Aktuelles!
NORA IST 11 JAHRESonntag 22.April.2018 19.34
Nora feiert Ihren 11. Geburtstag


Wie alles begann:
September 2007
Als wir nach Emden zu Nora fuhren, lebte sie in einer Pflegestelle einer befreundeten Tierschutzorganisation. Wochen zuvor war sie von den Tierschützern aus ziemlich elenden Lebensbedingungen herausgeholt worden. Nun lebte sie in der Familie, die sie aufgenommen hatte zusammen mit einem erwachsenen Doggenrüden. Nora war im März geboren, also zu dem Zeitpunkt, als wir sie erstmals sahen, 6 Monate jung, eine wunderschöne schwarze Hündin, die freundlich zu uns Kontakt aufnahm. Schnell fiel die Entscheidung, dass sie zu uns gehören sollte, ein hoffentlich langes Hundeleben lang.
Damals begleitete uns die Erinnerung an Peter, den lebensfrohen schwarzen Doggenrüden, der zwei Jahre vorher durch menschliche Schuld tödlich verunglückte. Und danach kam PETJA zu uns aus einer angesehenen deutschen Doggenzucht. Schon als wir ihn abholten (3 Monate) erschien er mir gestört in seinem Verhalten, war erkennbar dort ein Außenseiter in der Welpengruppe. Später haben sich dann diese Verhaltensauffälligkeiten immer verstärkter gezeigt. Seine motorische Unruhe erinnerte mich an Kinder mit einer minimalen cerebralen Dysfunktion. PETJA erkrankte im Alter von 11 Monaten (trotz Zwingerhusten-Impfung) zunächst an Husten und zunehmenden Atmungsproblemen. Ärztliche Behandlungen brachten keine Besserung, nach drei Tagen zogen wir mit ihm in die Tierklinik Wahlstedt, damit er dort kontinuierlich behandelt werden konnte. Uns wurde ein Raum zur Verfügung gestellt, den wir mit Matratzen und Kissen auslegten, um so Tag und Nacht bei ihm sein zu können. Aus dem Husten wurde eine nicht mehr behandelbare Lungenentzündung. Trotz Sauerstoffzufuhr und ständiger Infusionen mussten wir zustimmen, ihn nach 4 Tagen einschläfern zu lassen, um ihn nicht ersticken zu lassen. Wir hatten diesen Kampf verloren. Dieser einst so schwierige PETJA verwandelte sich in diesen letzten Tagen seines Lebens immer mehr in einen sanften und geduldigen Doggenjungen.
Nun die junge schwarze Hündin, die wir NORA nannten. Sie ging ohne Zögern mit uns von ihrem bisherigen Zuhause fort und stieg freudig ins Auto.
Zuhause angekommen inspizierte sie interessiert Haus und Garten Pferdestall und die Katzen. Nachts schlief sie (wie alle meine Hunde) in dem großen gemeinsamen Bett neben mir.
Erst jetzt fiel mir auf, wie klein sie für ihr Alter war. Innerhalb von ca. vier Wochen wuchs die kleine Hündin etwa 10 cm in die Höhe, das war die fehlende Höhe. Wochen später hat sie dann auch die Marke von knapp 80 cm erreicht.
Schon damals war erkennbar, dass Nora zwar gern mit mir im Auto in den Wald fährt, um mit mir zusammen zu sein und die vielen Gerüche zu genießen, aber am eigentlichen Umherlaufen hatte sie wenig Interesse. Es fiel auf, dass sie stets in ihrer Aufmerksamkeit nach hinten (rückwärts) orientiert war, als fürchte sie eine Gefahr von hinten kommend. Dieses Verhaltensmuster ist auch heute noch ab und zu beobachtbar. Ich habe noch nie mit einem Hund zusammengelebt, der so wenig mit Waldspaziergängen anfangen konnte. Ausflüge mit ihr in die nahe Kleinstadt mit Parkanlagen fanden auch nicht ihr Interesse. Immer „schlich“ sie fast neben mir. Wir ließen ihre Schilddrüsenfunktion und ihr Herz untersuchen, alles in bester Ordnung. Doch Nora freut sich stets sehr, wenn ich ihr die Fahrt in den Wald ankündige.



