit Junge gehabt haben muss. Wir nehmen an, dass sie von einem Hundevermehrer entsorgt wurde.


Wie die Bilder belegen, ist Platina einabsoluter Notfall. Da es sich bei ihr aber um ein Fundtier handelt, muss sie 14 Tage in der Tötung bleiben. Anschließend möchten sie möglichst schnell retten, benötigen hierfür jedoch eine End- oder Pflegestelle oder einen übernehmenden Verein.


Platina könnte Ungarn kastriert, geimpft und gechippt verlassen.


Wenn Sie ihr helfen möchten, wenden Sie sich bitte an ihre Kontaktperson.


Vermittlung: Bundesweit - Aufenthaltsort: Tötung Ungarn - (Vereins)-Sitz: 95482 Gefrees


Casa Animale e.V., Iris Lücke, Telefon 02204-916019 oder 0163-3769498,
iris.luecke@casa-animale.de


 


Innerhalb von wenigen Tagen haben wir beschlossen, diese arme Hündin unter unseren Schutz zu stellen. Sobald diese Zusage der Übernahme bei Casa Animale vorlag, wurde PLATINA aus der Tötungsstation herausgenommen und einem Pfleger übergeben, der sich sehr um sie bemühte.


Wir erhielten folgende Nachricht aus Ungarn:


Hallo Frau Kehler,


hallo Frau Gorski,


wie Ich Ihnen, Frau Kehler, versprochen habe, werden wir Sie über den Gesundheitszustand von Platina auf dem laufenden halten. Eben kam folgende Mitteilung von Chris, unserem ungarischen Tierschützer vor Ort:


Ich hab Platina noch am gleichen Abend auf eigene Kappe zum Tierarzt gebracht. Sie hat Dermodex Milben UND Pyrodermie beides Gottseidank NICHT ansteckend, sie hatte hohes Fieber und bereits am ersten Abend hat sie Infusionen bekommen, bekommt täglich Antibiotikum usw. Sie hat auch ganz schlimmen Husten und eine offene Gebärmutterentzündung, sie ist aber nicht in einem operierbaren Zustand, wir müssen sie jetzt erstmal stabilisieren und kräftigen.


Fressen tut sie mittlerweile aber ordentlich .. ich kann sie jetzt am Anfang aber auch nicht überfüttern.


LG


Chris


Liebe Grüsse, Annika Mauruschat


Es gab dann einen weiteren regelmäßigen und intensiven Informationsaustauch zwischen den Tierschützern in Ungarn und der Doggen-Nothilfe. Anfangs war es nicht einmal sicher, ob PLATINA überleben würde; an eine Gebärmutter-Operation war nicht zu denken.


Wegen des recht instabilen Gesundheitszustandes und der bestehenden Quarantäne-Bestimmungen dauerte es noch lange weitere Wochen bis PLATINA nach Deutschland ausreisen konnte.


PLATINA in unserer Pflegestelle


Seit September ist diese so liebenswerte Hündin bei Rosi und unseren anderen Notdoggen. Wir konnten jetzt das ungefähre Alter der Hündin einschätzen (ca 2 Jahre) und wir begannen zu begreifen, dass sie all das Grauen ihrer Vorgeschichte überlebt hat.


Auf unserer HP stand:


Sie hat diesen typischen Doggencharakter, ist verträglich mit anderen Hunden und liebt es, am Leben der Menschen teilzuhaben.


Tinchens ausgeprägte Hautschäden (blutige Haut und Eiterbeulen) beginnen abzuheilen.


Noch wird sie kontinuierlich von unseren Greifswalder Tierärzten betreut und überwacht. Erst nach Abschluss einer Phase einer antibiotischen Behandlung wird eine Operation der Gebärmutter möglich sein, das soll in der uns vertrauten Klinik in Greifswald geschehen und vorher wird TINA nicht vermittelt.


Vielleicht fühlen sich jetzt schon Menschen angesprochen, die unserer TINA


ein sicheres und liebevolles Zuhause geben wollen.


Wir danken den Tierschützern aus Deutschland und Ungarn, die so fachkompetent und engagiert an der Rettung dieser Doggenhündin beteiligt waren.


Lasst uns alle so weiterarbeiten!


Eva Gorski


Doggen-Nothilfe e.V.


14.Oktober 2011


Zusatz-Info von November 2011


Wegen der immer noch vereinzelt vorhandenen Demodex-Milben und der inzwischen eingetretenen Läufigkeit, muss die unverändert notwendige Gebärmutter-Operation bei TINA um mehrere Wochen verschoben werden. Der Hündin geht es gut und sie wird regelmäßig tierärztlich überwacht.
Eva Gorski/ Doggen-Nothilfe e.V.


Wochen später konnten wir berichten:


PLATINA ist vorgestern operiert worden. Sie hat die OP gut überstanden und die Tierärzte haben keine krankhafte Veränderung der herausgenommenen Gebärmutter festgestellt. Also keine Vergrößerung des Organs, keine Entzündung und kein Tumor.


Dass es der Hündin immer noch gesundheitlich nicht so richtig gut geht, liegt daran, dass die schwere Demodikose (siehe die Anfangsbilder) ihre Spuren hinterlassen hat. Das Immunsystem unserer PLATINA ist immer noch sehr geschwächt und die vielen Hautveränderungen besonders an den Pfoten bereiten viel Schmerzen. An manchen Tagen mag TINA kaum laufen. Diese teilweise offenen Hautstellen müssen regelmäßig gewaschen und eingecremt werden. Wir hoffen sehr, dass die Kastration langfristig doch eine Entlastung bringt. Die hier beobachtbaren Folgen einer generalisierten Demodikose (bei gleichzeitig extrem schlechtem Allgemeinzustand) und das war ja die Situation dieser Hündin in der Tötungsstation in Ungarn, sind nicht unerwartet. Unsere Tierärzte in Greifswald gehen davon aus, dass es noch Monate dauern kann bis PLATINA einen einigermaßen stabilen Gesundheitszustand erreicht haben wird.


Wir alle wollen weiterhin alles Notwendige für sie tun und sind dankbar und glücklich, dass sie bei uns lebt.


Eva Gorski und Rosi Kehler / Doggen-Nothilfe e.V.


Nachdem TINA von Menschen adoptiert wurde, haben wir den Bericht von ihrem neuen Zuhause auf unsere HP gesetzt:










Platina


Samstag 15.Oktober.2011


Vielleicht können sich noch viele Tierfreunde an die ersten Berichte und Bilder der wirklich geschundenen Hündin PLATINA aus einer Tötungsstation in Ungarn erinnern? Wir, die Doggen-Nothilfe, haben uns damals einstimmig entschlossen, gemeinsam mit Tierfreunden in Ungarn und der Doggenhündin selbst um ihr Leben zu kämpfen. Schon auf dem Weg der Besserung hat TINA dann viele Monate in unserer Pflegestelle bei Rosi Kehler leben können. Sie ist dort medizinisch betreut und von allen Menschen geliebt worden. Dann, nach langem Suchen haben wir ein passendes Zuhause für sie gefunden. CANDY und Sven haben sie adoptiert und in ihrer Familie aufgenommen


Liebe Rosi,


jetzt wohne ich schon ganz viele Wochen in meiner Familie und ich wollte mal wieder melden, wie es mir geht.


Ich bin immer noch eine ganz Feine. Der Arzt hat gesagt, ich brauche keine Medikamente mehr nehmen. Das ist schön. Seitdem muss ich nachts auch nicht mehr brechen, nur noch, wenn ich ganz viel getrunken habe.


Ich habe mich auch schnell an den Opa gewöhnt. Jetzt laufe ich immer hin und wedel mit dem Schwanz, weil der immer was Gutes für mich hat. Ich habe bei neuen Leuten inzwischen auch nur noch ganz wenig Angst.


Mit anderen Hunden verstehe ich mich gut. Aber so richtig mag keiner mit mir spielen. Bestimmt weil ich so groß bin. Aber Mama und Papa beschäftigen mich. Mein Spieli hole ich zwei bis dreimal, wenn sie es wegwerfen, weil sie sich da so freuen, aber dann wird mir langweilig.


Mit Arco verstehe ich mich super. Auch wenn ich es nicht besonders mag, wenn jemand ihn streichelt... aber da drängel ich mich einfach dazwischen und guck ganz lieb. Wir wecken Mama und Papa jetzt immer halb sieben und gehen dann zusammen spazieren. Wir können ja dann weiter schlafen.


Ich hab Dir noch zwei Bilder geschickt. Auf dem einen schaukel ich bei uns im Garten, auf dem anderen schlafe ich mit dem Arco die zweite Schicht, also nach dem Spazieren und Frühstücken.


Ganz liebe Grüße von Mama und Papa,


Tina und ihr Rudel





TINA in ihrem neuen Zuhause


Im Oktober nahm Rosi den gelben Jungrüden ANTON auf, der nach langer Suche ein neues Zuhause fand.


Im Jahr 2012 zog der Doggenrüde CARLOS bei Rosi ein, dahinter standen Peter Schönke und andere Tierschützer und Doggenfreunde aus dem Berliner Umfeld. CARLOS ist ein im Großstadtmilieu aufgewachsener Rüde, sehr gehorsam, verträglich mit allen anderen Hunden und an vielerlei Trubel gewöhnt. Es meldeten sich Menschen, die genau so eine Dogge haben wollten.


Zwei weitere Rüden waren für einige Wochen bei Rosi: ARTOS, der zunächst als “Fundhund“ von Tierschützern aufgegriffen wurde und in einem Tierheim abgegeben wurde. Von dort konnten wir ihn übernehmen. Nach Wochen verknüpften sich Einzelinformationen zu der Geschichte, dass ARTOS wohl von der Freundin eines Paares, das sich getrennt hat, ausgesetzt wurde. Später nahm der verlassene Partner Kontakt zu uns auf und konnte nachweisen, dass ARTOS sein Hund sei und er ihn auch wieder haben wolle. Unter Einschaltung der Ordnungs- und Veterinärbehörde durfte ARTOS wieder zu seinem Menschen zurück. Mitentscheidend für uns war, dass der Rüde sich unbändig gefreut hat als er seinen Menschen wieder sah.


GUSTAV, ein fast weißer zweijähriger Doggenrüde, musste ganz schnell sein Zuhause verlassen, da er dort einen älteren Windhundrüden fast totgebissen hatte. Das Frauchen war völlig verzweifelt und wusste keinen anderen Rat als den GUSTAV abzugeben. Sie blieb in engem Kontakt zu Rosi und zu mir, hielt eine OP-Versicherung aufrecht und zahlte uns Futtergeld. GUSTAV zeigte sich nicht auffällig bei Rosi. Und dann kam die Nachricht, dass die Familie von GUSTAV sich doch nicht von ihm trennen wolle, man unternahm aufwendige Umbauten im Haus, um die Rüden trennen zu können. Und nach einigen Wochen durfte GUSTAV wieder in sein Zuhause zurück.


Im März 2012 kam der Grautiger DUKE zu Rosi.



Der fast 5jährige, kastrierte DUKE ist seit einigen Wochen in unserer Pflegestelle bei Rosi Kehler. Dort hat sich inzwischen gezeigt, dass viele zuvor berichtete problematische Verhaltensweisen von DUKE dort in keiner Situation beobachtet werden konnten. Da wir alle wünschen, dass DUKE den zweiten Teil seines Lebens anders verbringen darf als bisher, verzichten wir auf eine ausführliche Darstellung seiner Vorgeschichte, um ihn nicht auf ein bestimmtes „Hundebild“ festzulegen.





Es sei nur noch einmal daran erinnert, dass DUKE im Alter von etwa acht Monaten erstmals weitergereicht wurde. In dem anschließenden Zuhause durfte er einige Jahre bleiben, aber auch dort gab es als „Erziehungsstil“ neben Verwöhnung und Inkonsequenz eine harte und ungerechte Dressur.