Und zuhause in unserem großen Garten und der gut eingezäunten Pferdekoppel (ca. 10000 qm) mit einem langen Knick tobte und rannte Nora in riesigen Galoppsprüngen ihre Runden. Diese Renn-Runden sind seltener und kürzer geworden. Aber Nora trabt (mit einem diskreten Taktfehler) fast immer noch schwebend ihre Wege im Garten und auf der Koppel. (November 2017)
Zurück zu meinem Bericht aus der Anfangszeit mit Nora:
Wochen später ging ich mit ihr in eine Hundeschule, in der schon PETER und PETJA waren. Dort begann ich die beunruhigende Erkenntnis zu begreifen, dass meine junge Hündin nicht wirklich eine feste Bindung zu mir aufgebaut hatte. Das zeigte sich darin, dass Nora sich ziemlich wahllos anderen Menschen anschloss und sich auch nicht bemühte mich dann wiederzufinden. So wanderten wir Hundehalter mit unseren freilaufenden Hunden im Kreis und Nora war irgendwo bei fremden Menschen.
In diese Zeit hinein fiel das Ereignis, dass sie mich auf unserer Koppel angaloppierte und ich einen gebrochenen Fuß hatte. Nun musste ich nach anderen Möglichkeiten für gemeinsame Aktivitäten suchen: Mein Plan war, ganz viele für uns beide interessante und lustvolle gemeinsame Aktivitäten zu finden. Und das, obwohl ich einige Wochen kaum längere Strecken gehen konnte. Wir waren zusammen im Garten, sie war bei mir, wenn ich am Schreibtisch und Computer saß. Wir spielten miteinander und auf der Koppel raste sie mehrmals am Tag ihre Runden. Nie wieder hat diese Hündin mich bei diesen wilden Spielen auch nur touchiert.
Als mein Fuß wieder belastbar war setzten wir unsere Waldspaziergänge fort. Und in mir wuchs die Gewissheit, dass Nora nun mein Hund und ich ihr Mensch geworden bin. Es gibt eine Verständigungsebene zwischen uns, die rational nicht erklärbar ist. Niemals wäre meine Hündin mit einem anderen Menschen mitgegangen.
Wochen später kehrte ich wieder in die Hundeschule Anni Warfen zurück, um an dem dort angebotenen vielfältigen Ausbildungsangebot mit Nora teilnehmen zu können. Dort sind wir 5 Jahre lang regelmäßig zweimal in der Woche hingefahren. Nora musste sich anfangs auf zwei verschiedene Hundegruppen, die sich an festen Wochentagen trafen, einstellen.
Unsere Arbeit umfasste: Dummy-Arbeit, Hürden springen, Kisten-Arbeit, Fährten-Suche und später dann auch die Arbeit an und auf der Brücke, die Reviere und das um Objekte herumlaufen („rund-herum“), Dummy aus einem Revier holen. Anfänge von „man trail“ im Wäldchen.
Schon bald zeigte sich bei NORA die Tendenz anderen Hunden (egal ob Rüde oder Hündin) eher unfreundlich bis aggressiv-abweisend zu begegnen. In ihrer festen Übungsgruppe war das noch einigermaßen zu kontrollieren, zumal ihr Grundgehorsam recht gut war (und ist), aber schon die räumliche Nähe zu Hunden einer anderen Gruppe ließ bei ihr diese feindliche Grundstimmung aufkommen. Das blieb bis heute ein erhebliches Problem. Ich konnte sie nie – ohne viel Stress für mich –zu einer Pferdesportveranstaltung oder auch zu einem Besuch in eine kleine Stadt mitnehmen, da uns überall fremde Hunde begegnen konnten. Jetzt in ihrem hohen Alter ist das immer noch so, doch bin ich inzwischen sicher, dass die hinter ihrem Verhalten stehende Motivation nicht Aggression ist, sondern das Bemühen, mich und sich selbst zu verteidigen. Trotz dieser meiner Interpretation ihres Verhaltens bleibt für mich die Problematik, dass ich stets die Befürchtung habe, sie würde sich unkontrolliert auf einen fremden Hund stürzen und dann auch zubeißen. Tatsache ist, dass ich sie in einer derartigen Situation nicht zurückhalten könnte. Besonders ausgeprägt ist diese Problematik in der Nähe unseres Anwesens, auf das Grundstück oder gar ins Haus würde Nora nie einen anderen Hund lassen, aber auch die Feldwege um unser Haus und Garten sind für mich nicht begehbar wegen der inzwischen so vielen Spaziergänger mit Hunden.
Zu den Trainingselementen in der Hundeschule:
Hohes Brückengebäude mit Treppenaufgang an zwei Seiten. Die Brücke ist mehrere Meter lang mit unterschiedlichen Bodenbeschaffenheiten, teilweise „Wackeluntergrund“.
Eine große Rolle spielte stets das Holen des Dummys aus einem Revier oder aus einem Holzstapel oder anderen Stellen.
Das „Rund-Herum“ -Laufen um ihr gezeigte Gegenstände (Bäume, Holzhaufen, eine Bank) hat Nora immer gern ausgeführt. Auch heute mit fast 11 Jahren rennt sie noch bei uns auf der Koppel um die ihr gezeigte Feuerstelle mit alten Sträuchern. Sie tut dies mit erkennbarer Freude, fast möchte ich sagen „mit lachendem Gesicht.“



Sehr beliebt waren auch stets die „Kisten-Übungen“. Dazu lagen bei Anni Plastik-Kisten bereit, die entweder mit Öffnung nach oben oder nach unten in eine Reihe (oder Kreis) gelegt wurden, mit unterschiedlichen Abständen. Die große Nora ging nicht nur geschickt über diese Kisten (offen oder geschlossen), sondern setzte sich auch Aufforderung in diese hinein.
Kisten haben immer noch für die alte Hündin einen ebenso großen Aufforderungscharakter wie eine ausgelegte Plane, sie will unbedingt darauf gehen.
In einem Fährten-Kurs durfte Nora eine in ihrer Abwesenheit gelegte Fährte erschnüffeln bis das gesuchte Objekt gefunden war. Sie hat diese Aufgabe mit viel Interesse und Eifer bewältigt. Dabei wurde ich immer wieder an die Aussage eines befreundeten Försters erinnert, der zweimal hintereinander eine Dogge aus der „Doggen-Nothilfe“ zu sich holte und mir berichtete, dass diese Doggen die gleichen Leistungen im Wald bei der Suche nach Wild leisteten wie Jagdhunde.
Eines allerdings hat Nora beharrlich verweigert: das Hineingehen in flaches Wasser. Es gibt bei Anni einen großen Teich, in dem die Hunde baden und schwimmen können. Obwohl Ilka schon ganz im Wasser stand, weigerte sich Nora tiefer als bis zu den Ellenbogen ins Wasser zu gehen. An Schwimmen war nicht zu denken.
Die hohe Qualität des Geruchssinnes von Nora zeigt sich für mich auch darin, dass auch die alte Nora noch exzellente Arbeit leistet beim Finden eines geworfenen Leckerlis, das klappt auch bei Dämmerung. Besser allerdings bei guter Beleuchtung, denn Noras Augen verfügen immer noch trotz des hohen Alters über eine ungetrübte Sehschärfe. Das ist das Erbe der Windhunde, die vor langer Zeit bei den Doggen eingekreuzt wurden.
Anni hat zu jeder Übungsstunde immer wieder neue Trainings-Ideen für uns vorbereitet. Vieles davon habe ich mit nachhause genommen und für uns auf unserem großen Gelände „im Kleinen“ nachgebaut: so z.B. Trapez, 3 Reviere, Kisten und Dummys.
Unser Koppelgelände ist ca. 10.000 qm groß mit einer langen Knickseite mit Unterholz. Die auf dieser Koppel gebauten „Pferdezäune“ haben jeweils nur eine waagerechte Halblatte, die so hoch angebracht ist, dass Nora darunter durchlaufen kann.
Zuhause haben wir viel miteinander das Suchen meiner Person geübt. Dazu sitzt Nora an einer ihr zugewiesenen Stelle im großen Garten, der der Koppel vorgelagert ist und wartet auf das Kommando mich suchen zu dürfen. Von dieser Warteposition aus kann sie mich nicht sehen. Auf einen Pfiff hin startet sie in hohem Tempo, um mich zu suchen, irgendwo im Gelände.
Auch bei unseren Waldspaziergängen haben wir jahrelang dieses „Suchspiel“ eingebaut. Auch hier saß sie an einer ihr angewiesenen Stelle hinter einem Busch und wartete minutenlang bis mein Pfiff ertönte. Dann startete sie durch, anfangs in hohem Tempo bis zu der Stelle, an der ich den Hauptweg verlassen hatte, um im Unterholz ein Versteck zu finden. In letzter Zeit gab es dann etwas Probleme für sie herauszufinden, welchen Weg ich dann genommen hatte. Wenn ich dann von meinem Versteck aus noch einmal pfiff, konnte ich sehen, dass Nora etwas orientierungslos stehen blieb, da sie offenkundig die Richtung des Pfiffes nicht mehr sicher orten konnte. Dann bewegte ich mich und sie rannte glücklich zu mir.