Aus der jetzigen Lebenssituation des Rüden berichtet Rosi, dass er sich zwar abwartend und vielleicht auch tendenziell misstrauisch gegenüber fremden Menschen zeigt, diese dann aber, wenn sie ihm Zeit zum Kennenlernen lassen, gerne annimmt. Er sucht in doggentypischer Manier die Nähe seiner ihm vertrauten Menschen und braucht keinen zweiten Hund in seinem Umfeld. In der Begegnung mit anderen Hunden draußen (auch wenn diese hinterm Zaun bellen) gibt es keinerlei Schwierigkeiten. Wegen der vorhandenen Grunderziehung bleibt DUKE in allen Situationen kontrollierbar, doch wäre es sinnvoll weiter an seiner Erziehung zu arbeiten. Die anfänglich stark vorhandene, Tendenz, Fahrräder, Trecker usw. zu jagen, konnte deutlich reduziert werden. DUKE hat, wie viele andere Doggen auch, ein ausgeprägtes Bestreben, seine Menschen und das häusliche Grundstück zu bewachen. Aber auch hier keinerlei aggressive Tendenz.





Wir wünschen uns für DUKE Menschen, die ihm Zeit und Raum geben, in einer neuen Menschenfamilie ein sicheres Zuhause zu finden, dann könnte er ein wundervoller Begleiter eines Menschen sein.





Eva Gorski / April 2012


Über Wochen hinweg- eigentlich bis heute – beschäftigt uns die Geschichte um DONALD.


Auf unserer HP stand:


Das wissen wir aus DONALD’s Vorgeschichte:
















DONALD (elf Monate jung)


Montag 16.April.2012 19.33


Dieser Jungrüde kam namenlos zu uns und sein Pflegefrauchen hat ihn wegen seines watschelnden Ganges „DONALD“ genannt.





Wir hörten von ihm über eine Frau, die diese junge Dogge in einer Autowerkstatt entdeckte und um Hilfe bat. Der Werkstattmeister wollte ihr den Hund gleich mitgeben, da er ihn nicht behalten konnte. DONALD war dort abgegeben worden, weil er die Treppen in den zweiten Stock eines Miethauses nicht steigen konnte. Nachträglich haben wir erfahren, dass die junge Dogge dort in der Werkstatt/ Schrottplatz von dem Zeitpunkt an gelebt haben muss als er im Alter von etwa vier Monaten von Menschen, die wir nicht kennen, übernommen wurde. In diesen zurückliegenden Monaten musste die heranwachsende Dogge wohl die meiste Zeit angebunden an einem Zaun verbracht haben. Es handelt sich um den Zeitabschnitt intensivsten Wachstums und Ausbildung der Knochen, Gelenke und Bänder bei einer so großwüchsigen Hunderasse wie einer Dogge. Das Erleben dieser ausgeprägten Mangelsituation in Bezug auf angemessene Fütterung und Bewegungsmöglichkeiten hat bei DONALD zu den jetzt vorliegenden erheblichen Stellungsfehlern der Gliedmaßen geführt.


DONALD ist inzwischen in der Tierklinik Isernhagen vorgestellt worden. Die ihn behandelnden Ärzte haben durch mehrere Röntgenaufnahmen feststellen können, dass entgegen unseren Befürchtungen, keine Gelenkdeformationen vorliegen, wohl aber noch etwas eingeschränkte Funktionen der Bänder.


Wir haben für diesen Rüden eine Pflegestelle mit einer liebevollen und kompetenten Frau gefunden, die unseren DONALD vorbehaltlos in ihre Familie aufgenommen hat.


Die anfänglich extreme Fehlstellung der Hinterhand hat sich in den letzten Wochen deutlich gebessert d.h. der Hund steht stabiler und bewegt sich gern.


Es meldeten sich mehrere Interessenten für Donald, die sich dann aber als ungeeignet erwiesen oder sich selbst zurück zogen wegen der Bewegungsstörungen des Hundes.


Und dann nahm die Familie Z, die bereits die junge Hündin FINJA von der Doggen-Nothilfe hat, Kontakt zu uns auf und wollte DONALD kennen lernen. Schon beim ersten Besuch fanden Mensch und Hund zueinander und DONALD durfte in sein neues Zuhause einziehen.



Leider hat sich inzwischen gezeigt, dass die Einschätzungen der bisher befragten Tierärzte bezüglich seines Gesundheitszustandes eher oberflächlich und ungenau waren. Die neuerliche Diagnose einer kompetenten Tierklinik zeigt das Ausmaß der tatsächlich bestehenden Störung der jungen Dogge.


Wir, als Vertreter der Doggen-Nothilfe, möchten ausdrücklich unsere Anerkennung und unseren Respekt für alle Mitglieder der Familie Z zum Ausdruck bringen dafür, dass nie in Erwägung gezogen wurde, DONALD „zurück zu geben“. Vielmehr haben sich die Menschen von DONALD überzeugend dafür ausgesprochen, mit diesem Hund leben zu wollen und zu ihm zu halten.


Eva Gorski


Doggen-Nothilfe-Team Juni 2012

Wir hätten nichts von dem, was wir für die verlassenen Doggen tun konnten, auch nur ansatzweise schaffen können ohne Rosi Kehler. Rosi hat Doggen aufgenommen, die entweder als „schwierig“ im Charakter galten oder aber sehr krank und pflegebedürftig waren.


PLATINA, deren Schicksal uns alle tief berührte, kam zu Rosi in einem Zustand, der es nicht sicher erscheinen ließ, dass sie überleben würde. Diese Hündin, die in Ungarn noch als nicht operierbar galt (vereiterte Gebärmutter), hat noch viele Wochen lang (oder waren es Monate) der intensiven Fürsorge bedurft. Durch die Auswirkungen der schweren generalisierten Demodikose musste PLATINA mit Medikamenten behandelt werden, die viele Nebenwirkungen hatten. Wochenlang wischte Rosi Erbrochenes weg, reinigte die Hündin und die Betten. Teilweise konnte TINA wegen der blutig entzündeten Pfoten kaum aufstehen. Und immer wieder die vielen Fahrten in die Tierklinik nach Greifswald: Hautdiagnostik, Blutabnahme und Herzdiagnostik.


Rosi habe Dank für all Deine Mühe. PLATINA steht hier zwar im Mittelpunkt meines Dankes an Rosi, aber es sind auch die vielen anderen Doggen, denen Du Dich schützend und helfend an die Seite gestellt hast. Immer hast Du Partei für die Hunde ergriffen und diese haben es gespürt und es gab diese erstaunlichen Veränderungen im Verhalten der zuvor als so schwierig geltenden Doggen.



Wie in vielen zurückliegenden Jahren gab es im November 2011 wieder den Weihnachts-Bazar für bedürftige Tiere in Buchholz. Dazu hatten Elke und Willi Ruge zusammen mit vielen unermüdlichen Helferinnen eine Fülle von Bastelarbeiten, Weihnachtsgestecke, Kuchen und Torten sowie ansprechende Geschenkartikel hergestellt und zusammen getragen. Der Erlös ging anteilig an das Tierheim Buchholz und die Doggen-Nothilfe. Dafür danken wir Elke und Willi ganz herzlich.


Die enge und intensive Zusammenarbeit mit Lydia’s Doggen-Schutz konnten wir fortführen. Lydia und ihr Team haben die Arbeit der Doggen-Nothilfe finanziell unterstützt. Besonders bei der Aufnahme der Notdogge DONALD hat es sich bewährt, dass wir alle Schwierigkeiten, Probleme, und entstehende Kosten, die immer wieder auftauchten, gemeinsam bewältigen konnten. Dir, liebe Lydia, unseren allerherzlichsten Dank.


Wann immer wir Unterstützung für in Not geratene Doggen im Großraum Berlin suchten, konnten wir uns an Peter Schönke wenden, der stets bereit war, tatkräftige Hilfe zu leisten.


Vielen Dank an Dich, Peter und Deine Mitstreiter.


Unser ganz besonderer Dank gilt unserer Webmasterin, die mit Fachkompetenz und hohem Engagement unsere Internetseite betreut.


Allen hier nicht ausdrücklich genannten Menschen, die an unserer Arbeit Anteil genommen und uns unterstützt haben, gilt ebenfalls unser Dank.


Unser DUBAI – viele erinnern sich vielleicht an seine Geschichte – hat vor wenigen Tagen seinen 9. Geburtstag gefeiert. Er ist ein lebensfroher Hund, der ausdauernd sein Spielzeug umher trägt und noch wilde kurze Hundespiele mit unserer NORA gestaltet.



NORA und DUBAI beim Mittagsschläfchen



Eva Gorski 30. Juni 2012



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Unsere-Taetigkeit
Tätigkeitsbericht 2010 / 2011Donnerstag 12.Mai.2011 20.16



 



 



Notoperation rettet Hundekind DON




 


Seit über einem Jahr können wir nur noch sehr zögerlich in immer länger werdenden Abständen unsere Doggen in ein neues Zuhause vermitteln. Von den wenigen Interessenten, die sich bei uns melden, bleibt eine immer kleinere Zahl von Menschen übrig, denen wir (nach Internetkontakten, Telefongesprächen und Vorkontrolle) eine unserer Doggen anvertrauen können. Auch die Versuche durch Inserate in Lokalzeitungen potentielle Interessenten für unsere Doggen zu gewinnen, sind weitgehend erfolglos geblieben. Es meldeten sich zunächst immer Menschen, die sich für eine unserer Doggen zu interessieren schienen, jedoch nach einigen Tagen brach der Kontakt ab oder es stellte sich schon während intensiverer Telefongespräche heraus, dass wesentliche Bedingungen für die Aufnahme einer Dogge nicht gegeben waren.



 



 


Die Haupthinderungsgründe sind:



 


  kein Haus, sondern eine Wohnung


  Kein Garten oder wenn vorhanden, nicht eingezäunt


  weitere 2 – 3 eigene Hunde


  kleine Kinder



 


Das ist kein grundsätzliches Argument gegen die Aufnahme einer Dogge. Aber es muss genügend Zeit und Einsicht vorhanden sein, um dem neuen Familienmitglied die notwendige Zuwendung zu geben. Auch muss die Problematik erkannt werden, die darin liegen könnte gleichzeitig mit einem zweijährigen Kind und einer (noch nicht leinenführigen und noch nicht sozialverträglichen) Dogge spazieren gehen zu wollen.



 



 


  finanzielle Gegebenheiten, die vermuten lassen, dass kostenintensive Tierarztbesuche und hochwertiges Futter nicht möglich sind



 


  Besuch einer Hundeschule wird nicht in Erwägung gezogen, da „das ja was kostet“



 


  Auf Nachfrage von mir wird kategorisch erklärt, dass die Dogge nicht mit ins Schlafzimmer, nicht auf das Sofa und vielleicht nicht einmal mit ins Wohnzimmer kommen darf



 


  immer noch die Menschen, die sofort nach dem „Preis“, nach Farbe und Garantien für Gesundheit fragen. Als wir die Hundekinder auf unserer HP hatten, mailte eine Frau, sie sei schon länger auf der Suche „nach kostengünstigen Doggenwelpen“. Ich habe ihr entsprechend geantwortet und dann nie mehr etwas von ihr gehört.



 



 


Aber auch die Doggen, die wir unter unseren Schutz gestellt haben, lassen sich immer häufiger als „schwierige“ Hunde charakterisieren. Wobei diese „Schwierigkeit“ nie ein feststehendes Wesensmerkmal ist, sondern – wie bei allen hochorganisierten und sozialen Lebewesen – stets ein Ergebnis lebensgeschichtlicher Erfahrungen und aktueller Lebensbedingungen darstellt, also veränderlich ist. Von diesen Veränderungsmöglichkeiten kann Rosi eindrucksvoll berichten. Bei allen Doggen, die wir aufgenommen haben, war ihr bisheriges Leben und die aktuellen Umstände unter denen sie leben mussten, durch erhebliche Mängel an Zuwendung, Lernmöglichkeiten, sozialen Kontakten und meist auch körperlicher Pflege und Sorgfalt gekennzeichnet. Das aber bedeutet, dass wir nicht nur viele gänzlich unerzogene und sozialunverträgliche Doggen bei uns haben, sondern auch viele, die sofort oder in absehbarer Zeit intensiver tierärztlicher Versorgung bedürfen.


Dass Impfpässe entweder gar nicht vorhanden sind oder die Impfungen jahrelang ausgesetzt wurden, das gab es schon immer. Jetzt aber sind es häufig dringend notwendige Augen-Operationen, vereiterte Ohren. Bei den Berichten über einzelne Hunde noch mehr Details dazu. Die sogenannte Schutzgebühr hat noch nie die entstandenen Kosten abgedeckt. Inzwischen aber sind die Kosten, die wir erst einmal aufwenden müssen, bis ein Hund vermittlungsfähig ist, ein Vielfaches der Schutzgebühr. Hinzu kommt dann noch die Tatsache, dass unsere Hunde viele Monate in der Pflegestelle sind und natürlich ernährt werden müssen.


Die Bereitschaft vieler Menschen, die eine „Not-Dogge“ bei sich aufnehmen wollen, ist oft zunächst gespeist aus einem Gefühl von Mitleid und dem Impuls helfen zu wollen. Aber, wenn dann das neue Familienmitglied so gar nicht den Erwartungen entspricht, erfolgt schnell eine „Rückgabe“, statt dem so verunsicherten Hund wenigstens einige Tage Zeit zu geben, sich in seinem neuen Umfeld zurechtzufinden.



 



 


Ich will nun von Doggen berichten, deren Lebensgeschichte und deren Wesen, aber auch die erheblichen Schwierigkeiten beim Finden geeigneter Menschen für sie, uns allen besonders in Erinnerung geblieben sind.



 


Der Berichtszeitraum reicht von Juli 2010 bis Ende April 2011.



 



 


ADELEIDE genannt ADELY



 


Von dieser Hündin ist schon vor einem Jahr in diesem Kreis berichtet worden. Sie ist ein „Fundhund“ und wurde zunächst im Tierheim in Berlin aufgenommen. Unter diesen Lebensbedingungen dort begann sie sich erheblich selbst zu verletzen. In der Pflegestelle bei Rosi sind die Folgen der Selbstbeschädigung langsam abgeheilt.


ADELY ist inzwischen eine kuschelige und sehr menschenbezogene Hündin geworden, die immer in der Nähe ihrer Menschen sein will.


Sie verfügt über einen guten Grundgehorsam und zeigt keinerlei Jagdtrieb. Aber sie möchte ihr eigenes Revier nicht mit einer anderen Hündin teilen, außerhalb ihres Zuhauses gibt es keine Probleme in der Begegnung mit anderen Hunden/Hündinnen.


Alle unsere bisherigen Bemühungen für diese jetzt fünfjährige ADELY ein geeignetes Zuhause zu finden, sind fehlgeschlagen. Außer der ständigen Präsentation auf unserer HP, wird sie beim Doggenschutz angeboten. Wir hatten mehrfach Anzeigen in verschiedenen Regionalzeitungen und haben sie auch auf einer weiteren seriösen Internetplattform präsentiert. Alles ohne Erfolg.



 



 


RAMON



 


Der dreijährige gefleckte Rüde RAMON lebt nicht mehr. Ich will kurz von ihm und seiner Lebensgeschichte voller Tragik berichten. Einzelheiten dazu wird Rosi beitragen.


Wir hörten von einem Doggenrüden RAMBO, der irgendwo in Süddeutschland von den Ordnungs- und Veterinärbehörden beschlagnahmt und in ein Tierheim verbracht worden war. Es drohte seine Tötung. Was war geschehen? Der Rüde hatte in der Vergangenheit bereits einen Hund totgebissen und auch Menschen durch Bisse verletzt. Als letzter Auslöser für die Beschlagnahme des Hundes galt die Tatsache, dass er einen Polizisten (auf dem Wege zu dem Halter von RAMBO) angriff als dieser die Gartenpforte öffnete und das Grundstück betrat. Der anwesende Hundehalter hat diesen Angriff wohl nicht verhindern können. Ein wochenlanger Aufenthalt im Tierheim führte dazu, dass die Dogge kaum noch Futter zu sich nahm und stark abmagerte. Dann kam der Hilferuf an uns. ROSI hat wochenlang mit den zuständigen Behörden verhandelt, bis es ihr endlich gelang, die Erlaubnis zu bekommen diese Dogge erst einmal bei sich aufzunehmen. Die Chance auf eine baldige Vermittlung war gering, das wussten wir. Anfangs hat RAMON (so hieß er bei ROSI) keinen Menschen an sich herangelassen. ROSI hast es mit ihrer Geduld und ihrem „Hundeverstand“  llmählich geschafft, in seiner Nähe sein zu dürfen und ihn später auch anfassen können. Sie ist mit ihm in die Klinik nach Greifswald gefahren, um eine dringend notwendige Augen-Operation durchführen zu lassen. RAMON hat den Eingriff und die Narkose gut überstanden. Dann fünf Tag später ist er wenige Schritte von Rosi entfernt tot zusammengebrochen.



 



 


PRINZ (ehemals KOMET)



 


kam erstmals 2008 zu uns aus einem Tierheim, in das er von „seinen Menschen“ gebracht worden war. Damals war er gerade ein Jahr alt. In diesem TH ist die dringend notwendig gewesene Augen-OP durchgeführt worden und es wurde darauf hingewiesen, dass wohl noch eine Nachoperation notwendig sein würde.


In unserer Pflegestelle erlebte Rosi ihn als einen freundlichen, aber sozial unsicheren Jungrüden, der bisher weder einen festen Menschenkontakt noch Erziehung erfahren hatte. Wir vermittelten ihn zweimal in kurzen Zeitabständen. Einmal an eine Familie, die ihn unbedingt haben wollten. Nach wenigen Wochen wurde PRINZ wieder an uns zurückgegeben mit der Begründung, nicht genügend Zeit für den agilen Jungrüden zu haben.


Dann gab es wieder eine Interessentin für ihn, dort blieb er nur 24 Std. danach kam der Anruf, der Hund würde nicht an der Leine gehen und immer zu anderen Hunden hinwollen, wir sollten ihn wieder abholen.



 


Diese Schilderungen überraschten uns natürlich nicht (in ausführlichen Vorgesprächen mit den entsprechenden Interessenten sind alle diese zu erwartenden Schwierigkeiten aufgezeigt worden) wohl aber machte uns wieder einmal betroffen und auch wütend, wie Menschen damit umgehen, wenn ein Hund mit derart verstörenden lebensgeschichtlichen Erfahrungen wie unser Komet nicht sofort reibungslos „funktioniert“. PRINZ musste für fast drei Wochen in eine Hundepension gegeben werden, da wir keinen anderen Platz für ihn hatten. Dort wurde er von Fachleuten (Trainer, Pfleger) als ein ganz „normaler Junghund ohne ausreichende Erziehung“ erlebt.


Dann fanden wir eine Pflegestelle für ihn mit einigen Mängeln, aber doch überwiegend akzeptabel. Jedenfalls besser als das Leben in einer Hundepension.


Aus der Pflegestelle wurde schnell ein Endzuhause.  PRINZ  durfte dort bleiben, wir verlangten keine Schutzgebühr für ihn, aber die Zusicherung, ihn kastrieren zu lassen und die vom TH Berlin zugesagte erneute Augen-OP in Anspruch zu nehmen. Für unseren PRINZ gab es nun engen Menschenkontakt, viel Raum zum Spielen und es gab zwei Hündinnen.


Wir bekamen anfangs Berichte von dort, die von Erziehungserfolgen und vielen Lernmöglichkeiten für den Junghund sprachen. Auch wortreiche Zusicherungen, sich nie wieder von diesem Hund trennen zu wollen.


Doch dann kam alles anders. Über Lydia erreichte uns 2010 die Nachricht, dass der „Herr des Hauses“ das Anwesen verlassen habe und die Frau nun PRINZ abgeben wolle. Außerdem war unser Doggenrüde (natürlich weder kastriert, noch die Augen behandelt) Vater von vier Dogge-Boxer-Welpen geworden, die nun auch noch dringend vermittelt werden mussten. Geeignetes Futter für alle Hunde war aus finanziellen Gründen nicht ausreichenden verfügbar. 


Lydia (Doggenschutz) hat Futter dorthin gebracht, hat die teuren Tierarztrechnungen (Kastration und Augen-OP) bezahlt und die Vermittlung der Welpen organisiert.


Für PRINZ haben wir bei Frau P. ein Zuhause gefunden, die bereits eine Doggenhündin (MIRA) von uns hat und gern eine zweite Dogge haben wollte.


Im August 2010 zog PRINZ dort ein.


Doch dann verlor der arme Prinz erneut sein Zuhause.


Jetzt im Frühjahr 2011 rief mich Frau P. an und sagte, sie müsse den PRINZ wieder abgeben, da er ständig weglaufen würde, angeblich würde er Zäune von 2m Höhe überwinden, und dann auf einer vielbefahrenen Straße umherlaufen. Ich fuhr hin, um die Örtlichkeiten erneut anzusehen, wusste aber sofort, dass das „Weglaufen“ einer Dogge nahezu immer ein Bindungsproblem signalisiert.


Es stellte sich bei meinem Besuch schnell heraus, dass der Rüde einen Weg durch einen (hinten offenen) Holzschuppen entdeckt hatte, den er nun täglich für seine „Ausflüge“ benutzte. Wenige Tage später holte ich (wieder einma unsere Dogge dort ab und brachte sie in Richtung Osten, damit Rosi erneut als Zwischenstation fungieren konnte. Rosi musste sogleich für die Nachimpfung sorgen und die entzündeten Augen von PRINZ tierärztlich behandeln lassen. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir bereits Telefon- und email-Kontakt zu einem Interessenten aus Wien, der den Prinz gerne haben wollte mit all den geschilderten Schwierigkeiten. Inzwischen ist Prinz bereits in Wien, er lebt eng mit seinem Menschen zusammen und natürlich gibt es keinerlei Tendenz zum Weglaufen. Auch in den ca. 14 Tagen bei Rosi ist er niemals über irgendeinen der Zäune gesprungen um wegzulaufen.


Wir wünschen so sehr, dass PRINZ nun endlich zum ersten Mal in seinem Leben ein wirklich sicheres und verlässliches Zuhause findet.



 



 


LAURA



 


Auch LAURA ist schon seit Monaten in der Pflegestelle bei Rosi.


Eine anfangs ängstliche und sozial unsichere Hündin von ca. zwei Jahren, die sich inzwischen zu einem so liebenswerten und leichtführigen Hund entwickelt hat. Wir finden keine passenden Menschen für sie.



 



 


EMMA



 


Diese junge Hündin wurde im Alter von 16 Monaten abgegeben wegen Erkrankung der Menschen. Bevor sie von unserer Pflegestelle aufgenommen werden konnte, musste sie immer wieder einige Zeit in einer Pension verbringen. Jeder von uns, der eng mit seinen Doggen zusammenlebt, weiß, welchem Stress ein so abgeschobener Hund ausgesetzt ist: die Trennung von den Hauptbezugspersonen, die fremde Umgebung und in der Regel viele andere Hunde, die im Vergleich zur Dogge bellfreudig und immer in Bewegung sind.


EMMA war anfangs recht mager, hat wohl nur noch das allernotwendigste an Nahrung aufgenommen. Bei Rosi Kehler hat sie sich gut erholt; aus ihrer Vorgeschichte ist es verständlich, dass sie noch manchmal etwas futterneidisch und sehr bestrebt ist, den Kontakt zu ihren Menschen nicht zu verlieren, das kann zu einem eifersüchtigen Verhalten führen. Diese Junghündin ist alterstypisch spielfreudig, mit anderen Hunden manchmal noch etwas grob und unerfahren. Doch hat EMMA einen guten Grundgehorsam und ist deshalb gut zu leiten. Sie hat es gelernt in einem Rudel (überwiegend Doggen) zu leben, akzeptiert auch kleine Hunde und Katzen.


Die Vermittlung Anfang des Jahres an eine Familie, die kurz zuvor einen kastrierten Doggenrüden aus einem TH aufgenommen hatte, scheiterte nach einigen Wochen, da EMMA den Rüden (wohl in einer Eifersuchts- oder Futter-Situation) gebissen hatte. Glücklicherweise konnten wir schnell ein neues Zuhause für unsere EMMA finden, diesmal so, dass die Hündin weder in Rivalität zu anderen Menschen noch anderen Hunden geraten kann. EMMA hat nun einen Menschen ganz für sich allein.



 



 


Auch JESSIKA wartet seit Monaten auf ein Zuhause


JESSI  braucht dringend Hilfe



 


Wir haben von dieser ca. sechsjährigen Hündin in Not schon im letzten Jahr gehört, doch gab es keine Bereitschaft der bisherigen Besitzer, sie abzugeben.


Dann wurde JESSI von einer ehemaligen Doggenzüchterin aufgenommen.