Wir haben ein altes Bauernhaus mit vielen Treppen. Insgesamt zwei Treppen um den oberen Teil des Hauses zu erreichen (Schlaf- und Arbeitsbereich) und noch eine weitere Treppe ganz nach oben zum Dachraum(Computer). Insgesamt haben die viel genutzten Treppen 15 plus 6 Stufen. Die Treppe zum Bereich unter dem Dach noch einmal 10 Stufen. Nora steigt diese Stufen mehrmals am Tag immer noch mühelos. Im letzten Jahr ist sie noch hochgerannt, jetzt steigt sie zügig hoch, oft noch mit einem Spielzeug in der Schnauze.
Ich habe nie (auch nicht bei meinen früheren Doggen) den vielgenannten Ratschlag befolgt, eine Dogge solle möglichst keine Treppen steigen, da ich diese Empfehlung (abgesehen von den ersten Lebensmonaten) für gänzlich unbegründet erachte. Eine Dogge kann wie alle anderen Hunde klettern, Hindernisse übersteigen und natürlich auch treppenähnliche Gegebenheiten überwinden. Aus meiner Sicht sollte genau das ständig – möglichst ein Leben lang- täglich geübt werde. Ich erwarte ja auch von mir, dass ich trotz fortgeschrittenen Alters genau wie Nora viele Treppenstufen täglich steigen kann, um Kraft und Beweglichkeit meiner Motorik zu erhalten.
Anfang dieses Jahres (2017) tauchten bei Nora anhaltende Bewegungsprobleme auf, die sich zunächst in Taktstörungen beim Traben dann aber auch beim Aufstehen zeigten; es dauerte einige Sekunden bis die Hündin wieder die rechte Hinterpfote belasten konnten. Ein Kontrollbesuch in unserer Klinik ergab die vermutete Diagnose: Kniegelenkproblem unklarer Genese. Eine Röntgenaufnahme zeigte rechts ein durch Arthrose gezeichnetes Kniegelenk. Der Arzt vermutete einen Kreuzbandanriss evtl. mit Meniskusschaden, aber alles nur Vermutung. Ins MRT wollte ich Nora nicht schicken, da es für einen Befund Kreuzbandanriss immer nur eine Operation als Behandlungsempfehlung geben würde. Wir haben vor Jahren einen älteren Doggenrüden, unseren DUBAI, im Zuge einer Kreuzbandoperation verloren. Das Tragische war damals, dass die erste OP nach einer ganz modernen Methode gut geglückt war, der auch schon ältere DUBAI konnte schon gut mit dem frischoperierten Bein gehen. Dann nach einer Woche gab es einen Rückfall ohne erkennbaren äußeren Grund: DUBAI lief nur noch auf drei Pfoten, die zuvor schon so stabile rechte Hinterpfote konnte nicht mehr belastet werden. Nach vielen Untersuchungen, die ich hier nicht alle schildern will, wurde in einer erneuten Narkose das operierte Kniegelenk geöffnet und es stellte sich heraus, dass diese vorangegangene Operation des vorderen Kreuzbandes zwar einwandfrei verlaufen sein sollte, dass aber nun das hintere Kreuzband gerissen sei. Eine operative Behandlung wurde ausgeschlossen wegen der kurz zuvor erfolgten Operation des vorderen Kreuzbandes. Ein Riss des hinteren Kreuzbandes wurde uns als quasi „Rarität“ beschrieben, tatsächlich sei das „statistisch“ noch nie vorgekommen. Wir haben einen lebensfrohen gesunden Doggenrüden verloren.
Deshalb also meine Vorbehalte gegenüber einer operativen Versorgung eines Kreuzbandrisses.
Ich beschloss, bei Nora anders vorzugehen. Sie bekam eine Injektion ins Kniegelenk mit einem Präparat, das in der Gelenkbehandlung bei Pferden recht erfolgreich eingesetzt wird. Zusätzlich viele Nahrungsergänzungsmittel aus der Naturheilkunde und sehr dosierte aber regelmäßige Bewegungsmöglichkeiten. Anfangs sind wir zusammen im Wald nur 10 Minuten gelaufen. Die Treppen ist sie weiterhin gut rauf- und runtergegangen, auch das Steigen aufs Sofa oder ins Bett gelang ziemlich mühelos. Für das Einsteigen ins Auto wurde eine Kiste von der Hundeschule als nun ständiges Hilfsmittel benutzt. Nora hat dann für etwa 3 Wochen täglich 2 Tabletten RIMADYL bekommen, was ihr gut geholfen hat. Inzwischen ist die Dosis auf die Hälfte reduziert d.h. sie erhält täglich die Hälfte der für sie notwendigen Menge an Schmerzmittel.