Die ersten Berichte über diese Hündin, die wir von dort erhielten, schilderten eine Dogge, die bisher kaum Menschenkontakt hatte und überwiegend in Schuppen und zwingerähnlichen Behausungen leben musste. Im Vordergrund stand eine vermeintliche Unverträglichkeit mit allen Hunden und das Bemühen allen Berührungen durch Menschen auszuweichen. Doch kurze Zeit danach konnte ich auf unserer HP schreiben:



 


„JESSIKA darf inzwischen im Haus leben.



 


Wie so häufig hat der erste Eindruck uns getäuscht. JESSIKA ist weder ein „Angstbeißer“ noch ein „Ausreißer“. In den ersten Tagen in der für sie fremden Umgebung war die Hündin so verwirrt und verunsichert, dass sie aus dieser Grundstimmung heraus alle Menschen als bedrohlich ansah und sich aggressiv zeigte. Jetzt darf sie mit ins Haus und schätzt den Sofaplatz. Sie ist eine freundliche und menschenbezogene Doggenhündin, die nur ein sicheres und liebevolles Zuhause sucht. Mit Rüden ist sie absolut verträglich, ihre Bereitschaft, Hündinnen zu akzeptieren wird noch genauer ausgetestet.“


JESSI sucht immer noch die Menschen, die mit ihr leben wollen.


Es gab schon einige Interessenten, aber wir wollten nicht das Wagnis eingehen, sie zu Menschen zu geben, die bereits einen kleinen Hund oder Katzen haben.



 



 


ODIN



 


Hier etwas ausführlicher die Geschichte des Doggenrüden ODIN, die uns alle so bewegt hat und die sicher auch viel Diskussionsstoff liefert.



 


Im Oktober 2010 erhielt ich von einer Tierklinik die Nachricht, dass jetzt gerade ein Doggenrüde wegen einer Magendrehung operiert werde. Der Hund sei dort von „seinen Menschen“ abgegeben worden mit dem Hinweis, er solle eingeschläfert werden, man wolle ihn nicht zurückhaben. Nun bitte man uns – die Doggen-Nothilfe – um Unterstützung bei der Vermittlung der Dogge, falls diese den operativen Eingriff überlebe.


Bei mir zogen blitzschnell unzählige Bilder in meiner Erinnerung vorbei, eigene Doggen in einer lebensbedrohlichen Situation in der Tierklinik, bange Stunden und Tage am Lager des geliebten Hundes und immer die Angst, ihn zu verlieren. . .


Und nun diese Dogge, diese schwerkranke Dogge, die von ihren Menschen so im Stich gelassen, einfach nur abgegeben wird. Ich hörte mich noch fast routinemäßig sagen, dass wir derzeit keine Dogge in unsere Pflegestelle aufnehmen können, diesen Rüden aber auf die Home Page der Doggen-Nothilfe setzen würden.


Gleichzeitig wusste ich ganz genau, dass sich wohl kein Mensch auf dieses Inserat hin melden würde, denn wir haben seit Monaten unter der Rubrik „Zuhause gesucht“ Doggen veröffentlicht, die kein Handicap haben und dennoch gab es kaum Resonanz.


Sofort im Anschluss an dieses Gespräch rief ich bei Rosi Kehler (Pflegestelle der Doggen-Nothilfe) an und erzählte ihr davon. Ohne viel zu überlegen sagte Rosi zu, diesen Hund aufzunehmen, sobald er transportfähig sei. Rosi hat innerhalb von wenigen Stunden den Transport geregelt, bei der Klinik Bescheid gesagt, dass die Doggen-Nothilfe den Rüden aufnimmt. Nun ist ODIN, der ca. zweijährige, blaue, kastrierte Rüde, bei Rosi. Es ist ein freundlicher, lebensfroher, verträglicher und menschenbezogener Hund.


Erst recht verspätet haben wir uns Gedanken darüber gemacht, wer die entstandenen OP-Kosten zahlen sollte. Aber da hatten wir schon unsere Zusage seiner Aufnahme gegeben. In weiteren Gesprächen mit der Tierklinik wurde in Aussicht gestellt, uns nur die Medikamente in Rechnung stellen zu wollen. Jetzt liegt die Rechnung vor und es sind immerhin mehr als 750,- Euro, die zu zahlen sind. Angesichts der Tatsache, dass eine Magendrehungs-Operation durchschnittlich etwa 1500 Euro kostet, ist dies ein anerkennenswertes Entgegenkommen dieser Tierklinik Dresden/ Dr. Pfeil. Hervorzuheben ist dabei auch, dass die Tierärzte sich überhaupt zu einer Operation, also sich eindeutig für das Leben dieses Hundes, entschieden haben.


Kurze Zeit nachdem wir einen Bericht von ODIN auf unserer HP hatten, meldeten sich Interessenten, die bereits eine Doggenhündin (auch aus dem Tierschutz) haben. ODIN hat dort ein Zuhause gefunden bei Menschen, die ihn mögen und ihn an ihrem Leben teilnehmen lassen.



 



 



 



 


ANNA



 


Diese junge Hündin (18 Monate) ist von einer Frau „abgegeben“ worden, die sie 14 Tage zuvor über das Internet gekauft hatte. Aus der Vorgeschichte ist nichts bekannt, aber es ist zu vermuten, dass ANNA schon Welpen gehabt hat und viel herum gereicht wurde. In den ersten Tagen habe es keine Schwierigkeiten mit der vorhandenen einjährigen Labradorhündin gegeben und auch mit drei Kindern (ab 14 Jahre aufwärts) kam ANNA gut zurecht. Wegen der fehlenden Erziehung dieser Dogge habe Frau B. dann Kontakt zu einer Hundeschule aufgenommen und sei dann mit ihr dorthin gefahren. Dort habe ANNA zwei Hunde (Berner Sennen) gebissen. Über die Einzelheiten dieses Vorfalles konnte ich nichts erfahren. Nach diesem Ereignis war Frau B. so schockiert, dass sie die Hündin nicht mehr behalten wollte. Als sie mich wenige Stunden später anrief und um Hilfe bat, saß ANNA im Auto und sollte dort auch bleiben, da es als Gefahr angesehen wurde, diese Dogge wieder ins Haus zu nehmen. Allen meinen Entgegnungen gegenüber blieb Frau B. unbeeinflussbar. Aus ihrer Sicht war ANNA jetzt ein gefährlicher Hund.


Es ist mir dann innerhalb von einer Stunde gelungen, einen „Notplatz“ für ANNA zu finden. Eine sehr gute Hundeausbilderin – mit der wir eng zusammenarbeiten – und deren Fachkompetenz ich hoch einschätze, hat sie notfallmäßig in einem Zwinger mit Schlafplatz, der beheizbar ist, untergebracht. ( in Hude b. Bremen). Da dort eine ältere Labradorhündin in der Familie lebt, gab es keine Chance, ANNA mit ins Haus zu nehmen. Der erste Eindruck dort: die Hündin wirkt verstört und ziemlich verwirrt.


Kurze Zeit später fanden wir eine Tierpension, in der ANNA für weitere Monate leben konnte. Glücklicherweise ist die Inhaberin der Pension eine erfahrene Hundetrainerin und ANNA konnte vielfältige Kontakte zu anderen Hunden erproben. Es wurde immer deutlicher, dass ein Zuhause gefunden werden musste, wo es keinen weiteren Hund gab. ANNA’s Bedürfnis nach Zuwendung verbunden mit ihren fehlenden Erfahrungen mit anderen Hunden, ließ es nicht sinnvoll erscheinen, sie ihren Menschen und ihr Revier mit einem anderen Hund teilen zu lassen.


Monate später fanden wir ein passendes Zuhause für ANNA bei Menschen, die mit ihr zusammen leben und ihr Lern- und Erziehungsmöglichkeiten bieten.



 



 


Baghira



 


Im Sommer 2010 erhielt ich einen Anruf mit der Aussage, dass ein junger Doggenrüde BAGHIRA sofort abgegeben werden müsse. Unsere Pflegestellen waren all belegt. Etwa zur gleich Zeit hatte sich eine Frau T. bei mir gemeldet und sich angeboten einen Pflegehund aufnehmen zu wollen. Sie schilderte sich als erfahrene Hundetrainerin. An diese Frau wand ich mich wegen BAGHIRA, sagte ihr aber ausdrücklich, dass wir fast nichts über diesen Hund wissen. Sie verwies auf ihre Hundeerfahrung und Erziehungsgeschick. Dann wurde BAGHIRA dorthin gebracht und die telefonischen Rückmeldungen in den ersten Tagen waren durchaus positiv. Wie sich dann diese Angelegenheit weiter entwickelte, davon will ich berichten.


Frau T. schickte eine email und einen Tag später rief sie bei mir an und verlangte, dass BAGHIRA unverzüglich von ihr abgeholt werden sollte, da er durch das Zerknabbern und Zerbeissen von Einrichtungsgegenständen bereits großen Schaden in ihrer Wohnung angerichtet habe. Dafür verlangte sie von uns mehrere hundert EURO und noch Futtergeld für 3 Säcke Hundefutter a 15kg. Insgesamt hat der Aufenthalt der Dogge dort 16 Tage betragen. In einem sehr energischen Antwortschreiben von mir an sie forderte ich sie auf, ihre Forderungen an uns zu überdenken und zu präzisieren.


Wir haben dann eine Rechnung über einen Sack Hundefutter und Wurmmittel bekommen und bezahlt. Danach war die Angelegenheit erledigt.


Schon während dieser schriftlichen Auseinandersetzung haben wir einen hundeerfahrenen Menschen, der schon einen Doggenrüden von uns hatte, der gestorben war, gefunden, der BAGHIRA haben wollte. Keine der von Frau T. geschilderten Schwierigkeiten hat es dort in seinem neuen Zuhause gegeben.



 



 


HOPE



 


Kurz vor Weihnachten nahm Frau T. zu mir Kontakt auf und suchte „ganz schnell“ ein neues Zuhause für ihre vierjährige Doggenhündin. HOPE wird als „schwieriger“ Hund geschildert, sie stürze sich auf jeden anderen Hund, alle Bemühungen mit Hilfe eines Trainers und/oder Besuch einer Hundeschule seien bisher erfolglos geblieben. Zuhause sei die Hündin ruhig, sensibel und gehorsam, sie lebe friedlich mit einer alten Hündin und zwei Katzen zusammen. HOPE habe kein starkes Bewegungsbedürfnis, was auch mit ihrem angeborenen Herzfehler zusammenhängen könne.


Schon am 3.01.2011 müsse HOPE wegen Umzugs der Frau T. ihr Zuhause verlassen.


Wir (viele Tierschutzorganisationen) suchten bundesweit nach einer Hilfe für HOPE. Vergeblich. Es gab dann ganz dramatische Schilderungen von HOPEs Lebensbedingungen. So musste sie tagelang (im Winter) im Auto verbringen, da Frau T. inzwischen ihren Wohnort gewechselt und ein Zimmer gemietet hatte, wo es ein Hundeverbot gab. Wir hatten wochenlang Telefonkontakt zu einem Tierheim in Süddeutschland, das bereit gewesen wäre, die Doggenhündin aufzunehmen. Monate später kam dann die erlösende Nachricht, dass HOPE endlich ein neues Zuhause gefunden hat.



 



 


MAJA RICARDA VIKTORIA und DON



 


Ein „Züchter“ fragte telefonisch an, ob wir seine vier Welpen (4 Monate) aufnehmen würden. Er könne sie nicht verkaufen, da derzeit die Farbe „blau“ gewünscht werde, seine Welpen aber schwarz und gelb seien. Natürlich erkundigte ich mich sofort nach den Elterntieren. Rüde und Hündin seien zusammen mit den Hundekindern im Zwinger.


Peter holte wenige Tage später die Kleinen aus dem engen und verdreckten Zwinger, die Versuche einen oder beide der Elterntiere zu bekommen schlugen fehl.


Die bisherige Lebenszeit der Welpen war gekennzeichnet durch Bewegungsmangel und fehlende Möglichkeiten die Umwelt zu erkunden. Entsprechend waren sie anfangs recht ängstlich allem Neuen gegenüber. Inzwischen sind sie doggentypisch menschenbezogen und alterstypisch neugierig und agil. MAJA hat inzwischen ein Zuhause gefunden.


RICARDA war vermittelt und wurde nach 3 Wochen zurückgegeben mit der Begründung, die Hündin sei unfähig, eine Beziehung zu Menschen aufzubauen.


DON musste im April 2011 in einer Notoperation von einem im Darm steckenden Spielzeug befreit werden. Die hohen Tierarztkosten von 1600 EUR werden unser Konto fast auf „Null“ bringen. Aber DON lebt.



 



 


GUSTAV



 


Dieser junge Rüde (18 Monate) konnte von uns aus einer Zwingerhaltung gekauft werden.


Gustav hat wohl sein ganzes bisheriges Leben ohne Anregung und Lernmöglichkeiten und ohne beständigen Kontakt zu Menschen verbracht. Ob er die Möglichkeit hatte, mit anderen Hunden zu spielen, wissen wir nicht.


Wir hatten GUSTAV für einige Wochen in einer Pflegestelle, wo er aber nicht länger bleiben konnte. Es gab Probleme in der Begegnung mit anderen Hunden, was noch verschärft wurde durch die geringe Leinenführigkeit. Also wurde der junge Rüde zu Rosi gebracht.


Sie berichtet:



 


GUSTAV sucht die Nähe zu Menschen, will gestreichelt werden und will gefallen. Die Abneigung gegenüber Männern ist nahezu abgebaut, der Kontakt zu Frauen und Kindern wird bevorzugt.


Hündinnen gegenüber ist der Jungrüde noch unsicher, in der Begegnung mit anderen Rüden gibt es derzeit noch Schwierigkeiten, doch lässt sich GUSTAV – an der Leine - an anderen Hunden vorbeiführen, da ein gewisser Grundgehorsam vorhanden ist. An dieser Problematik wie auch an der Leinenführigkeit wird intensiv gearbeitet.



 



 


LIFE jetzt LEIKA



 


„Zu diesem Hundekind von zehn Wochen gibt es folgende uns bekannte Vorgeschichte:


Eine Tierschützerin hat bei einem (Schwarz-)“Züchter“ drei Doggenwelpen aus elenden Haltungsbedingungen gekauft, die über das Internet angeboten wurden. Eine der drei Hündinnen war erkennbar erheblich verletzt und wir – die Doggen-Nothilfe - wurden um Hilfe gebeten. „Wir haben die verletzte Hündin übernommen und eine Pflegestelle für sie gefunden. Dort wird die Kleine liebevoll und fachkundig betreut und erzogen. Inzwischen ist LIFE in der Tierklinik der Uni Berlin vorgestellt worden und wird weiterhin von dort aus tierärztlich behandelt. Bis jetzt liegt folgende Diagnose vor: ein bereits verheilter Trümmerbruch der Hinterpfote (zwischen Knie- und Sprunggelenk), wobei derzeit noch nicht entschieden werden kann, ob eine operative Korrektur notwendig ist, jetzt soll erst einmal eine physiotherapeutische Behandlung erfolgen. Zusätzlich hat die Welpin Beschädigungen am anderen Hinterlauf, an der Wirbelsäule und an einem Ellenbogen. Der uns beratende Professor der Tierklinik rät zum Abwarten. Die junge Hündin erhält regelmäßig Schmerzmittel, damit die für ihre Entwicklung so notwendige leichte Bewegung möglich ist.


Wir wissen nicht, wie diese vielfältigen Verletzungen zustande gekommen sind.


LIFE ist derzeit noch nicht vermittlungsfähig, doch vielleicht gibt es Menschen, die sich jetzt schon von diesem Doggenkind und seinem Schicksal angesprochen fühlen.“


Dann bekam die junge Hündin noch eine schwere Demodikose, die erst nach intensiver konsequenter Behandlung besiegt werden konnte.


Es meldeten sich mehrere Menschen, die LIFE haben wollten und wir gaben sie an zwei Frauen, die ihr ein liebevolles und sicheres Zuhause bieten. LIFE heißt jetzt LEICA und ist eine gesunde und lebensfrohe Junghündin geworden.



 



 


ERIK



 


Wir haben dieses Hundekind (6 Monate jung) von seiner „Züchterin“ übernommen, da sie wegen seiner Augenschädigung fürchtete, ihn nicht vermitteln zu können. Zu diesem Zeitpunkt wurde bereits eine Blindheit auf einem Auge als ziemlich sicher angenommen. Auf dem Foto aus dieser Zeit ist das Ausmaß der Schädigung zu erkennen; so kam er zu uns.


Trotz sofortiger Inanspruchnahme von Fachtierärzten in zwei Tierkliniken gab es keine Möglichkeit mehr, das Auge zu retten. Der Augeninnendruck war extrem erhöht und ERIK hatte Dauerschmerzen. Inzwischen ist das Auge in einer komplikationslosen Operation entfernt worden. Eine pathologische Untersuchung des Auges hat ergeben, dass hier kein Tumor oder ein anderer krankhafter Vorgang vorlag, vielmehr ist davon auszugehen, dass eine frühe Augenverletzung nicht rechtzeitig oder nicht fachkundig tierärztlich versorgt wurde, was dann zu dem totalen Sehverlust führte.


ERIK lebt in unserer Pflegestelle mit viel Kontakt zu Doggen unterschiedlichen Alters, er ist ein lebensfroher und verspielter Junghund.


Für ihn suchen wir immer noch die Menschen, die im Vordergrund nicht sein Handicap, sondern das Doggenkind sehen, das ein Zuhause sucht.



 


Anhand der dargestellten „Vermittlungen“ einiger unserer Doggen lässt sich nachvollziehen wie hoch der notwendige Aufwand an Zeit, Kosten und psychischer Belastung ist, bis endlich ein passendes Zuhause für diese Hunde gefunden werden kann. Die bloße Angabe einer Anzahl von vermittelten Doggen spiegelt diese Problematik nicht wieder.


Darüber hinaus haben wir bei weit mehr als zehn Doggen nicht unerheblich mitgewirkt, um ein neues Zuhause für sie zu finden. Dabei handelte es sich um Doggen, die noch einige Zeit in ihrem Ursprungszuhause bleiben durften, Doggen in Pensionen und Tierheimen oder Pflegestellen, für die aber schnell ein neues Zuhause gefunden werden musste. Diese Aufgabe wurde stets in enger Zusammenarbeit mit dem Doggenschutz geleistet.


Ich selbst habe unzählige (oft sich über Wochen wiederholende) Telefongespräche mit Menschen geführt, die Rat und Hilfe suchten für das Zusammenleben mit ihrer Dogge.


Wir haben Vor- und Nachkontrollen im Umkreis von 200 Km ausgeführt und diese auch für andere Tierschutzorganisationen (Dobermann) übernommen. Auch Besuche bei Menschen, die sich als Pflegestelle bei uns gemeldet hatten, gehörten zu unserem Programm.



 



 



 



 


Hier soll noch kurz von einem Ereignis berichtet werden, das uns wochenlang beschäftigte:



 


Während des vergangenen Jahres gab es einen kurzen Kontakt (Telefon und emai zu Gesa Kuhn, die eine Hundeschule und –pension betrieb, und – bekannt über Fernsehauftritte – vor allem sich um  „Country dogs“  bemühte und vorgab, diese in großer Zahl aufgenommen Hunde zu „resozialisieren“. Unser Kontakt zu ihr ergab sich dadurch, dass sie (entgegen unserem Rat) die beiden Doggenrüden der Frau H. -CARUSO und DUBAI- für zwei Monate aufgenommen hatte. Beide Doggen sind dann später in schlechtem körperlichen und psychischen Zustand in unsere Pflegestelle zu Rosi gebracht worden, wo der schwerkranke alte CARUSO starb. DUBAI ist zu uns gekommen.


Im Sommer 2011 sind nach mehreren Anzeigen gegen Gesa Kuhn die Behördenvertreter aktiv geworden. Bevor das völlig eingemüllte Anwesen betreten wurde und die verhungerten und zerbissenen Hunde dort herausgeholt werden konnten, hatten informierte Menschen bereits die meisten Doggen in Sicherheit gebracht.


Teilweise sollen dort mehr als 70 Hunde gelebt oder besser dahinvegetiert haben.



 



 


Es gibt aber auch andere Menschen, an die wir mit Dankbarkeit und Respekt denken.



 



 


Wieder einmal hatte die Familie Elke und Willi Ruge aus Buchholz zusammen mit vielen unermüdlichen HelferINNEn  im November 2010 einen vielseitigen Weihnachtsbazar für bedürftige Tiere eingerichtet. Der Erlös der verkauften Bastelarbeiten und Getränke und Gebäck ging anteilig an das Tierheim Buchholz und die Doggen-Nothilfe. Dafür danken wir ganz herzlich.



 



 



 


Die Zusammenarbeit mit dem Doggenschutz hat sich weiter intensiviert. Lydia und ihr Team haben tatkräftige Hilfe geleistet bei der Versorgung und tierärztlichen Betreuung des Doggenrüden PRINZ. Vielfältige finanzielle Hilfen erhielten wir für einzelne Doggen mit besonders hohem Bedarf an tierärztlicher Betreuung.


Dafür, liebe Lydia, unseren allerherzlichsten Dank.



 



 


Peter Schönke hat sich wieder einmal als unverzichtbar für unsere Tierschutzarbeit erwiesen.


Wann immer wir tatkräftige Hilfe, Rat und Unterstützung brauchen ist Peter- vor allem im


Großraum Berlin- zur Stelle.



 


Auch Frau und Herrn Sokolowski sind wir zu Dank verpflichtet. Sie haben immer wieder weite Fahrten zum Transport von Doggen unternommen, sie haben für Wochen Pflegedoggen bei sich aufgenommen und haben „Vorkontrollen“ bei Interessenten für unsere Notdoggen ausgeführt. Dafür herzlichen Dank.



 


Besonders gefreut haben wir uns über das Angebot von Dr.Horn und seiner Frau (Tierheim Plön/Kossau), Mitglied der Doggen-Nothilfe zu werden. Gern habe ich, die ich seit vielen Jahren den Kontakt zu diesen Tierschützern unterhalte, das Angebot angenommen.



 


Als sehr hilfreich hat sich der Kontakt zu Herrn Suhr als Hundetrainer erwiesen. Wir – Ilka und ich-  haben seine Hilfe gesucht, um unsere Zwei Doggen (NORA und DUBAI) besser im Hinblick auf die Begegnung mit anderen Hunden zu erziehen. Mehrere Trainingsstunden (anfangs mit je einer Dogge, dann jetzt mit beiden) auf dem Gelände des Hundehotels von Herrn Suhr haben uns deutlich weitergebracht. Doch bleibt noch viel zu tun, vor allem mit dem Rüden DUBAI.



 



 


Ohne den unermüdlichen Einsatz von ROSI wäre unsere Arbeit nicht möglich gewesen. Rosi war immer wieder bereit, „schwierige“ und kranke Doggen aufzunehmen. Ich kann schon lange nicht mehr zählen, wie viele Male sie mit einem kranken oder frisch operierten Hund zu den Ärzten nach Greifswald gefahren ist? Wie viele Male hat sie mir oder anderen Fahrern eine Dogge abgenommen oder entgegengebracht?


Und dann musste Rosi immer wieder erleben, dass eine der Doggen, mit denen sie so eng zusammenlebt, gestorben ist. Von dem unerwarteten Tod von RAMON wurde schon berichtet. TINA, die fast drei Jahre bei ihr lebte, weil es keine Interessenten für sie gab. Der alte HASKO, ebenfalls unvermittelbar, hatte bei ihr sein Zuhause gefunden. Er war seit Jahren herzkrank und hatte schwere Arthrosen, dennoch kam sein Tod so plötzlich. DARKER, wir hatten ihn als „Fundhund“ aufgenommen. Seine gesundheitlichen Probleme waren so vielfältig, dass er ein Dauergast bei den Tierärzten in Greifswald war. Wir hätten ihm so sehr ein liebevolles Zuhause gewünscht, aber es gab keine Menschen, die ihn wollten. Und dann der plötzliche Tod. All diese bitteren Erfahrungen hat niemand von uns so intensiv erleben müssen wie Rosi.