An manchen Tagen rennt sie immer noch in großen Sprüngen über die Koppel, aber die Runden werden weniger. Doch immer noch trabt sie mit federnden Bewegungen.
Jetzt ist Nora wieder fast täglich 30 bis 45 Minuten mit mir im Wald unterwegs. Das Wichtigste ist ihr dabei das ausgiebige Erschnüffeln all der vielen Gerüche dort.
NORA wird regelmäßig einmal im Jahr beim Kardiologen zur Kontrolluntersuchung vorgestellt, es gab und gibt keine Hinweise auf eine Herzerkrankung.
Seit Jahren sind wir immer wieder bei Hautspezialisten in Hamburg mit ihr gewesen wegen mehrerer tumorartiger Hautveränderungen. Alle Untersuchungen haben den Befund erbracht, dass es sich bei diesen Geschwulsten um sogenannte „Grützbeutel“ handelt, die nur behandelt werden sollten, wenn sie sich öffnen. Jetzt im hohen Alter, in diesem Jahr, ist eine solche Stelle auf dem Rücken immer größer geworden und öffnete sich dann und ein schmieriger Ausfluss lief heraus. Leider haben wir etwas zu lange mit der operativen Entfernung dieser Geschwulst gewartet, da wir der älteren Hündin keine Narkose zumuten wollten. Glücklicherweise haben wir uns dann doch dazu entschlossen, sie operieren zu lassen. Alles war gänzlich unkompliziert. Eine sehr lange Naht, aber eine ganz positive Veränderung der Hündin im Allgemeinbefinden.
Nora rennt wieder auf der Koppel und trägt ihre Spielzeuge umher.
Sie schläft deutlich mehr und länger als in jüngeren Jahren, aber ein fremder Laut im Haus oder Grundstück lässt sie aus dem tiefsten Schlummer aufspringen und „Wachhund-Funktionen“ übernehmen. Sie ist stets am Spiel mit ihren diversen Plüschtieren und Bällen interessiert, aber am liebsten mit Beteiligung eines Menschen.
Eine leichte Kot-Inkontinenz seit Anfang des Jahres bereitet nicht wirkliche Probleme, wir lernen damit zu leben.
Nora erhält ein hochwertiges Futter aus Schweden, 3X am Tag und teilweise eingeweicht. Wir haben uns für dieses Futter entschieden, da es zuverlässig ohne Produkte aus der Massentierhaltung hergestellt wird. Unsere Hündin mag dieses Futter, das wir über Anni Warfen beziehen, so gerne, dass die Pellets auch als Leckerlis gern angenommen werden.
Am Ende eines Tages steigt Nora allein die Treppe nach oben, um ins Bett zu gehen. In dieser Warte-Position liegt sie zunächst auf dem Bettareal, das ihrem Menschen gehört. Wir nennen es den „Mama-Platz“. Sobald sie mich die Treppe hochkommen hört, steht sie auf und wechselt auf „ihre Bettseite.“ Ich möchte diesen selbst gewählten Platzwechsel nicht einfach „Gehorsam“ nennen, umso weniger als ich dabei nicht einmal real anwesend bin. Es ist auch kein einfaches „Trainingsergebnis“, für mich ist es ein Ausdruck einer unverhandelbaren Gewissheit meines Hundes, dass ich ihr Rudelführer bin. Das erfüllt mich mit Stolz und einer tiefen Verpflichtung zur Verantwortung ihr gegenüber.
Mein Leben lang geht ein Hund an meiner Seite als Weggefährte, seit über 40 Jahren sind es Doggen.
Diese meine Hündin ist viel in meiner Nähe, wenn ich die Augen schließe und an sie denke, tauchen so unterschiedliche Bilder von ihr in meinen Gedanken auf: die schwarze Nora, die mich mit ihren dunklen Augen, die so unergründlich erscheinen, anblickt, um mir nah zu sein oder um zu ergründen, was ich demnächst vorhabe; diese Hündin, die in riesigen Galoppsprüngen über die Koppel rasend ihre Kreise dreht; Nora, vertieft in ihre Arbeit, eine Spur zu einem zu suchenden Objekt zu finden; Nora, die im Wald, ganz auf sich gestellt, einen Weg sucht, alle anderen ablenkenden Reize ausblendend, nur um ihren Menschen, der weg ist, zu finden; diese große schwarze Hündin, die eingekuschelt in die vielen Kissen und zugedeckt bis über den Kopf, schnarchend und träumend in unserem gemeinsamen Bett liegt.