 



 


Als wir im vergangenen Jahr in dieser Runde zusammenkamen, war der damals schon ältere Doggenrüde DUBAI gerade bei uns eingezogen. Anfangs konnte er nur wenige Meter gehen, legte sich immer wieder hin. Seine Liegeschwielen und sein hartes immer noch stinkendes Fell ließen vermuten, wie er die letzten Jahre gelebt haben musste. DUBAI war freundlich und geduldig mit uns, aber er wirkte wie innerlich eingefroren. Schon wenige Stunden nach meiner Begegnung mit ihm hat er unmissverständlich zum Ausdruck gebracht, dass er mein  Hund sein wolle. Das ist so geblieben mit einer eindrucksvollen Absolutheit.


Monatelang hat er die intensiven Spielaufforderungen unserer jungen NORA unbeantwortet gelassen.


Tierärztliche Untersuchungen haben die unbehandelte OCD beider Schultergelenke bestätigt. Auf Anraten unseres Dr.Kuhn in der Tierklinik Wahlstedt erhielt DUBAI im Abstand von etwa 6 Monaten je eine Cortison-Injektion (in Narkose) in die Schultergelenke. Der Erfolg war und ist überzeugend. Um die Weihnachtszeit herum begannen unsere Doggen im tiefen Schnee miteinander zu spielen. Heute rennt DUBAI mit NORA um die Wette, er ist einfallsreich in der Spieltechnik, kann Wege abkürzen und auf NORAs erwarteten Rennpfad auf der Lauer liegen. DUBAI, der in den ersten Tagen Mühe hatte unsere Holztreppe hochzugehen, steigt diese nun mehrmals täglich mühelos empor, um mit in unserem Bett liegen zu können. DUBAI genannt „Bärchen“ wird in wenigen Wochen acht Jahre, wir wünschen so sehr, dass er noch lange bei uns bleiben kann.



 



 



 


Anfang des Jahres habe ich zwei neue Rubriken für unsere Homepage eingerichtet:


„Zuhause gefunden“ und „Erinnerungen“.



 


Zuhause gefunden



 


Hier sollen Berichte stehen, die von den Doggen erzählen, die wir in ein passendes Zuhause vermitteln konnten. Es sind sehr authentische Berichte von den Menschen, die von dem alltäglichen Zusammenleben mit ihren Doggen erzählen, die wir ihnen anvertraut haben.


Es sind ausgewählte Berichte und es macht uns stolz und glücklich, dass es diese Menschen gibt. Oft brauchen wir aber auch diese Rückmeldungen so sehr, um nicht unter dem immer neuen Elend verwahrloster und in Stich gelassener Doggen ganz zu verzweifeln.



 



 


Erinnerungen



 


Hier werden zukünftig Texte zu lesen sein, in denen an Doggen erinnert wird, die mir (uns) im Laufe vergangener  Jahre begegneten und die immer noch so präsent in unserer inneren Vorstellung sind.


Es sind Doggen, die wir unter den Schutz der Doggen-Nothilfe gestellt hatten und die dann nach langer Zeit in Not und Elend  zu Menschen vermittelt wurden, die ihnen ein liebevolles uns sicheres Zuhause bis an ihr Lebensende schenkten.


Es wird aber auch an Doggen erinnert, deren vorzeitigen Tod wir nicht verhindern konnten entweder weil die Kraft der Hunde nicht mehr ausreichte für ein lebenswertes Leben oder aber weil es durch Eingriffe von Behördenvertretern zur Tötung der Doggen kam,  was wir nicht aufhalten konnten.


Einige dieser Berichte sind teilweise schon früher auf unserer Internet Seite zu lesen gewesen, andere werden jetzt neu erstellt. Hier findet sich jetzt auch ein älterer Text über das sogenannte „Doggendrama“ des Bohling-Zwingers von 1999, was gleichzeitig die Anfänge der Doggen-Nothilfe markiert. Besonders eindrucksvoll sind Video-Aufnahmen mit einigen kurzen Originalszenen.



 


Eva Gorski                                                             07. Mai 2011

by webmaster E-Mail        

Unsere-Taetigkeit
Tätigkeitsbericht 2009/10Montag 12.Juli.2010 21.46

Tätigkeitsbericht 2009


Der Bericht über unsere Tätigkeiten umfasst den Zeitraum des Jahres 2009 und die ersten Monate des Jahres 2010. Die Vereinsgründung im Mai 2009 hat keine Veränderung in unserer Tierschutzarbeit zur Folge.


Die rein quantitative Angabe der vermittelten Doggen spiegelt nach meinem Verständnis weder das Ausmaß der geleisteten Arbeit noch das Ausmaß des Leidens der Not-Doggen wider. Deshalb werde ich so vorgehen, dass ich zunächst einige Zahlen der von uns aufgenommenen und vermittelten Doggen nenne und dann über einzelne Doggen und über deren Schicksale berichte. Wir haben - wie andere Tierschutzorganisationen auch - auf unseren Internetseiten sowohl die Doggen, die bereits in unserem Eigentum stehen und in einer Pflegestelle leben und auf ein neues Zuhause warten als auch Doggen, die noch in ihrem bisherigen Zuhause leben, aber dringend Menschen suchen, die sie aufnehmen. Gerade von den letztgenannten Hunden wissen wir in der Regel wenig, meistens werden diese Doggen abgegeben, weil es Schwierigkeiten im Umgang mit ihnen gibt. So ist es nachvollziehbar, dass die Art und Weise, wie diese Doggen beschrieben werden eher ungenau und oft auch einseitig mit der Betonung der "Schlimmheit" dieser Hunde bleibt. Wir bieten aber auch anderen Tierschutzorganisationen und auch Tierheimen die Möglichkeit an, für ihre Not-Doggen auf unseren Internetseiten ein passendes Zuhause zu suchen.


Bei der Anzahl der Doggen, die mit unserer Mithilfe ein neues Zuhause gefunden haben ist zu bedenken, dass wir in den letzten Jahren mit zunehmender Tendenz Doggen zwei- und dreifach vermitteln mussten. D.h. wir haben Doggen in ein neues Zuhause gegeben, nach dem wir sorgfältig die Menschen und deren Lebensumfeld begutachtet haben und mussten dennoch immer wieder erleben, dass nach wenigen Monaten diese Dogge, die zuvor so erwünscht war, nun nicht mehr akzeptiert wurde oder aber dass wir durch Nachkontrollen, Telefongespräche und/oder Berichte von anderen Menschen erfuhren, dass es unserer Dogge dort nicht wirklich gut gehen würde. Jedenfalls war es dann notwendig, erneut nach einem passenden Zuhause zu suchen. Was das für das Erleben eines Hundes bedeutet wissen wir alle.


Insgesamt haben wir 23 Doggen vermittelt (davon 5 mehrfach) d.h. wir haben ein neues Zuhause für diese Hund gesucht und gefunden. Im Einzelnen bedeutet dies, dass wir viele Anfragen von Interessenten für eine unserer Not-Doggen beantwortet haben. Schon bei diesen ersten Telefongesprächen findet stets eine Auswahl statt (siehe: Anhang: Anfragen von Interessenten) Es ist immer noch so, dass von fünf Anfragen etwa höchstens eine sich als für unseren Standard als akzeptabel erweist. Dann, wenn die Interessenten in die engere Auswahl gelangt sind, findet die "Vorkontrolle" statt und erst danach ist der Weg frei für die Übernahme einer unserer Doggen. Ein insgesamt aufwendiges Verfahren und dennoch gibt es immer wieder die Situation, dass trotzdem dieses neue Zuhause und diese Menschen sich langfristig nicht als geeignet erweisen oder aber dort Umstände eintreten, die es nicht vertretbar erscheinen lassen, unsere Dogge dort zu belassen. So kommen die doch nicht so seltenen "Mehrfach-Vermittlungen" zustande.


Zusätzlich zu den 23 vermittelten Doggen haben wir viele Gespräche mit Hinweisen, Ratschlägen und Hilfsangeboten für weitere 26 Doggen geführt, die dann entweder zuhause verbleiben konnten, anderweitig vermittelt wurden oder verstorben sind. (Wolles, Schröder, Caruso, Ramon). Derzeit hat die Doggen-Nothilfe 4 Doggen in Pflegestellen, für die langfristig noch ein Zuhause gesucht wird. Adely, Darker, Life und Baghira)


Hier nun einige Berichte über einzelne Doggen, die uns so unvergesslich in Erinnerung geblieben sind, vielleicht weil wir eine positive Wende im Leben dieser Hunde erreichen konnten, vielleicht aber auch, weil wir mit all unseren Bemühungen gescheitert sind.


April 2009 Besonders hart getroffen hat uns der Tod eines jungen Doggenrüden, vor allem deshalb, weil wir nicht rechtzeitig eingreifen konnten. WOLLES, ein gerade 2jähr.Rüde, hatte seine eigenen Leute gebissen und wurde in einem Tierheim in Süddeutschland abgegeben. Es gab damals eine Frau aus dem Umfeld dieses Hundes, die den Kontakt zu mir suchte. Wir konnten diesen Rüden nicht sofort aufnehmen, hätten ihn wohl auch nicht bekommen, da Ordnungsbehörden bereits eingeschaltet waren. Erst nach und nach habe ich einen Teil der Vorgeschichte dazu erfahren und konnte so das Verhalten des Junghundes besser verstehen. (Bericht von mir: "Gedanken zur Tötung einer jungen Dogge" ) WOLLES ist noch im Tierheim getötet worden. Er hatte keine Chance.


Mitte März 2009 meldete sich eine Frau, die ihren "so geliebten" TAIFUN ganz dringend abgeben wollte. Dieser gerade 2jähr. Rüde sei unverträglich mit anderen Hunden, habe keine Hundeschule besucht, sie merke nun, dass er ihr entglitten sei. Jetzt habe er nach einem Menschen gebissen und nun müsse er weg. Nach mehreren Telefongesprächen mit der Hundehalterin berichtet mir diese, dass sie jetzt ihren TAIFUN in eine "Ausbildungsanstalt" für Hunde geben wolle, dort solle er in drei Monaten lernen zu "funktionieren". Ich wies sie ausdrücklich darauf hin, dass das den Abbruch der Beziehung zwischen ihr und dem Jungen Hund bedeuten würde. Der Kontakt zu Frau R. reißt ab, sie wendet sich an den Doggenschutz.


März 2009 Eine Frau aus Berlin berichtet von einer Freundin aus Russland, die eine junge Doggenhündin hält, die ca. 10 Stunden am Tag allein bleiben muss. Die Gespräche um diese DEMI ziehen sich über fast 4 Wochen hin, Rosi ist bereit, die Hündin zu übernehmen. Dann Abbruch der Gespräche. Es fehlte eine exakte Wohnadresse.


April 2009 Herr S., er hat einige Monate zuvor die Grautigerhündin JETTE von uns bekommen, teilte uns mit, dass er sich von seiner Partnerin trennen und deshalb in eine kleine Wohnung ziehen müsse. Er beklagte die anhaltende Unverträglichkeit von JETTE gegenüber allen anderen Hunden, man könne mit ihr nicht mehr spazieren gehen. Alle Trainingsversuche seien fehlgeschlagen, hätten aber viel Geld gekostet.


Wir holen die Hündin Tage später aus Hamburg ab und bringen sie Rosi entgegen. Dort wird erkennbar, dass JETTE hochgradig scheinträchtig ist und einer medizinischen Behandlung bedarf. Diese Scheinträchtigkeit und die damit verbundene Wesensveränderung der Hündin ist von Frau B und Herrn S., die vorgaben, so viel Hundeerfahrung zu haben, nicht erkannt worden.


April 2009 Herr W. will seinen 4jährigen ROMEO abgeben wegen seiner Übersiedlung ins Ausland. Er habe ROMEO vor 2 Jahren aus einem "Tierheim" an der polnischen Grenze geholt.


ROMEO erweist sich als extrem unverträglich, wir haben keine Pflegestelle für ihn, er wird vom Doggenschutz übernommen.


April 2009 Frau L. will ihre junge Hündin SAMIRA (11 Monate) ganz schnell an uns abgeben. SAMIRA sei unerzogen, komme nicht zurück, wenn sie ohne Leine läuft, bellt Besucher an und bedroht die Kinder (4/8/10). Sobald wir der Frau L. die Möglichkeit einer Pflegestelle genannt haben wird SAMIRA innerhalb von wenigen Stunden mehr als hundert Kilometer zu Frau Bee gebracht. So dringlich war das Bemühen, die Hündin loszuwerden.


15.4.09 Nachricht von Herrn K.: AIKA ist gestorben.


An AIKA habe ich viele intensive Erinnerungen, ich habe sie vor jetzt fast zehn Jahren mehrfach weite Strecken gefahren und viel von dieser Hündin gelernt (siehe Bericht).


Herr K. wird einige Wochen später von uns JETTE bekommen.


April 2009 Die Leiterin und engagierte Tierschützerin der Tierhilfe Wendland/ Frau Konopatsch hat den ca. 3jähr. Doggenrüden CLAUSI aufgenommen und bittet um Hilfe. CLAUSI ist ein "Fundhund", sehr abgemagert und voller extremer Verlassenheitsängste.


Wir suchen intensiv nach einer Pflegestelle für diesen Rüden, der keinen Augenblick ohne die Nähe seiner Bezugsperson Fr. K sein kann, finden aber so schnell keinen geeigneten Platz. In den nächsten Tagen muss CLAUSI wegen seiner Kreislaufprobleme in eine Tierklinik gebracht werden und soll dort eine Nacht bleiben. Er bricht zusammen und stirbt, das konnte sein "Doggenherz" nicht mehr verkraften.


Juni 2009 Der Rüde SCHRÖDER steht wochenlang zur Vermittlung auf unserer HP. Der Hundehalter will ihn abgeben nach der Trennung von seiner Partnerin. SCHRÖDER muss zu dieser Zeit bis zu zehn Stunden allein in einer kleinen Wohnung bleiben. Trotz vieler Anfragen kommt die Vermittlung nicht zustande. Oft reißt der Kontakt wochenlang ab. Von einem Interessenten erfahre ich, dass dieser den Doggenrüden gesehen hat, der in einem sehr schlechten Futter- und Pflegezustand gewesen sein soll. Deshalb habe er ihn nicht genommen. Wir als Doggen-Nothilfe erhalten keine Chance, ihn in eine Pflegestelle aufzunehmen, da er uns nicht überlassen wurde. Monate später erreicht uns die Nachricht, SCHRÖDER sei getötet worden.


Okt. 2009 Frau K. will ganz dringend ihren Junghund ROCKY (9Monate) abgeben. Wenige Wochen zuvor hatte sie bei mir angerufen und ihr Interesse an einer jungen Hündin ohne Grunderziehung, die auf unserer HP ein Zuhause suchte, zum Ausdruck gebracht. Dabei hatte sie mir schon von ROCKY und den Erziehungsproblemen erzählt und ich habe ihr sehr deutlich gesagt, dass wir keine zweite junge Dogge zu ihrem unerzogenen Junghund geben würden. Jetzt soll ROCKY ganz schnell weg, er greife andere Hunde an, mache alles kaputt und gehe durch alle Zäune. Eine Hundeschule habe sie nie mit ihm besucht.


In diesen Tagen hatte Frank Kuhrt zu uns Kontakt aufgenommen und seine Hilfe angeboten. Frank erfährt, dass der als schwierig geltende blaue Rüde FINN aus Berlin dringend aufgenommen werden muss. Frank holt diesen Rüden zu sich als Pflegehund und berichtet mir, dass sich die Verhaltensprobleme dieses Hundes als schnell behebbar erwiesen haben. ROCKY wird von einem Menschen, der schon länger ausgiebig zu uns Kontakt hatte und von Frank Kuhrt überprüft wurde, übernommen und nach 2 Tagen an Frank Kuhrt gegeben wegen "Wildheit und Unerzogenheit" des Junghundes. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Frank bereits entschlossen, den FINN für immer zu behalten. Der "Rüpel" ROCKY ist durch die Mithilfe des Bruders von Frank (Hundetrainer) und einiger gut sozialisierter erwachsener Hunde innerhalb von wenigen Tagen ein ganz normaler Junghund geworden. Dann wird erkennbar, dass ROCKY krank ist. In einer guten Klinik wird festgestellt, dass Teile seiner Blase festgewachsen sind (unklare Verursachung) und aufwendige Operationen notwendig machen. Frank zieht für mehrere Tage in eine Tierklinik, um während der Behandlung Tag und Nacht bei seinem Junghund zu sein. Was für eine großartige Haltung eines Menschen gegenüber seinem Hund.!Natürlich darf auch ROCKY bei seinem Menschen bleiben.


Oktober 2009 Ein Tierarzt aus der Umgebung von Salzgitter meldet sich bei Rosi und bittet um Hilfe bei der Vermittlung von neun Doggenwelpen und der Mutterhündin. Diese Doggen müssten als Folge behördlicher Verfügungen abgegeben werden. Wir sagen unsere Hilfe zu und suchen nach geeigneten Menschen für diese Hundekinder und die Hündin. Das Ausmaß dessen, was sich da in einem kleinen Ort im Zusammenhang mit einer Doggenhalterin (insgesamt 5 Doggen) und der Dorfbevölkerung wohl schon seit längerer Zeit abspielt, wird erst allmählich erkennbar. Ich engagiere mich wochenlang in dieser Angelegenheit, da mir die behördliche Willkür (?) gegenüber dieser Doggenhalterin doch unangemessen erscheint. Auf unserer HP ist über längere Zeit mein Text "Moderne Hexenjagd gegenüber Frau mit Doggen" zu lesen. Es gab eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts, dass diese Frau nur zwei Doggen bei sich behalten darf, also noch zwei Rüden abgeben muss. Inzwischen sind alle Welpen und die Mutterhündin vermittelt, mit unseren Verträgen. Alle Schutzgebühr ist an Frau H. gegangen. Zwei Rüden (CARUSO und DUBAI) mussten Mitte Januar 2010 in eine Pflegestelle gegeben werden, die wir nicht kannten. Erst 8 Wochen später konnten wir Pflegeplätze bei Rosi anbieten. Zu diesem Zeitpunkt sah ich die beiden Hunde erstmals. Beide Doggen waren in einem sehr schlechten Pflegezustand, der erkennbar schon jahrelang angehalten haben muss. Die Liegeschwielen von DUBAI, seine vielen kleinen Bissverletzungen, die Verhornung der Haut im Halsbereich (ein zu enges Halsband) und ein extrem starker Geruch (wie bei Zwingerhunden) wiesen auf eine jahrelange Vernachlässigung hin.


Der fast neunjährige CARUSO wurde von Rosi alsbald in der Tierarztpraxis in Greifswald vorgestellt und es ergab sich die Diagnose einer schweren Herzerkrankung (DCM) und einer stark vergrößerten Milz und Leber. Seine Lebenserwartung wurde nur noch auf wenige Tage geschätzt. Obwohl beide Hund zu diesem Zeitpunkt bereits in das Eigentum der Doggen-Nothilfe übergegangen waren, benachrichtigten wir die ehemalige Doggenhalterin, um ihr die Möglichkeit zu geben, von ihrem alten Rüden CARUSO Abschied zu nehmen. Wir erhielten von ihr weder die Zustimmung zu seiner Euthanasie noch hielt Frau H. ihre Zusage ein, zu ihm zu kommen. CARUSO stirbt in den Armen von Rosi.


Diese Erfahrungen haben dazu geführt, dass ich alle meine Kontakte und Hilfsangebote gegenüber Frau H. sofort abgebrochen habe. DUBAI lebt jetzt bei uns, er ist unvermittelbar und wir wollen ihn auch nicht mehr hergeben. Eine vereiterte Liegeschwiele wurde operiert. Eine jahrelang bestehende OCD in der Schulter und erhebliche Gelenkprobleme der Hinterhand führen dazu, dass DUBAI (er ist gerade 7Jahre geworden) ständig auf Schmerzmittel angewiesen ist. Dieser Rüde hat eine Zuchtzulassung und ist im letzten Jahr als Deckrüde eingesetzt worden, wo er all seine genetisch fixierten Gelenkprobleme an die Hundekinder weitergeben konnte.


September 2009 KIRA wird im TH abgegeben (Frau H. hatte wenige Tage zuvor mit mir gesprochen, mir Bilder und Text geschickt für unsere HP, um ein neues Zuhause für diese Hündin zu suchen. Dann die Nachricht, dass die Hündin in einem sehr schlechten psychischen und physischen Zustand im TH anonym abgegeben wurde.


September 2009 Frau B. bittet um Hilfe: sie hat ihre Hündin AMY vor einigen Monaten an eine Familie gegeben, die sie per Internet gesucht hatte. Nun habe sie die Information erhalten, dass es AMY nicht gut geht. Die Familie S. sei telefonisch nicht mehr zu erreichen. Für uns versucht Herr Heiden dorthin Kontakt zu bekommen.


Dezember 2009 wir erfahren, dass AMY elf Welpen von dem Labrador der Familie S. hat. Viele Versuche von uns über Vertreter des Veterinäramtes die Hündin und ihre Welpen dort herauszuholen bleiben erfolglos. Tagelange Bemühungen, eine Pflegestelle für die Welpen zu finden, viel Hilfsbereitschaft seitens eines Welpenwaisenhauses in NRW, aber keine Unterstützung durch die Amtstierärztin.



Dezember 2009 Herr E. will seine Hündin, die er vor wenigen Tagen über das Internet gekauft hat, abgeben. Grund: sie sei krank, Durchfall, entzündete Augen, das verursache so hohe Tierarztkosten, "diese Hündin springt den Kindern ins Gesicht, da liegt ein genetischer Defekt vor" Wir holen die Hündin dort in der angegebenen Adresse ab und Ilka bringt sie zu Rosi. Sie wird LILLIFEE genannt. LilliFee hat eine MagenDarmInfektion und benötigt einige Zeit Diätfutter. Jetzt ist sie eine ganz gesunde Junghündin und hat ein liebevolles und anregungsreiches Zuhause gefunden.


Dezember 2009 Frau K. will sofort ihren KONRAD (18 Mon.) abgeben, er habe ein Schaf totgebissen. Wir erinnern uns, dass Frau K. vor etwa zwei Jahren schon einmal eine junge Dogge(LUDWIG) an uns gegeben hat, da sie diesen jungen Rüden ebenfalls als nicht mehr kontrollierbar erlebte. Damals war die Hundetrainerin an uns herangetreten.


KONRAD wird zu Rosi gebracht. Er ist ängstlich und unterwürfig, wirkt wie ein deutlich jüngerer Hund. Für KONRAD haben wir Menschen gefunden, die mit ihm leben wollen.


Januar 2010 DUKE Frau E. ruft verzweifelt an, dass sie ihren Doggenrüden DUKE abgeben muss, da dieser zunehmend dominant in der Familie sei und sie mit ihm nicht mehr auf die Straße gehen könne, er stürze sich auf jeden anderen Hund. Wir finden einen Trainer (Frau Schoone (DEHRA)) für eine Erziehung dieser Dogge und fachkundige Anleitung der Hundeführerin.


Die Doggen-Nothilfe übernimmt die hohen Trainingskosten von über 800 EURO.


Noch im Januar wird DUKE in einer Klinik in Oldenburg kastriert, er musste mit dem Betäubungsgewehr sediert werden, da er sich weder von seinem Frauchen noch von den Tierärzten anfassen ließ. In der Narkose wurde ein HALTI angelegt und eine Schleppleine am Halsband befestigt. Die Doggen-Nothilfe bezahlt die OP-Kosten.


Der Trainingserfolg ist eindrucksvoll: schon nach wenigen Tagen sagt Frau E. "mein Hund ist verändert, ich kann mit ihm wieder spazieren gehen, wenn auch zunächst nur mit Trainer". Wochen später ist Frau. E. allein mit DUKE unterwegs und ab Sommer wird sie in der Hundeschule in einer Gruppe mit DUKE mitarbeiten. Dieses Erziehungsprojekt für DUKE war ein Experiment, das uns viel Geld gekostet hat, aber es hat sich gelohnt. Und durch den Erfolg wurden uns Wege aufgezeigt, wie ein unerzogener Rüde bei entsprechender Mitarbeit des Hundehalters und unter Anleitung eines kompetenten Trainers in seinem Zuhause verbleiben kann. Mir scheint das eine sehr tierschutzgerechte Lösung zu sein, allerdings könnten wir derzeit nicht noch einmal so viel Geld für eine derartige Maßnahme aufbringen.