Was für eine Fülle, was für ein Reichtum an Leben, das sie mir zeigt und mich daran teilhaben lässt.
Eva Bergemann-Gorski
April 2018


Bilder aus der Hundeschule Anni Warfen






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Aktuelles!
Wichtige InfoMontag 09.Dezember.2013 18.26
An alle
Freunde, Förderer und Interessenten der Doggen-Nothilfe e.V.


Zum Jahresende werden wir den Vereinsstatus der Doggen-Nothilfe aufgeben.
Die Gedanken und Gründe zu dieser Entscheidung haben sich über mehrere Monate hinweg entwickelt (siehe Anschreiben an unsere Mitglieder im Anschluss).
Die letzte Mitgliederversammlung im Juli 2013 im Tierheim Schwerin hat dann die Auflösung des Vereins beschlossen.
Ich selbst werde versuchen, in einem kleinen überschaubaren Umfang die Doggen-Nothilfe („meine Doggen-Nothilfe“) in dem Sinne, wie sie ursprünglich von mir gewollt und realisiert wurde, weiterzuführen. Ob dies ohne derzeit verfügbare Pflegestellen und ohne eine einigermaßen sichere finanzielle Grundlage möglich sein wird, weiß ich noch nicht.
In den letzten Wochen ist bei mir der Eindruck und die Hoffnung entstanden, dass es einige Menschen gibt, die die Initiative Doggen-Nothilfe für in Not geratene Doggen mittragen und mitgestalten würden. Wir können dann vorwiegend Beratung anbieten und über unser Netzwerk gemeinsam nach geeigneter Hilfe suchen. Vielleicht haben wir auch ab und zu die Möglichkeit, durch eine aktuelle Finanzierungsaktion eine sehr in Not gerate Dogge aufzunehmen.
In mir leben die Erinnerungen an so viele Doggen, die mir in den letzten 17 Jahren begegnet sind, genauer gesagt, die ich aus Zwingern, Kellern und fensterlosen Schuppen geholt habe. Alle diese Bilder sind so lebendig und ich spüre noch heute die Nähe dieser Hunde, ihre Gerüche und ihre Ängste und aufkeimenden Kontaktversuche. Ich fühle auch heute noch meine Ängste, aber auch die unermüdliche Entschlossenheit sowie manchmal ein Geschenk von Glück.
Das ist der Hintergrund, der es mir unmöglich macht, jetzt einfach die Hilfe für Doggen zu beenden.
Doggen haben mein Leben seit über 40 Jahren so unendlich bereichert und ich kann von ihnen nicht lassen.
Falls sich Menschen angesprochen fühlen, bitte ich diese, Kontakt zu mir aufzunehmen.
Unsere Internetseite wird weiterhin erhalten bleiben.

Eva Gorski

Unsere Bankverbindung lautet:
Konto-Nr.:150002368
bei der Förder Sparkasse
Bankleitzahl: 21050170
IBAN: DE08 2105 0170 0150 0023 68
BIC: NOLADE21KIE


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Aktuelles!
MitgliederanschreibenMontag 09.Dezember.2013 18.23
Liebe Mitglieder und Förderer der Doggen-Nothilfe e.V. Postfeld, den 25.04.2013