Januar 2010 Hilferuf: eine Doggenhündin WANKIE muss sofort ihren bisherigen Lebensraum verlassen, da ihr "Herrchen" gestorben ist. Die Hündin soll nie diesen Lebensbereich (wohl eine Art fensterlosen Schuppen) verlassen haben und niemand könne sie anfassen. Es gelingt mir nicht innerhalb von Stunden einen Platz für diese Dogge zu finden. So wird WANKIE vom TH FL aufgenommen, sie muss mit dem Betäubungsgewehr sediert werden, da sie kein Halsband trägt und sich aggressiv gegenüber Menschen verhält. Ilka und ich besuchen diese Hündin zweimal im TH in Flensburg und nehmen Gesprächskontakt zum Tierheimleiter auf. WANKIE wirkt auf mich schwer traumatisiert. (siehe mein Text dazu). Wir beteiligen uns an den Kosten für WANKIE und sind um Vermittlung bemüht. Durch ein Inserat in einer Regionalzeitung versuche ich "Kontaktpersonen" für WANKIE zu finden, die sie regelmäßig im TH besuchen. Als ich diese gefunden hatte, erhielt ich die Nachricht, dass WANKIE vermittelt sei. Kurz danach wurde mir die Information zugetragen, dass diese Hündin im TH eingeschläfert worden sein soll. Der Tierheimleiter tritt dem energisch entgegen, die Hündin lebe in Dänemark bei Menschen, die sie von früher her kennen.


Februar 2010 FINJA wird abgegeben und von Frau Bee als Pflegehund aufgenommen. FINJA ist 4 Monate jung und soll "gebissen" haben. Der Mann, der sie unbedingt loswerden wollte hatte Angst vor ihr.


In der fachkundigen und liebevollen Obhut von Frau Bee und ihren gut sozialisierten erwachsenen Hunden konnte sich FINJA zu einem lebensfrohen Junghund entwickeln. Sie hat ein wunderschönes Zuhause bei Hamburg gefunden.


März 2010 Eine Frau ruft verzweifelt an, weil sie ihren jungen Rüden CONNOR (16Monate) nicht behalten kann. Er habe nach einer fehlerhaften "Sedierung" bei einem Tierarzt epileptische Anfälle, die mit Medikamenten nicht mehr zu kontrollieren seien. Sie habe behinderte Pflegekinder und sehe diese gefährdet. Ich kann nicht helfen.


März 2010 im Berliner TH ist eine Doggenhündin, die aufgefunden wurde. Sie leidet sehr unter den Lebensumständen im Tierheim und beginnt sich selbst zu verletzen. Rosi nimmt diese schwarze Hündin auf und ADDELY beginnt sich zu erholen, psychisch und physisch.


Juni 2010 Frau W. hat drei Welpen im Alter von neun Wochen übers Internet gekauft. Eine Hündin ist verletzt und sie kann deren Behandlung nicht finanzieren. Wir übernehmen diese Hündin LIFE und geben sie zu Frau Muche in Nauen b. Berlin in Pflege. Inzwischen ist die kleine Hündin in der Uniklinik in Berlin vorgestellt worden und wird weiterhin tiermedizinisch dort versorgt. Es liegt ein bereits verheilter Trümmerbruch einer Hinterpfote vor, Schäden am Ellenbogen und an der Wirbelsäule. Die Ursachen der Verletzung sind uns nicht bekannt, auch ist eine einigermaßen zuverlässige Voraussage der vollständigen Heilung dieser Hündin nicht möglich.


Juni 2010 Rosi holt DARKER aus einem Tierheim (s. Bericht)


DARKER ist nach wochenlangem Umherirren an der Autobahn 20 in M.-V. von engagierten Menschen eingefangen und in ein TH gebracht worden. Dort hatten die Mitarbeiter Angst vor dem aggressiv wirkenden Rüden und Rosi wurde benachrichtigt. Sie hat ihn zu sich geholt und inzwischen sind seine komplizierten Schulterverletzungen in Greifswald operativ versorgt worden. Auf den Bildern sind die erheblichen Fehlstellungen der Dogge, wohl als Folge von Aufzuchtsfehlern, sichtbar. Es ist derzeit nicht vorhersehbar, wie der Heilungsprozess bei DARKER verlaufen wird. Sicher aber ist, dass es sich um eine alte Schädigung/Verletzung des Gelenkes handelt.


Abschließend ist es mir wichtig, darauf hinzuweisen, dass ohne die engagierten Menschen, die zum engen Kreis der Doggen-Nothilfe gehören, unsere Arbeit nicht hätte geleistet werden können. Wir konnten die berichteten geglückten Hilfsprojekte für in Not geratene Doggen nur mit der tatkräftigen Mitarbeit dieser wenigen Menschen realisieren. An vorderster Stelle ist hier Rosi Kehler mit ihrem Engagement und ihrer Fachkundigkeit zu nennen, die seit Jahren immer wieder unsere Not-Doggen in ihre Obhut nimmt. Auch die Doggen, die als "schwierig" und "gefährlich" eingestuft worden sind, finden bei Rosi Zuflucht und ohne ihr Eintreten würde es für diese Hunde nahezu keine Chance für ein lebenswertes Weiterleben geben.


RAMON war einer dieser Doggen, die Rosi erst nach wochenlang sich hinziehenden Gesprächen mit Tierheim und Behörden bei sich aufnehmen durfte. RAMON galt als "gefährlich" und Rosi hat immer so liebevoll von ihm berichtet, von diesem Rüden, der so verunsichert und gestresst zu ihr kam und dann allmählich seinen eigentlichen Doggencharakter zeigte. Tragischerweise ist RAMON ganz plötzlich (wohl an Herzversagen) gestorben. Rosi ist im Berichtszeitraum unzählige Male mit kranken Doggen zu den Tierärzten in Greifswald gefahren, sie hat die frisch operierten Doggen wieder mit nachhause genommen, hat die Patienten in ihrem Schlafzimmer liegen lassen, um sie einigermaßen unter Kontrolle zu haben.


Wir danken Sabine und Horst Krause ganz herzlich für ihre tätige Hilfsbereitschaft. Sabine hat die schwierige Aufgabe übernommen, meine eher chaotische "Buchführung" in geordnete Bahnen zu lenken.


Frau Ruge veranstaltet jährlich einen Weihnachtsbazar mit ganz viel übers Jahr verteilten Vorbereitungen und wir - die Doggen-Nothilfe - werden großzügig am Erlös dieses Bazars beteiligt. Dafür und für die Futter-und Geldspenden ein ganz herzliches Dankeschön.


Lydia ist mir seit Jahren Gesprächspartnerin für schwer lösbar erscheinende Tierschutzfragen und um uns gegenseitig unsere Betroffenheit, Verzweiflung und Wut wegen des Umgangs der Menschen mit Tieren zum Ausdruck zu bringen. Sie ist es auch, die uns immer wieder Geldspenden zukommen lässt und Tierarztrechnungen, unter denen wir zu ersticken drohen, bezahlt. Hab vielen lieben Dank, Lydia.


Es gibt noch einige andere uns ganz wichtige Menschen, die uns mit Rat und Tat unterstützen und auf deren Hilfsbereitschaft wir hoffen können, da ist Peter Schönke in Berlin, unser so wichtiger "Verbündeter" in dieser Region und da ist der schon mehrfach genannte Frank Kuhrt.. Frau und Herr Sokolowski haben für Wochen die Mutterhündin mit einer Welpin aufgenommen und dann die Vermittlung in ein neues Zuhause mitgestaltet. Wenn immer wir Hilfe brauchen, können wir dort auf Unterstützung hoffen. Wilfried Heiden ist im letzten Jahr viele Male weite Strecken gefahren, um ein Zuhause zu überprüfen und/oder eine Dogge von einem Ort zum anderen zu transportieren. Ihnen allen gilt unser Dank


Hier noch als "Anhang" eine Sammlung von Aussagen/ Fragen / Schilderung des Lebensumfeldes von Interessenten und anschließend einige der immer wieder genannten Gründe für die Abgabe einer Dogge:


Fragen von Interessenten:


? "typische"Ausgangssituation:


Vorhanden: 11Wochen junges Menschenbaby und 11monatiger Rüde (ohne


Grunderziehung)


Jetzt wird ein weiterer Junghund gewünscht.


? Begründung für den Wunsch eine Dogge haben zu wollen: Freundin hat Dogge, die sehen


so gut aus


? beim ersten Besuch erkennbar: Menschen und Hunde stark übergewichtig


? es gibt ein "Hundezimmer"


? Hund wird mit ins Büro oder Geschäft genommen( ca. 8 bis 10 Std. täglich hinter dem


Tresen )


? "Resthof", Pferde-Betrieb, "Diele als Schlafraum für Dogge"


? eine Frau, die bereits eine taube Doggenhündin von uns hat, erzählt am Telefon: "wenn


ich weg bin (so ca. 3Std.) dann sind die Hunde in der Scheune mit großem Auslauf".


Gleichzeitig beklagt Frau W., dass AMANDA (eine taube Hündin von uns) nicht stubenrein


sei. Wir holen die Hündin wieder dort ab und suchen ein passenderes Zuhause.


? Pflegestellenangebot: Wohnung im 4. Stock, Mann hat "security"Ausbildung und


will Dogge dort hin mitnehmen


? Haus gemietet, Garten nicht sicher eingezäunt, vier Kinder im Alter bis 6 Jahre, keine


Hundeerfahrung,


? Kein Garten, aber "großer Park in der Nähe"


? alleinerziehende Mutter, arbeitet den ganzen Tag, 13jähr. Kind ab Mittag zuhause, soll


dann die Dogge ausführen


? Hundehalterin kann nicht einschätzen, ob eigene Hündin scheinträchtig ist (Hündin frißt


kaum noch, wirkt matt war kürzlich läufig), Wesensveränderung, kann Hündin nicht mehr


an der Leine halten, wenn ein anderer Hund zu sehen ist.


? der Mann einer Frau, die eine Hündin von uns haben will stört sich am hängenden


Gesäuge der Hündin "dieser Anblick ist ja nicht zumutbar"


? eine der ersten Fragen: "sabbert die denn?"


? Ein Interessent für eine unserer Dogge berichtet am Telefon, er habe seine Doggenhündin


verloren. Auf intensives Nachfragen von mir, erfahre ich, dass hier eine Magendrehung


nicht erkannt worden ist. Die Hündin schlief im Schlafzimmer, wurde unruhig und ging


wohl nach unten und blieb dort. Am nächsten Morgen war sie schon so schwach, dass


keine


Rettung mehr möglich war, der Hundehalter versuchte noch vergeblich seinen


Haustierarzt zu erreichen.


? Interessenten fragen am Telefon: "Was können Sie denn so anbieten?" Ich frage dann


zurück, was sie unserer Dogge zu bieten haben, und dann erfolgt oft ein Abbruch des


Gesprächs. Auch die gleich am Anfang gestellte Frage " Was soll denn so ein Hund kosten?


führt in der Regel zu einer Beendigung des Gesprächs.


Gründe für Abgabe:


? Trennung vom Partner, Arbeitsverlust, Umzug in Wohnung, veränderte Arbeitszeit


? Hunde in der Familie beißen sich (haben schon Nylon-Schnauzenklemme gekauft und


halten Hunde getrennt)


? Dogge hat Frau gebissen, Mann wird angeknurrt, Hund ist jetzt in einem Zimmer


eingesperrt, unerzogen, war in keiner Hundeschule, Grunderziehung fehlt.


? junger Rüde, wild und unerzogen (8 Monate), bleibt nicht allein, macht alles kaputt


? Rüde, 2Jahre, Lebensgefährte kann den Hund nicht mehr an der Leine halten, wenn ein


anderer Hund auftaucht, er "wirft sich dann auf die Dogge" oder "bindet ihn am Baum


an"


? fast 7 jährige Doggenhündin, unverträglich mit allen anderen Hunden, keine


Grunderziehung


? Hündin (ca. 10 Monate jung)ist krank, vor wenigen Tagen über das Internet gekauft.


der Mann macht seiner Frau den Vorwurf, dass sie diese Hündin vom Verkäufer überhaupt


mitgenommen habe, da sie offensichtlich krank war. "ich wollte sie schon einschläfern


lassen"


? junger Rüde (18 Monate) hat angeblich ein Schaf gerissen


"Hund muss weg" "ich muss auch an mich denken" "Was denken denn die Leute von mir"?


Eva Bergemann-Gorski Postfeld, den 10. Juli 2010

by Lydia Muus E-Mail        

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Bericht 2004-2006Sonntag 14.Juni.2009 22.20
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