In diesem Schreiben möchte ich Ihnen von den zunehmenden Schwierigkeiten in unserem Verein berichten und Sie bitten, dazu Stellung zu nehmen (gemeinsam nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen).
Schon bei der letzten Mitgliederversammlung habe ich zum Ausdruck gebracht, dass unsere finanziellen Rücklagen immer geringer werden. Diese Problematik hat sich dadurch verstärkt, dass wir kaum noch Spenden erhalten, dass unsere Mitgliederzahlen konstant niedrig sind. Gleichzeitig haben wir in den letzten 18 Monaten Doggen aufgenommen, die einen hohen Bedarf an tierärztlicher Behandlung hatten (und haben) und die Monate lang in unserer Pflegestelle bei Rosi Kehler gelebt und natürlich Futterkosten verursacht haben. Die Vermittlung von Notdoggen wird immer schwieriger. Rosi Kehler kann derzeit keine Doggen mehr aufnehmen, es leben dort noch zwei Doggen, die seit Monaten ein Zuhause suchen. Zusammenfassend ist die Situation so, dass die Doggen-Nothilfe keine geeigneten Pflegestellen mehr hat und keine finanziellen Rücklagen, um Hunde aufnehmen zu können. Wir haben in den vergangenen Wochen Inserate in Regionalzeitungen gehabt, um nach passenden Pflegestellen zu suchen. Ohne jeden Erfolg. Wir haben einen ausführlichen Spendenaufruf auf unserer HP. Ergebnis : nahezu ergebnislos.
Ich selbst bin im Laufe der Jahre müde geworden und die durch die Internetmöglichkeiten (vor allem Facebook) geschaffenen Formen des „grenzenlosen Informationsaustausches“ schaffen ein so verändertes Kommunikationsklima, dass Tierschutzarbeit wie ich sie einmal machen wollte, kaum noch gelingen kann.
Es werden Doggen in großer Zahl über das Internet „angeboten“, sie werden verschenkt oder für 100 oder weniger EUR verkauft. Weshalb sollten sich dann noch Doggen-Interessenten der Mühsal von ausführlichen Gesprächen über ihre Hundehaltereignung, von Kontrollbesuchen, dem Eingehen von Überlassungsverträgen mit einer Schutzgebühr aussetzen, wenn es doch alles so viel einfacher geht! Die vielen Anrufe von Menschen, die sich auf diesem Internetweg eine Dogge „angeschafft“ haben und dann nach wenigen Tagen bei uns anrufen, um nun schnell diese Dogge wieder loszuwerden, weil sie das Kind anknurrt, nicht an der Leine geht, unverträglich mit anderen Hunden ist usw. usw. will ich nur erwähnen. Und dann die „Hilferufe“ und Bittbriefe von Menschen, die keine Zeit, kein Geld und keine Geduld für ihre Dogge haben und diese möglichst schnell loswerden wollen oder um Beteiligung an hohen Tierarztkosten ersuchen. Unser Verein wird wie ein Dienstleistungsunternehmen behandelt, das aus irgendwelchen Quellen finanziert wird und jederzeit handlungsbereit zu sein hat. Tatsächlich setzen bei uns ganz wenige Menschen all ihre Kraft (körperlich und emotiona ein, um den Doggen, die wir so lieben zu helfen. Es gibt keinerlei materielle Vergütungen (außer kleinen Zuschüsse zu langen Fahrten) und alles, was wir an Geld ausgeben können, stammt von Spenden und Mitgliedsbeiträgen.
Dennoch, die Doggen-Nothilfe, die ich 1997 begonnen habe aufzubauen unter dem Eindruck der elenden Lebensbedingungen von Doggen überall in Deutschland, hat in den zurückliegenden Jahren viel geleistet. Von unseren Erfolgen und unserem Scheitern finden sich ausführliche Berichte auf unserer Internetseite unter den Rubriken „Erinnerungen“ und „Zuhause gefunden“.
Nach intensiven Gesprächen mit den Vorstandsmitgliedern (einschließlich Elke Ruge) sind wir zu dem Ergebnis gekommen, die Auflösung des Vereins zum Jahresende vorzuschlagen. Dann würde der gesamte Vorstand zurücktreten.
Es bliebe noch die Möglichkeit den Verein fortzuführen, wenn sich andere Menschen finden für die Vorstandsarbeit (unter den geschilderten Bedingungen).
Es wäre schön, wenn Sie uns Ihre Meinung zur geschilderten Situation des Vereins
bis Mitte Mai
per Email an info@doggen-nothilfe.de oder mit Briefpost mitteilen würden.
Die nächste Mitgliederversammlung ist für Mitte – Ende Juni 2013 wieder an einem Sonnabendnachmittag in der Region Schleswig-Holstein-Hamburg geplant.


Eva Gorski
1. Vorsitzende der
Doggen-Nothilfe e.V.
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Grüße von AdelyFreitag 19.April.2013 18.36

Unsere Adeleide (Adely)                 Berlin, den 19.12.2012


Nun ist Adely schon 8 Monate bei uns und ist fester Bestandteil unserer Familie geworden.


Schon bevor Adely zu uns kam, dachte der eine oder andere gelegentlich über einen Hund nach. Die familiären Umstände mit Kindern und Papageien ließen uns aber immer wieder von diesem Gedanken abkommen.



Über eine Bekannte erfuhren wir dann, dass im Tierheim Berlin eine alte Doggenhündin zu vermitteln sei. Da alte Hunde oftmals schlecht zu vermitteln sind, entschlossen wir uns diesen Hund bei uns aufzunehmen und fuhren ins Tierheim. Dort wurde uns gesagt, dass der Hund bereits vermittelt ist, es gäbe aber viele Doggen, die ein neues Zuhause suchen. Dazu sollen wir im Internet nach in Not geratenen Doggen suchen.


Im Internet fanden wir dann Adely, die bei Rosi Kehler bereits seit ca. 2 Jahren lebte und kein Zuhause fand. Das berührte unser Herz (Das arme Ding) und wir beschlossen Adely ein Zuhause zu geben und meldeten uns sofort bei Rosi.


Dann ging alles ganz schnell. In den nächsten Tagen bestanden wir den „Doggen-Zuhause-Check“. Daraufhin richteten wir für Adely eine Kuschelecke ein und besorgten alles, was ihr kleines Doggenherz zu begehren schien.


Nun war der große Tag und wir fuhren mit unseren Kindern und ein befreundetes Paar Richtung Usedom. Wir waren alle ganz schön aufgeregt.
Natürlich haben wir gehofft, dass Adely uns ebenso toll findet, wie wir sie.


Nach 3 Stunden Autofahrt waren wir dann endlich bei Rosi. Als Adely uns sah, haben sich unsere Bedenken sofort in Luft aufgelöst. Sie schien genauso aufgeregt wie wir. Sie tänzelte umher, ließ sich überall kraulen und streicheln und forderte sich unsere Zuneigung deutlich merkbar ein, indem sie sich an uns schmiegte. Es war auf beiden Seiten Liebe auf den ersten Blick und für uns war sofort klar diese tolle Hündin nehmen wir mit.


Den Tag verbrachten wir dann soweit bei Rosi und lernten Adely ein wenig kennen. Bei der Abreise sprang Adely auch sofort ins Auto und kam freudig und aufgeregt mit uns mit. Zu Hause angekommen wurden erst mal Haus und Garten unter die Doggennase genommen.


In den nächsten Wochen gaben wir ihr Zeit sich einzugewöhnen. Schließlich wissen wir nicht, was Adely zuvor in ihrem Leben erlebt hat. Sicher ist aber wohl, dass sie ihr Zuhause schon einmal verloren hat. Bei Rosi hatte sie ein Zuhause gefunden und musste sich nun wieder neu eingewöhnen. Wir haben ihr die Zeit gegeben, die sie brauchte. Adely war sehr neugierig, aufgeschlossen und freute sich über alles und auf jeden, den sie neu kennen lernte.


In den ersten Wochen ließ sie uns nicht aus den Augen und kam kaum zur Ruhe. Heute können wir sie auch schon mal 3-4 Stunden alleine lassen. Danach ist die Freude dann immer riesig. Mittlerweile genießt sie die ungeteilte Zuwendung. Nur die Verlustangst ist nach wie vor deutlich spürbar, denn bei den Spaziergängen bleibt sie immer in unserer Nähe und lässt uns nicht aus den Augen. Auch zu Hause liegt sie immer dicht bei uns. Sie ist eine anschmiegsame, freundliche und sehr aufmerksame Hündin.



Uns war von vorneherein klar, dass wir uns für einen älteren Hund mit Vorgeschichte und Prägung entschieden haben und das wir diesen Hund so nehmen wie er ist.


Wir freuen uns jeden Tag über die Zeit, die wir mit Adely verbringen dürfen und genießen unsere Spaziergänge mit ihr sehr. Denn es ist für uns eine Auszeit vom Alltag. Adely spielt und tobt sehr gerne (auch mit anderen Hunden), liebt Kinder und genießt die menschliche Zuwendung, sowie kuschelige Abende vor dem Kamin. Von ihr können wir noch lernen was Entspannen heißt. Sie ist einfach eine klasse Dogge, die unser Leben bereichert.



Wir haben unsere  Entscheidung nicht bereut eine „Notdogge“ aufgenommen zu haben. Wir können auch nicht verstehen, warum sich bisher nie so wirklich Menschen für einen so lieben und dankbaren Hund interessiert haben. Umso mehr möchten wir Rosi danken, dass sie uns Adely anvertraut hat. Denn wir wissen wie schwer es für sie war, Adely nach 2 Jahren in ein neues und endgültiges Zuhause zu geben.


Wir werden immer auf unsere Adely aufpassen und ihr das Zuhause geben, was sie verdient hat.




Wir hoffen, dass andere Menschen auf Adely´s Geschichte aufmerksam werden und die DOGGEN-NOTHILFE unterstützen.


 


Tanja, Antje, Eric & Patricia

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Aktuelles!
Dringend zeitnaher Platz gesucSonntag 24.März.2013 18.50


DRINGEND brauchen wir zeitnah einen Platz für den Boxerrüden Baron, der ganz, ganz wunderbar erzogen ist, aber leider unter massiven Trennungsängsten leidet und sich nur einem Menschen anschießen kann.

In unserer Pflegefamilie hat er sich Rosi angeschlossen und wenn sie geht und ihn zurück lässt, versucht Baron alles, um hinter ihr her zu kommen. Er überwindet 2 m hohe Zäune, verfällt in Panik und würde sich wahrscheinlich selber in große Gefahr bringen, nur um nicht verlassen zu sein. Andere Menschen und Hunde können ihn an seinem Vorhaben kaum abbringen.

So sieht es leider aus. Wir sind ratlos und brauchen dringend Hilfe.

Leider kann Baron in keiner Familie mit Kindern und Kleintieren leben, da er damit Probleme hat. Mit anderen Hunden kommt er sehr gut klar und er verfügt über einen phantastischen Grundgehorsam.

Wir suchen am liebsten ein boxerverliebtes und boxererfahrenes Rentnerpaar mit Haus und Garten und richtig gut eingezäuntem Garten, die bereit und in der Lage sind, mit Baron und seinen Schwächen zu leben.

Kontakt: LydiaMuus@aol.com

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